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Bild zur Nachricht:GEMA vs. Clubs: Der Kampf geht weiter
Dienstag, 11. Dezember 2012 10:00 Entdeckt

GEMA vs. Clubs: Der Kampf geht weiter

Tariferhöhung auf 2013 verschoben

Veranstalter und Clubbesitzer machen Radau. Denn die GEMA verändert ihre Kostenstruktur – und das führt angeblich zu erheblichen Preissteigerungen im Clubleben. 

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Update


Der Druck auf die GEMA steigt.
Wie jetzt bekannt gegeben wurde, verlegt die sie ihre Tariferhöhung auf Juni 2013. Zuerst wolle man noch den Schiedspruch der Aufsichtsbehörden abwarten. Damit reagiert die GEMA auf das Drängen der Wirtschaftsminister der Länder. Die sind über die Idee einer Tariferhöhung wenig begeistert.

Rückblick


Am 16. April 2012 hat die GEMA ihre neue Tarifstruktur bekannt gegeben.
Ziel der Veränderung ist eine Vereinfachung in der Struktur. Bisher gab es 11 verschiedene Tarife, künftig sollen es nur noch zwei sein. Die zwei Tarife richten sich nach der wirtschaftlichen Größe der Veranstalter, d.h. kleinere Veranstaltungen sollen entlasten werden , größere sollen mehr bezahlen.

Doch die Erhöhung der Gebühren für größere Clubs sei unverhältnismäßig, klagen die Clubs an. Vor allem der Verband der Münchner Kulturveranstalter (VDMK) wehrt sich vehement gegen die Veränderung. Nach ihren Rechnungen gehen Preissteigerungen von 100 bis 1000% für die meisten Clubs einher. Zum Beispiel müsste das Harry Klein in München ab 2013 so statt 6200 Euro dann mehr als 50.000 Euro an die GEMA zahlen.

Viele Clubs haben Angst, sie können sich mit der neuen Tarifstruktur nicht mehr finanzieren.
Manche müssten mehr Gebühren zahlen, als sie überhaupt einnehmen könnten. Die GEMA hat die Erhöhungen bisher als „klar, fair und nachvollziehbar“ bezeichnet.

Die Positionen sind klar. Die GEMA möchte kleine Veranstalter entlasten und geht davon aus, dass die Preise zu einer Vergünstigung für nahezu alle kleinen Veranstaltungen führen. Die Preise werden mit der neuen Tarifstruktur dann über die Raumgröße und das Eintrittsgeld berechnet. Die Clubs haben schon angekündigt, dass sie im Zuge der Veränderung die Clubpreise für Besucher erhöhen müssen. Außerdem lohnt es sich dann nicht mehr die Clubs an weniger besuchten Tagen, wie zum Beispiel unter der Woche, auf zu machen. Viele haben auch Angst um ihre Existenz.


Bildquelle: Theater Festival Impulse. Skrobotic

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