Musikmeldungen
MUSIKMELDUNGENDERWOCHE
Freitag, 20. Dezember 2013, 16:00 Uhr

Die Musikmeldungen der Woche

Das war diese Woche los

Diese Woche: Musiker schießt gegen Spotify. Neuer Plattenladen eröffnet. Band releast neue Songs.

+++ Dev Hynes‘ Apartment niedergebrannt +++

Dev Hynes aka Blood Orange hat so kurz vor Weihnachten seinen kompletten Besitz, seine Songs, seine Festplatten und seinen Hund verloren. Anfang der Woche ist sein Apartment in New York komplett ausgebrannt. Die Mutter seiner Freundin hatte sofort einen Foundraising-Account für ihren Sohn eingerichtet. Der ist ihm allerdings so unangenehm, dass er all das gesammelte Geld für an wohltätige Organisationen spenden wird. Auf seinem Blog schildert Dev seine Gedanken der letzten Tage und bedankt sich bei allen für die Hilfe und Spenden.  Holy Ghost! haben seinen neuen Song geremixt, den ihr euch hier kostenlos oder für eine kleine Spende runterladen könnt.

+++ Breaking: Musiker hasst Spotify +++
Während wir zur Zeit alle unsere Jahres-Best Of-Playlisten auf Spotify zusammenschrauben, muss sich jetzt natürlich noch ein Musiker gegen den Streamingdienst auskotzen. Johnny Marr Ex-Gitarrist von The Smiths findet nämlich, dass nichts gibt, dass weniger Punkrock ist, als Spotify, und junge unbekannte Künstler dadurch noch weniger Chancen im großen gefährlichen Musikozean haben. Im Lauf des Jahres haben sich schon dutzende seiner Kollegen über Spotify aufgeregt, unter anderem Thom Yorke und Yannis von den Foals. Ach ja, gegen Haim hat er übrigens auch was: Die Mädels hätten sich zum Depp gemacht, als sie „The Wire“ für den britschen Premierminister Cameron performt haben. Bei den Smiths hätt’s das nicht gegeben, war ja auch eher un-punkig damals.

+++ Pharrell am Spiderman-Soundtrack beteiligt +++
Nachdem er letzte Woche noch groß angekündigt hat, dass sein Album in der Mache ist, will Herr Williams diese Woche keine Fragen zum Album beantworten. Stattdessen verkündet er, dass er mit Hans Zimmer gerade am Soundtrack für den neuen Spiderman-Film sitzt. Und auch Johnny Marr (siehe oben) ist dabei.

+++ The Neighbourhood können HTML (und bringen was Neues raus) +++
The Neighbourhood werden, ähm bald (?), was Neues veröffentlichen. Eine ähm EP (?) oder Sammlung (?) an neuen Tracks, die sie während der letzten Tour aufgenommen haben. Jedenfalls wird dieses Release den Namen „#000000 & #FFFFFF“ tragen. Nein, das sind nicht irgendwelche schrägen Hashtags, sondern die HTML-Codes für Schwarz und Weiß, also ihre Vereinsfarben.

“#000000 & #FFFFFF is a diary of songs that are inspired by our thoughts while on the road. It exposes our anxiety, rejoices in our achievement and expresses our ability to create whatever the fuck we want. It’s our freedom to explore popular music as we know it. It’s not us as a band… it’s us as a sound.”

Ein erstes Präsent wurde bereits veröffentlicht. „Silver“ gibt’s unten für umsonst.


+++ Plattenladen verkauft Platten nach Gewicht +++
In Seattle hat ein neuer Plattenladen eröffnet, der seine Vinyls nach Gewicht verkauft. Sprich: 1, 03 Dollar pro Pfund für eine „reguläre“ Platte, 1,46 für eine besonders ausgewählte Records. Der Record Store nennt sich „Sound by the Pound“. In Berlin gibt’s sowas schon länger, aber bestimmt nicht unter so einem schönen Namen.

+++ The xx spielen für 1000 Leute +++
Was ja an sich nicht viel ist für eine Band, die wohl auch zehnmal so viele Menschen anziehen würde. Sie machen es sogar noch intimer. Die Briten werden die Tausend nämlich auch noch aufteilen. 25 Konzerte in elf Nächten für je 40 Nasen. Zwei Konzerte unter der Woche, drei am Wochenende. Vom 19. bis zum 29 März in New York. Tickets kosten 55 Dollar. Nicht wenig, aber wenn man mal so drüber nachdenkt, 55 Dollar, dass man The xx quasi für eine Stunde für sich alleine hat…

+++ Daft Punk live bei den Grammys +++
Seit 2008 sind die Helme nicht mehr live im Fernsehen zu sehen gewesen. Damals – ihr ahnt es – bei den Grammys zusammen mit Kanye W. Im nächsten Jahr sind sie wieder dabei. Natürlich nicht einfach so aus Spaß an der Freude, sondern zum Arbeiten. Ach und vermutlich zum Preisegewinnen. In fünf von 82 Kategorien sind sie nämlich für Preise nominiert.