Wir wussten ja, dass den vier Londonern mit ihrem zweiten Album ein Meisterwerk gelungen ist. Aber diesen Wahnsinns-Erfolg haben wir und vermutlich erst recht nicht die Band erwartet.
Bis jetzt haben es nur die Beatles geschafft, sechs Songs gleichzeit in den US-Billboard Hot 100 Charts zu plazieren. Doch nun ist Mumford & Sons dieses Kunststück 48 Jahre später noch einmal gelungen - und das ausschließlich mit Tracks ihres neuen Albums "Babel". "I Will Wait" (Platz 57), "Babel" (60), "Lover's Eyes" (85), "Whispers In The Dark" ( 86), "Holland Road" (92) und "Ghosts That We Knew" (94) sind allesamt unter den 100 meistverkauften Singles in den USA.
Zu den freudigen Meldungen kommt diese noch hinzu: Vor wenigen Tagen mussten wir befürchten, dass es vielleicht kein neues Album geben würde. Jetzt verkündete Marcus Mumford, dass das dritte Album der Band schneller kommt als das zweite. Also gibt es nicht nur ein drittes Album, sondern wir müssen darauf auch weniger lange warten, als auf den "Sigh No More"-Nachfolger. Yay!
Außerdem hat „Babel“ einen ein Jahr alten Rekord Justin Biebers gebrochen, der sich daraufhin gleich mal auf der Bühne erbrochen hat.
„Babel“ hat sich nämlich mehr als doppelt so oft verkauft wie das Album von „Du-weißt-schon-Wem“. 600 000 Alben gingen allein in der ersten Woche über die reelle oder virtuelle Ladentheke. Das beste Resultat ever teilte Billboard mit. Damit sind sie in den amerikanischen Alben-Charts direkt von Null auf Eins gegangen.
Mit 420 000 verkauften digitalen Einheiten ist „Babel“ auch in dieser Disziplin ganz vorne mit dabei. Nur Lady Gaga war in der Geschichte digital verkaufter Tonträger noch erfolgreicher.
Auf Spotify ist das Album das meist gestreamte aller Zeiten. Allein in den USA wurde es in der ersten Woche acht Millionen Mal gehört. Mittlerweile haben die Jungs auch in ihrem Heimatland ihre erste Nummer-Eins-Platzierung erreicht. Bei uns ist es leider nicht einmal Top Ten.
Sogar das Debütalbum „Sigh No More“ ist noch in den US-Charts dabei. Seit dem Einstieg im Juli 2010 war es dort nie schlechter als Position 75. Das und der ebenso unerwartete, wie verdiente Erfolg lassen uns hoffen: Es gibt ihn noch, den Musikgott.