Eine Verbindung zwischen Haupt- und Ostbahnhof parallel zur bestehenden Stammstrecke klingt plausibel, denn die Stammstrecke des Münchner S-Bahn-Netzes ist die am stärksten befahrene Bahnstrecke in ganz Deutschland.
Je mehr Züge fahren, desto anfälliger ist das System für Engpässe und Verspätungen. Das kann so ziemlich jeder Münchner nachvollziehen: Stundenlanges Warten wegen Stammstreckensperrung am überfüllten Bahnsteig oder in der S-Bahn mit Ölsardinen-Feeling mitten in der Pampa stehen bleiben und sehnsüchtig auf die Weiterfahrt hoffen.
Eine zweite Stammstrecke muss her – da sind sich (fast) alle einig.
Kostenpunkt: Rund zwei Milliarden Euro.
Und genau da liegt das Problem – es fehlen nämlich noch rund 300 Millionen zur Umsetzung.
Jetzt fordert der bayerische Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) größeres Engagement der Bundesregierung. „Die Bundesregierung muss erkennen, dass München die wichtigste Wirtschafts- und Wissenschaftsmetropole in Deutschland ist.“
Jawohl!
Heute gibt’s mal wieder eine Pressekonferenz – unter anderem mit Münchens OB Christian Ude. Wir sind gespannt, ob dort endlich mal Klarheit über die Zukunft der Stammstrecke geschaffen wird. Und wenn nicht, träumen wir eben noch ein bisschen weiter von pünktlichen Zügen und einem reibungslos funktionierenden S-Bahn-Netz…. Hach!

Bildquelle: Claudio Matsuoka