Trotzdem bin ich davon fasziniert. Wenn ich mich durch’s Fernsehprogramm zappe und kurz bei einem Horrorstreifen hängen bleibe, muss ich irgendwie weiter schauen. Ich hoffe nämlich bis zum Schluss auf ein Happy End. Und ein paar Klassiker gehören ja auch dazu – Stephen King, die „Scream“ Reihe, oder „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ kann man sich ja mal reinziehen.
Blöd nur, dass ich meistens Tage später noch unter mein Bett schauen muss – das ist kein Witz! Und doch: Was ist es nur, dass uns an Horror so fasziniert? Wo Angst doch eigentlich ein negatives Gefühl ist…
Forscher haben hierfür sogar einen Begriff gefunden – die „Angstlust“. Eine Mischung aus Angst und Befriedigung, denn wir erleben die Angst nur virtuell – ständig mit dem Wissen im Hinterkopf, dass wir ja immer noch sicher im gemütlichen Wohnzimmer sitzen, ohne jegliche Gefahr.
Die meisten Horrorfilmen funktionieren auch genau so: zum Schluss siegt der Held über die Angst und alle Mörder/Monster/Aliens/Zombies sind tot. Das gibt uns ein gutes Gefühl. Außerdem lernen wir so auch indirekt mit unseren eigenen Ängsten umzugehen. Deswegen thematisieren so viele Horrorstreifen nicht selten Gewalt, Tod, Dunkelheit, Kontrollverlust oder die Angst vor der Angst selbst – unsere häufigsten Ängste eben…
Es gibt also einen Grund, warum wir uns so gerne gruseln – die Psyche ist schuld! So habe ich wenigstens eine Erklärung, warum ich immer wieder hinschaue, obwohl ich mich doch eigentlich fürchte. Und ich weiß: Ich werde auch beim nächsten Mal wieder bis zum Schluss gucken – auch wenn ich danach in den Schrank schauen muss!
Schaurige Grüße eure Susi
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Bildquelle: seventysevenrpm.