Lokalhelden
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Samstag, 04. Mai 2013, 00:00 Uhr

Cotton

Elektro-Pop aus München

In der neuen Runde der egoFM Lokalhelden sind dieses mal die Münchner Indie-Popper Cotton zu Gast. Live & unplugged bei Dominik im Studio.
Es gibt sie, die Zeit, in der wir alle einmal durchatmen müssen. Enge, Lärm und der Drang nach großer Freiheit sind dabei Gründe, die uns treiben.

Ungewöhnlich ist es allerdings, wenn sich vier Münchner aufmachen und gen Norden ziehen. Eine wahrlich weite Wanderung haben sie dabei vollzogen und landeten in Dänemark. Im Land der Vollbärte und dem Land, das für seine bunten Hütten an den Küstenstreifen bekannt ist.



Cotton machte sich damals auf um sich dem Trubel und der bleiartigen Luft zu entziehen. Fernab der vertrauten Lokalitäten und Freunde nahmen sie in Dänemark ihre Songs auf.
Endlich Freiraum und die Möglichkeit durchzuatmen.


Cotton zu Gast in den egoFM Lokalhelden bei Dominik

Die Band besteht aus Manuel Klose (Voice, Keys, Guitar), Stefan Vogl (Voice, Guitar), Martin Heise (Bass, Background) und letztlich aus Wolfgang Jung (Drums). Was die Jungs von Cotton in jener Zeit geschaffen haben, kann sich hören lassen und klingt absolut nach dem typischen Münchner Indie-Sound, der die Stadt und seine Szene in den letzten Jahren prägte.

Ihrem Sound haben sie einen gewaltigen Touch der Editors verliehen, haben ihm melancholisch und alternativ anmutende Sequenzen beigefügt und oben drauf kommt in dem ein oder anderen Track auch noch eine Note Elektropop hinzu. Was Cotton daraus entstehen lässt sind teils im einen Moment fragile und zerbrechliche Gitarrenläufe und dann im nächsten Moment im Vergleich dazu bombastisch anmutende Konstrukte.



Durch die Instrumentierung verfügt Cotton auch über die Möglichkeit ihrer Musik eine sympathische Atmosphäre zu verleihen, die im selben Moment eine solch satte Dichte erzeugt. Dabei fallen schon mal Vergleiche zu Radiohead, Interpol oder eben genannte Editors. Auffällig ist dabei in den Songs wie „Instrumental“ oder in „Answering Machine“ die Variabilität des Gesangs. Ist er einige wenige Minuten vorher noch leise und hauchend ins Mikrophon getragen worden, so wird den Vocals im nächsten Track eine kraftvolle und vor allem magische Fähigkeit zugeschrieben, die den Hörer in seinen Bann ziehen.  


Hier gibt es die Sendung nochmal zum nachören:



Autor: Niklas Kolell
www.soundkartell.de