Lokalhelden
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Samstag, 21. September 2013, 18:00 Uhr

REJETNICKS

Garagesound aus München

In der heutigen Ausgabe der egoFM Lokalhelden stellen wir euch mit den Rejetnicks aus München eine Band vor, die den Sound der Garagebeats übernommen hat. Ab 15 Uhr erfahrt live & unplugged bei Dominik wie sich das anhört.

Zwischen dem Jahr der 1960er und den 2000ern liegen über 40 Jahre. Damals wie heute erfuhr das Genre des Garagebeat eine Wiedergeburt. Der Gitarrensound zeichnete sich dadurch aus, dass er absolut nicht sympathisch, eher gefährlich knurrend daher kam. Der Gesang war auch alles andere als glasklar. Eher vollkommen übersteuert. Das waren zwei bewährte Stilmittel dieses Genres.

Nun schreiben wir noch das Jahr 2013 und wir können euch mit dem Trio der Rejetknicks eine Band vorstellen, die sich diesem Genre bedient. So belässt sie alte Einflüsse in ihrer Musik bei und fügt diesen elektronische Elemente hinzu. Geht es nach ihnen haben sie das Genre neu erfunden und fügen dem Garagebeat ein Dance hinzu. Garagedancebeat also. Kaum auszusprechen ist das, aber Rejetknicks klingen genau so und nicht anders. Matt, Jan und Kevs haben sich dabei von Bands wie The Hives, Mando Diao oder von The Kinks beeinflussen lassen.

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Rejetnicks aus München zu Gast in den Lokalhelden bei Dominik

Legen wir mit "S.O.M.F" den ersten Titel der Rejetknicks ein, so werden die Einflüsse sofort hörbar. Ein schroffes Gitarrenriff, das in Strophe und Refrain im gesamten Song beibehalten wird und dann die teils stark verzerrten Gitarrensoli lassen den Garagesound aufleben. Die Songs klingen von Beginn an ruppig, rau, schlicht und teils etwas nüchtern. Doch keinesfalls eintönig. Überraschenderweise kommen sie sogar sehr routiniert daher. "Come On" ist da ein weiterer guter Beweis.



Rejetknicks beweisen Coolness und diese bespielen sie unter anderem mit ihrem Gitarrensound und klingen dabei äußerst erfrischend abseits des sonst alltäglichen Pop-Geschrammels. Auffallend gut gefällt der Sound dabei im Ganzen, denn dieser wirkt bereits professionell abgemischt und produziert. Das ist bei dem hohen Gitarrenanteil alles andere als selbstverständlich.

Den heutigen Lokalhelden hören wir den über 40 Jahre alten Sound nicht an. Er wirkt absolut nicht angestaubt, sondern erfrischend kantig

Autor: Niklas Kolell
www.soundkartell.de
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