Karottenhosen und Cowboystiefel. Das ist selbst für die wilden 80er Jahre eine komische Kombi. Klar, dass er damals den Türsteher irgendwie überlisten musste, um in den Nobelschuppen zu kommen. Da kommt Clint Eastwood mit einer riesen Gefolgschaft natürlich ganz gelegen. Gunschmann hat sich einfach angehängt. Das klappte, warum auch immer. Schließlich hätte er mit seinem Outfit unter schwarzen Anzügen doch irgendwie auffallen müssen...
Als DJ musste er dann nicht mehr vor der dem Türsteher zittern. Während seiner Studienzeit legt Grunschmann im P1 auf. An den Job als Türsteher ist er schließlich gekommen, als er einmal für einen einspringen musste. Das muss Schicksal gewesen sein.
Über die zwanzig Jahre hat der Türsteher alles gesehen. Er kann tausend Geschichten über Partyexzesse im Nobelschuppen und Ausfälle der High-Society erzählen. Seitdem er den Job als Türstopper an den Nagel gehangen hat, betreibt Grunschmann das „Lehel“ Bar. Food. Club.
Auch die Scorpions müssen draußen bleiben.
Grunschmanns wohl bekannteste Anekdote: Die Scorpions hat der strenge Türsteher gar nicht erst rein gelassen. Auf den Protest „Wir sind aber die Scorpions“, kannte er nur eine Antwort: „Ja, eben drum.“ Klasse!
10.000 DM glatt vergessen. Kennen wir doch alle: Man geht in den Club, verballert 10.000 DM (ja, klar, 5000 Euro halt) und vergisst dann glatt zu bezahlen. Das ist nicht irgendjemandem passiert, sondern J-Lo und Puff Daddy. Oder halt P. Diddy. Erst Wochen später haben sie die Rechnung bezahlt.
Und dieser Mann hat noch viel mehr zu erzählen. Ab 14.15 Uhr ist er bei Elise zu Gast im Studio. Mal schauen, was der härteste Türsteher Deutschlands sonst noch so aus dem Nähkästchen plaudert.
