Musikmeldungen
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Montag, 25. November 2013, 16:30 Uhr

Indie-Labels auf dem Vormarsch

Beste Verkaufszahlen seit 13 Jahren

Die Plattenverkäufe gehen seit Jahren zurück und Internet-Streaming-Dienste werden immer beliebter. Vorerst nichts Neues. Neu ist aber: UK Independent Labels verkaufen so viele Platten wie nie im 21. Jahrhundert.


26,4 Prozent der verkauften UK-Platten kommen in diesem Jahr von Independent Labels. Das ist zumindest für das 21. Jahrhundert ein neuer Rekord. Woher kommt das? Sind so viele Nostalgiker unter den Käufern oder trifft die alte Klassiker-Phrase wieder zu, dass man “einfach mal wieder was in der Hand halten“ möchte?

Wahrscheinlich trifft beides zu. Im Vergleich zu 2005 wurden in diesem Jahr zwar 30 Prozent mehr Platten in den UK verkauft, auf dem deutschen Markt erhalten die Streamingportale aber trotzdem weiter Zulauf. Also muss es auch noch von anderen Faktoren abhängen. In den letzten Jahren haben besonders bekannte UK-Musiker wie Queens Of The Stone Age oder die Arctic Monkeys dafür gesorgt, dass die Verkaufszahlen der Indie-Platten nochmal stetig nach oben gingen. Aufgrund ihrer großen Beliebtheit entschieden sich viele Fans dafür, die Band und deren Labels mit dem Kauf der Platte zu supporten. Frei nach dem Motto: „Wenn ich Indie höre, kaufe ich auch Indie“. Indie-Labels können also tatsächlich dazu beitragen, dass die Fans wieder in echte Platten investieren. Vereint gegen die rein kommerziellen Dienste der großen Streaming-Anbieter.

In Deutschland wurden für dieses Jahr wieder vermehrt hohe Verkaufszahlen für Vinyls gemeldet. Auch in den UK ist das ist ein Grund  für das Rekordhoch. Viele Musiker veröffentlichen bei ihren Alben-Releases neben ihren Platten immer häufiger eine limitierte Anzahl an Vinyls. Und meistens sind diese dann sehr schnell vergriffen. Also doch Nostalgiker. The xx machen es vor: Für ihr 2012er Album bieten sie jetzt nochmal 1000 Kopien auf Schallplatte an. Und die Fans lieben es. Innerhalb kürzester Zeit waren die guten alten Vinyls ausverkauft.

Bildquelle: Flickr, Duncan "Vinyl", under cc-license, some rights reserved