Es herbstet. Zeit für die Lederstiefel und die Holzfällerhemden, bis zum Winter ist’s nicht mehr lang hin. Zeit auch, dass wir unsere Plattenkoffer herbstlicher kleiden.
Zugegeben, wenn man die Musik von Mumford & Sons hört, hat man sofort das Klischee von großen starken, Männern mit langen Bärten vor Augen, die mit ihren Bratpfannenhänden auf selbstgeschnitzten Instrumenten spielen.
Aber die Londoner sind so viel mehr. Ja, zum Teil sieht es brutal aus, wenn sie in den Refrains ihre Gitarren-, Banjo- und Kontrabasssaiten prügeln und mit ihren schweren Stiefeln rhythmisch auf die Erde stampfen, als wollten sie ein Loch hindurch schlagen. So wie im Video zur ersten Single „I Will Wait“, die ihr schon eine Weile bei uns im Programm hört:
Aber auch die leisen Töne gibt es, in den Balladen zum Beispiel oder in den Strophen, bevor nach andächtigen Breaks wieder der Refrain hereinbricht. Mit aller Kraft und doch mit ganz viel Gefühl. Platziert, wie eine Axt in Aktion.
Insgesamt ist der Nachfolger vom großartigen „Sigh No More“ noch emotionaler, noch pompöser und mitreißender. Männermusik. Musik, zu der man(n) am Tag Holz spaltet und für die Frau am Abend das erste Feuer des Herbstes im Ofen entfacht.
Babel- Whispers in the Dark
- I Will Wait
- Holland Road
- Ghosts That We Knew
- Lover of the Light
- Lovers' Eyes
- Reminder
- Hopeless Wanderer
- Broken Crown
- Below my Feet
- Not with Haste
„Babel“ von Mumford & Sons wurde am 21. September via Island Records veröffentlicht.