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Mittwoch, 08. Februar 2017, 00:00 Uhr

Die Sterne im Interview mit MusikBlog.de

25 Jahre Die Sterne

Die Sterne feiern dieses Jahr ihr 25. Jubiläum und veröffentlichen dazu ein Album, auf dem allerlei aktuelle Künstler ihre Songs covern. Die Kollegen von MusikBlog.de haben sich mit Frank Spilker und Thomas Wenzel zum Plaudern getroffen.

Was hat euch bloß so ruiniert?“ - wie oft sich die Sterne dieser Frage, die sie in ihrem wohl bekanntesten Song stellen, wohl schon selber anhören mussten? Es wäre auf jeden Fall ziemlich ungerecht, schließlich machen Frank Spilker, Thomas Wenzel und Christoph Leich mittlerweile seit den frühen Neunzigern als Die Sterne Musik und sind neben Bands wie Tocotronic und Blumfeld die wahrscheinlich wichtigsten Vertreter der Hamburger Schule.
Dieses Jahr dürfen die Jungs auch noch einen besonderen Geburtstag feiern – den 25., nämlich. Und weil sich die Sterne so ein schönes Fest nicht durch irgendwelche Beschwerden ruinieren lassen wollen, sagen sie einfach: „Macht’s besser“ und lassen mal andere Bands die Songs der Sterne einspielen. Zum Beispiel von Isolation Berlin.



Mit der Coverplatte, die am 10. Februar rauskommt, hören die Feierlichkeiten aber nicht auf: Die Sterne gehen gleich danach auf Deutschlandtour – auf der sie ihre Songs wohl aber wieder selber spielen werden, eine Reisegruppe von über 25 Bands wäre dann wohl doch etwas zu dick aufgetragen (auch wenn wir dafür alles geben würden).

Anlässlich des Jubiläums hat sich MusikBlog.de mit Frank Spilker und Thomas Wenzel auf einen kleinen Plausch verabredet. Einen Auszug davon gibt's hier für euch zu lesen...


MusikBlog
: Im Grunde feiern die Sterne grad Silberhochzeit oder?

Thomas Wenzel
: Stimmt.

Frank Spilker
(schaut Thomas verliebt an): Ach Thomas.

Thomas
: Schatz!

MusikBlog
: Fühlt sich das schon alt an oder noch jung?

Frank
: Sag jetzt nicht das Böseste, was dir einfällt. Höchstens das Zweitböseste.

Thomas
: Ich finde ja, dass man in dieser Zeit schon zu den älteren Bands gehört, wenn man zehn Jahre beisammen ist. Aber stimmt schon – wer ältere Fotos von uns sieht, merkt schon recht deutlich, wie viel Zeit seither vergangen ist.

Frank
: Die Zahl an sich ist dabei ziemlich egal.

MusikBlog: Ist das jetzt Kokettieren mit dem Alter im Sinne von: Mein Alter ist mir egal, mit 50 fängt das Leben doch erst an?


Thomas
: Ich weiß nicht. Zurzeit ist ja viel vom 90er-Revival die Rede, also jener Epoche, in der wir als Sterne angefangen haben. Die liegen tatsächlich schon eine Weile von uns entfernt.  Aber seit den Nullerjahren ist alles so furchtbar schnell gegangen; das fühlt sich gar nicht nach Altern an; viel mehr nach Echtzeit.

Frank
: Bis auf ein paar Megakarrieren ist in der Tat für die meisten Bands nach zehn Jahren Schluss. Gar nicht so sehr, weil dann die Streitereien beginnen, sondern das Familienleben. Das war bei uns allen auch so, bei mir sogar schon sehr früh. Aber bei uns haben die Kräfte, nach dem letzten Major-Deal zu sagen, jetzt machen wir alle mal was anderes…

Thomas
: Ruhigeres vor allem.

Frank
: …die haben nicht so recht gewirkt. Wir hatten einfach noch zu viel Bock, die Sache noch mal wieder selbst in die Hand zu nehmen.

MusikBlog
: Gab es dennoch einen Punkt, an dem Die Sterne als Projekt auf der Kippe standen?

Frank
: Eigentlich nicht. Auch, weil sich die Frequenz geändert hat. Bis 2001 haben wir alle zwei Jahre ein Album gemacht, also eine Kampagne an die nächste gehängt und sind zwischendurch höchstens mal in den Urlaub gefahren. Seither fahren wir sehr viel ruhiger.

Thomas
: Und gab ja auch personelle Umsetzungen. Christoph, Frank und ich sind zwar von Anfang an dabei, aber dass Frank (Keyboarder Frank Will – Anm. d.Red.) nicht mehr dabei ist und auch Richard (von der Schulenburg – Anm. d.Red.) nicht… Da ist schon was passiert und führt einer Band vor Augen, dass nichts für die Ewigkeit ist und Krisen ebenso genauso dazu gehören wie neue Platten. Nichtsdestotrotz: Dass es uns so lange gibt, hat natürlich auch damit zu tun, recht erfolgreich zu sein. Wir konnten ja gut davon leben.

...


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Bildquelle Titelbild: facebook | Die Sterne || Bildquelle Artikelvorschau: Robin Hinsch