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Bild zur Nachricht:Invisible Children - KONY 2012
Donnerstag, 8. März 2012 13:00 Entdeckt

Invisible Children - KONY 2012

Initiative gegen Joseph Kony.


2006 startete mit dem ersten Invisible Children ein Projekt, dessen Ziel es ist, den Führer der Lord’s Resistance Army (LRA) Joseph Kony vor ein Gericht zu stellen. Dieser Mann ist seit Jahren damit beschäftigt Kinder zu entführen, sie in die Prostitution zu zwingen oder sie zu seiner privaten Armee zu machen. Ein virales Video bahnt sich seinen Weg durchs Internet, wir haben die wichtigsten Fakten.

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Mit einem ergreifenden 30 minütigen Video versucht die Organisation Invinsible Children auf sich aufmerksam zu machen. Es beschreibt die grausamen Taten des ugandischen Warlords Joseph Kony und versucht gleichzeitig einen Lösungsvorschlag zu vermitteln. Der vom Internationalen Strafgerichtshof zum schlimmsten Verbrecher der Welt ernannte Joseph Kony kämpft nur für seine Machterhaltung und das bislang ohne Einschräkungen. Die virale Aktion soll die Aufmerksamkeit auf das Thema lenken und durch die Anteilnahme und Involvierung von möglichst vielen Menschen, die wichtigsten Staatsoberhäupter zum aktiven Handeln auffordern. Mit über 1.000.000 Facebookfans und unzähligen freiwilligen Helfern, schaffte man es Barack Obama zu überzeugen, einhundert Ausbilder der US-Army als Unterstützung nach Uganda zu schicken.

Um Kony bekannt zu machen und ihn damit endgültig zu stellen, hat man „KONY 2012“ ins Leben gerufen. Die an eine Wahlkampagne erinnerne Aktion soll zur Verhaftung des gesuchten Kriminellen führen. Am 20. April 2012 wird sie ihren Höhenpunkt in einer Guerilla-Plakatierungsaktion finden, durch die die Welt auf Joseph Kony aufmerksam gemacht werden soll.

Der Tatendrang und die Idee sind in ihren Prinzipien nicht anzufechten, jedoch macht sich im Internet auch eine kleine Gegenbewegung breit, die die Methoden der Invisible Children Inc. anzweifelt. Ein Politikprofessor aus Yale stellt die Organisation in Frage und fordert auf, sich nicht leichtfertig beeinflussen zu lassen, sondern sich erst intensiv mit der Sache zu beschäftigen, bevor man selbst handelt. Er hinterfragt, ob die finanzielle Unterstüzung der Ugandischen Armee, die selbst mit vielen Vergewaltigungsfällen konfrontiert wird, überhaupt eine sinnvolle Investition ist? Außerdem scheint es äußerst kritisch einen Mann mit Waffen bekämpfen zu wollen, dessen Leibwache aus Kindern besteht.

Wie so oft scheint es zwei Seiten zu geben, wobei die Wahrheit meist irgendwo dazwischen zu liegen scheint.

Für alle Intressenten gibt es hier mehr Hintergrundinfos zur Aktion selbst und zur Kritik.

Bildquelle: facebook

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