Hach war das damals schön. Einfach in den Plattenladen gehen und stöbern. Nach nichts bestimmtem auf der Suche sein. Doch dann fällt einem plötzlichen ein Album auf, an dem man irgendwie hängen bleibt. Den Bandnamen hat man noch nie gehört und auch die Lieder sagen einem nichts. Aber das Cover. Das macht’s. Die Platte wandert sofort auf den Spieler, das Cover-Artwork an die Wand. Jahre später ist die Band international bekannt und das Artwork überall zu sehen: Auf Postern, T-Shirts, sogar auf der Haut. Die Rede ist von Joy Division. Aber was steckt überhaupt hinter dem Cover zu „Unknown Pleasures“…
Was soll das überhaupt darstellen. Ein Gebirge? Nicht ganz. Es stellt eine Frequenz dar. Die Höhen und Tiefen beschreiben also die Lautstärke und somit Tonabfolge der Frequenzsprektren. Und diese Linie wurde dann zigmal übereinander gelegt. Die Band selbst brachte den Grafikdesigner Peter Saville auf die Idee. Die Geschichte hinter seinem Cover-Artwork erzählt er "Visualized" in einem Interview. Die Bandmitglieder hätten in der hintersten Ecke einer Bibliothek ein altes, verstaubtes Buch über Astronomie gefunden. Mit eben dieser Grafik.
So kam die Grafik in Saville's Kopf und von da aus prompt auf's Cover. Heute ist es Kult. Und ist überall zu sehen, was "Visualized" im Video sehr schön darstellt. Dies ist übrigens nur der Anfang einer ganzen Videoreihe, die auf der nächsten Informationsdesignmesse Visualized Premiere feiern wird. Thema der Reihe ist die Überschneidung von Big Data, Design und den Geschichten dahinter. Infografik-Fans müssen jedoch eine lange Anreise planen. Sie findet am 8. und 9. November in New York statt.
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