Platz 5: die Toilette
Überraschung! Das haben wir uns ja schon gedacht – allerdings ist sie vergleichsweise geringfügig verkeimt. Auf einer Klobrille findet man nur rund 200 Bakterien pro cm² - das ist gar nicht so viel. Deshalb auch nur Platz fünf. Der Grund: Im Durchschnitt putzen die Deutschen 1 Mal pro Woche ihr Töpfchen. Die Brille ist vor allem zu trocken. Bakterien mögen’s ja bekanntlich feucht und warm. Das eigentliche Problem: rund 68% der Männer und 36% der Frauen waschen sich nach dem Toilettengang nicht die Hände… Lecker.
Platz 4: Die Computer-Tastatur
Habt ihr schonmal Eure PC-Tastatur umgedreht und geschüttelt? Da entdeckt man ganz neue Lebensformen. Essensreste, Hautschuppen, Staub und andere Keime machen es sich in den Zwischenräumen bequem, das ist nämlich der ideale Nährboden. Bis zu 13 Tausend Bakterien pro cm² findet man hier. Also 7 mal so viel wie auf der Klobrille. Übrigens: Schreibtische von Frauen sind meistens schlimmer verkeimt. Der Grund: Kosmetika wie Cremes oder Labello sind gutes Futter – und verteilen sich gut…
Platz 3: die U-Bahn
29 Mio. Menschen fahren deutschlandweit täglich mit der Bahn.
Da bleibt so einiges hängen. Rund 86 Tausend Bakterien pro cm² findet man zum Beispiel an der Haltestange. Klingt eklig, ist aber gar nicht so tragisch. Diese Bakterien sind eher harmlos, denn auf Metall haften Krankheitskeime nur schlecht – die Oberfläche ist zu glatt und zu kalt.
Platz 2: der Einkaufswagen
Jetzt solltet ihr eure Brotzeit kurz weglegen… Die sind nämlich die reinsten Keimschleudern.
Hunderte Menschen fassen die Wägen täglich an, außerdem werden sie so gut wie nie gereinigt. Bis zu 110 Tausend Bakterien pro cm² tummeln sich hier. Neben Essensresten fanden Wissenschaftler auf den Einkaufswägen auch Tierblut, Speichel und Fäkalbakterien.
Das lassen wir jetzt mal stehen.
Platz 1: das Handy
Überlegt euch gut, was ihr euch da an’s Ohr haltet. Das Handy ist das ideale Zuhause für Bakterien. Oft tragen wir es in der Hosentasche (schön warm und feucht), reichen es von einer Hand zur nächsten (die Keime verbreiten sich) und ganz ehrlich – wer putzt sein Handy schon großartig? Bis zu 4 Mio. Bakterien pro cm² wohnen auf so einem Handy.
Zur Erinnerung: das sind 20 tausendmal so viele wie auf dem Klo.
Bildquelle: Colin_n