Lieblingstonträger
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Montag, 17. November 2014, 00:00 Uhr

Röyksopp - The Inevitable End

Der Lieblingstonträger der Woche

Mit The Inevitable End veröffentlichen Röyksopp ihr fünftes und letztes Album. Punkt.

Das unausweichliche Ende wird es in dem Sinne aber doch nicht sein. Es ist nur der Beginn einer Revolution, wenn man das so sagen mag. Es ist nämlich das Format des Longplayers, auf das Svein Berge und Torbjørn Brundtland keine Lust mehr haben. Auf ihrer Homepage veröffentlichten die beiden Norweger dazu dieses Statement:

We feel like this is a goodbye to the traditional album format … In our consecutive run of albums, we have been able to say what we want to say and do what we want to do with the LP. We’re not going to stop making music, but the album format as such, this is the last thing from us.
The Inevitable End - wie der Titel schon fast spoilert, wollte das Duo auf der neuen Platte mit ähnlich düsteren Themen auftrumpfen, die uns schon beim letzten Album begegnet sind. Nur sind die Norweger noch ein bisschen weitergegangen, setzen ein Zeichen, ein - sorry, es muss sein - Monument. Es wäre tatsächlich der gelungene Schlussstrich einer zehnjährigen Karriere, wenn es denn ein Schlussstrich wäre.

Wie Röyksopp selbst sagten, habe die Zusammenarbeit mit Robyn bei der Do It Again EP Spuren hinterlassen, die Auswirkungen auf das Album hatten. Massiv, brachial und kühl, aufgebrochen mit eklektischen Sphären und hymnischen Stimmen. The Inevitable End ist eine Platte, die man am besten nachts im Kaminzimmer eines Herrenhauses hört, während es draußen gewittert. Wahlweise kann man sich dabei noch Röyksopp-like einen Glitterschlüpper über den Kopf ziehen.

Gerade "Monument", das von Robyn gefeatured wird, lässt sich mit einem Attribut perfekt auf den Punkt bringen: mächtig.



Doch in The Inevitable End steckt nicht nur Brachial-Sound. "Sordid Affair" ist schon fast eine Ballade und "You Know I Have To Go" weniger massiv als sphärisch. "I Had This Thing" lockt mit einer sehr prägnanten Bassline in den Club. Die Mitte zwischen beiden letzteren wäre "Running To The Sea".



Es ist schwer, ein einziges Highlight von der Platte zu filtern. Würden wir aber eines Tages von Röyksopp entführt werden und eine Knarre an den Kopf gehalten bekommen, würden wir uns wahrschienlich für "Skulls" entscheiden.



Wobei "Something In My Heart" feat. Jamie Irrepressible definitiv auch zu den stärksten Titeln zählt.



Ach wisst ihr, erschießt uns doch einfach. The Inevitable End ist ein verdammt guter Lieblingstonträger mit vielen Highlights. In diesem Sinne zitieren wir die beiden Norweger selbst und sagen:




Tracklist: Röyksopp - The Inevitable End
rykspp tie cover

Disk 1
01. Skulls
02. Monument (T.I.E. Version)
03. Sordid Affair
04. You Know I Have To Go
05. Save Me
06. I Had This Thing
07. Rong
08. Here She Comes Again
09. Running To The Sea
10. Compulsion
11. Coup De Grace
12. Thank You

Disk 2
13. Do It Again (RYXP Version)
14. Goodnite Mr. Sweetheart
15. Caramel Afternoon
16. Oh No
17. Something In My Heart



The Inevitable End von Röyksopp wird am 21. November via Embassy of Music (Warner) veröffentlicht.