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Bild zur Nachricht:Zum Pirate Day: Ein fünffach grollendes Arrr!
Mittwoch, 19. September 2012 14:00 Entdeckt

Zum Pirate Day: Ein fünffach grollendes Arrr!

Fünf Fakten, die ihr garantiert noch nicht über die Freibeuter wusstet.

Heute feiern die Jünger des fliegenden Spaghettimonsters den Speak like a Pirate Day. Deswegen beendet heute ein Pastafari, der etwas auf sich hält, jeden Satz mit einem Arrr! und trinkt Unmengen an Grog. Damit gedenken sie den karibischen Freibeutern der goldenen Zeit im 16 und 17. Jahrhundert. Denn die Pastafaris behaupten, dass nicht etwa die Industrialisierung am Klimawandel schuld ist, sondern die sinkende Zahl der Piraten. Wir nehmen diesem denkwürdigen Tag zum Anlass, etwas Aufklärungsarbeit zu leisten: Fünf Piraten-Fakten, die ihr bestimmt noch nicht kanntet.

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1. Manche Piraten haben wahrscheinlich wirklich Arr gesagt.

"Ahoi, ihr Landrratten, hört mal eurem Käpt’n zu, der zeicht euch wie echte Piraten sprechen. Arr!"
Zugegeben, unser Piratensprech ist noch nicht ganz ausgereift, aber den Begriff „Arr“ könnten tatsächlich einige Freibeuter benutzt haben. Ähnlich wie das das britische „isn’t it“ das kanadische „eh“ und das deutsche „oder“, wurde „arr“ in der englischen Region „West Country“ gebraucht. Natürlich haben sich die Seeräuber in sehr vielen verschiedenen Sprachen und Dialekten unterhalten. Aber da nachgewiesenermaßen einige Piraten aus „West Country“ kamen, haben die wahrscheinlich auch „arr“ gesagt.

2. Piraten hatten einen strengen Verhaltenscodex
Wenn man Piratenfilme schaut, wünscht man sich doch manchmal in diese Zeit zurück. Den ganzen Tag nur Grog saufen, mal ein Duell ausfechten hier, mal eine spanische Galeere erobern dort und sonst gemütlich in der Hängematte chillen. Das war noch ein Leben!
Doch die Wahrheit sah ganz anders aus: Das Leben der Seeräuber war sehr straff organisiert. Es gab einen strengen Verhaltenscodex auf den Schiffen und an Land. Wer sich nicht an ihn hielt, wurde hart bestraft. So waren das Stehlen, das Lügen und das Kämpfen an Bord (an Land war es erlaubt) streng verboten.

3. Eine Piratenlaufbahn dauerte nur wenige Jahre
Das Leben eines Seeräubers war hart. Viele wurden in Gefechten schwer verwundet oder getötet. Eine medizinische Versorgung gab es nicht. Demensprechend kurz waren die meisten Karrieren der Freibeuter. Sogar so berühmte Piraten wie Blackbeart und Bartholomew Roberts hielten nur wenige Jahre durch. Roberts zum Beispiel war nur zwischen 1719 und 1722 aktiv.

4. Auch Frauen konnten Pirat werden
Es gab sie wirklich. Wie viele weibliche Piraten im 16. und 17. Jahrhundert genau auf den Weltmeeren unterwegs waren, ist zwar nicht bekannt, aber dass es sie gab, gilt als erwiesen. Um auf die Schiffe zu kommen, mussten sie sich allerding als Männer verkleiden, denn der Piratencodex verbot es Frauen normalerweise an Bord zu gehen.

5. Nur wenige Piraten verbuddelten ihre Beute
Sie gehören zu einem guten Piratenfilm wie die Augenklappen, ungepflegte Bärte und Holzbeinen. Sagenumwobene Schätze, die berühmte Piraten auf einsamen Inseln vergraben haben. Doch in Wahrheit haben nur sehr wenige Freibeuter ihre Besitztümer in Truhen gestopft. Und das aus gutem Grund: Die Beute wurde nach einem erfolgreichen Beutezug unter den Crewmitgliedern sofort verteilt. Die gaben sie lieber gleich aus, als sie zu verstecken. Außerdem bestanden große Teile der heißen Ware aus Naturalien wie Stoffen, Kakao und anderen Lebensmitteln. Und die waren natürlich nur kurz haltbar.

Wenn ihr auch schon im Piratenfieber seid, dann könnt ihr jetzt euren Facebook-Account piratisieren! Geht einfach in die Kontoeinstellungen, klickt beim Menüpunkt Sprache auf bearbeiten und ändert die Sprache auf English (Pirate). Und schon heißt es: Aye,Aye, Cap’n!

Bildquelle: Earl

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