Musikmeldungen
vinyls_amycarter_flickr
Freitag, 01. September 2017, 00:00 Uhr

Die drei Alben der Woche

Empfohlen von MusikBlog.de

Die Kollegen vom MusikBlog.de haben immer einen Überblick über die neuesten Scheiben im Plattenregal. Et voilà, hier kommt das Drei-Gänge-Menü für diese Woche.

LCD Soundsystem - American Dream
LCD Soundsystem sind nach sieben Jahren wieder mit neuer Musik zurück. Es scheinen verflixte sieben Jahre gewesen zu sein. Das einstige Flaggschiff der für die Indie-Disco ikonisch gewordenen Death-From-Above-Records, nun auf Columbia/Sony, darf wieder leben, aber halt ganz anders. Mit derlei gewälzten Überlegungen verlor schon so manche Band den Blick fürs Wesentliche.

Ganz ehrlich: LCD Soundsystem bleiben LCD Soundsystem (und doch fehlt etwas Entscheidendes). Repetitive Rhythmen, eine Soundgrundierung, die stark an elektronische Tanzmusik erinnert, die Bass-Gitarre als wichtigstes Rhythmusinstrument, die feinsten Synthie-Sounds Manhattans, die nichtsdestotrotz schroff Retro klingen: James Murphys Band hat, wie kaum eine andere im tanzbaren Pop, einen eigenen, aber oft kopierten Stil. Mehr...

(Anm. d. egoRed.: Dies ist übrigens gänzlich die Meinung von MusikBlog.de - wir lieben das neue Album von LCD Soundsystem über alles und würden gerne darin wohnen.)



Hercules and Love Affair - Omnion
Der Opener „Omnion“ des neuen Werks ist eine entspannte Midtempo-Nummer, die von der in New York lebenden Musikerin Sharon van Etten eingesungen wurde. Butler hatte in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit Drogen, in diesem Song könnte der Produzent und Fitnesstrainer seinen Kampf um ein cleanes Leben verarbeitet haben.

Rausch und Runterkommen sind untrennbar miteinander verknüpft. „Controller“ könnte der neue Hit für alle Sex- und Fetischparties werden, Faris Badwan singt ganz sleezy: „Use me, it’s all I want“. Diese klaren Beats und die Stimme vom „The Horrors„-Sänger Faris Badwan erinnern an die großen „Master And Servant“-Zeiten von Depeche Mode.. Mehr...



Beatsteaks - YOURS
„Allright all my stoner friends out on the internet“, heißt es im Vorwort zum Opener „Break Down“. Der poltert dann allerdings recht punkig los und fällt mit ziemlich banalen Bläsereinwürfen und Scha-la-lahs erstmal ernüchternd aus.

Die Beatsteaks hatten bereits auf „Boombox“ und dem selbstbetitelten Album von 2014 einiges an Biss eingebüßt. Auf YOURS liegt schon früh der Verdacht nahe, dass sich diese Tendenz fortsetzen wird.. Mehr...



► Noch mehr Albumrezensionen findet ihr direkt auf MusikBlog.de.

Musikblog FB

Bildquelle Titelbild: 
flickr | Amy Carter | cc by 2.0