Musikmeldungen
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Montag, 17. Februar 2014, 14:00 Uhr

Beck - Morning Phase

Album im Stream

Herrlich, diese Nachricht. Gut eine Woche vor der offiziellen Veröffentlichung können wir uns richtig ursprünglicher Beck-Musik erfreuen.


Das mittlerweile zwölfte Studioalbum ist im Stream. Endlich. Eigentlich wird es ja erst am 25. Februar so echt rauskommen. Umso erfreulicher für uns alle, dass wir uns MIT EINEM KLICK >> HIER << damit schon mal vertraut machen können.

Beim Anhören, da können wir uns einfach nicht weiterhelfen, haut es uns zurück in den Sommer. Oder vor in den Frühlingssommer. Irgendwas dazwischen. Jedenfalls assoziiert man damit nur schöne Sachen. Raureif, Getreidefelder, Hellblauer Himmel, Sonne. Wie schön, dass das Album passenderweise Morning Phase heißt. Alles erwacht neu. Und das mit jedem Tag. Bald kommt der Frühling. "When the morning comes to meet you" hört man da in einem Lied. Und genau das verkörpert einfach das ganze Album. Morgendliche Verhangenheit, Entschleunigung, Intimität. Zeit für sich selbst.

Das Album kann gut als Nachfolgealbum von Sea Change, das 2002 erschienen ist, betrachtet werden, sollte damit aber nicht in eine Kiste geworfen werden. Zwischen seinem letzten Album Modern Guilt und dem Aktuellen liegt eine sechsjährige Phase, die geprägt ist von erneuter Entdeckung, die ihn viel Zeit und Energie gekostet hatte. Zwangsweise, da er eine Wirbelverletzung auskurieren musste und deshalb auch keine Shows spielen konnte.

Fühlte er sich nicht in der Lage, Neues für sich selbst zu schreiben, zauberte er Zeilchen er für andere Musiker oder coverte Klassiker. Außerdem war es nicht gerade ein einfaches zwischen all den Songwritingexperimenten, bis er dann mit den Liedern für sich selbst zufrieden war. Dafür klingt das Gesamtpaket jetzt reif, durchdacht, fast konzeptuell.

Beck to the roots. Das steht wohl fest. Wie er selbst sagt, wollte er "offen und direkt" sein und griff deshalb zum Mittel der Reduktion. Obwohl er Ironie und Technik liebt, verzichtet er in Morning Phase bewusst darauf. Die entsprechende Portion soll dann aber auf dem nächstem Album wieder vertreten sein. Der gute Beck redet schon wieder vom nächsten obwohl das aktuelle noch gar nicht draußen ist. Da schütteln wir schmunzelnd den Kopf, wir mögen ihn einfach.

Nur noch so am Rande: Beck hatte ja davon geredet, gleichzeitig an zwei Alben zu arbeiten, die 2014 veröffentlicht werden sollten. Auf diesem zweiten Mysterium - wir wollen mal bezüglich der diesjährigen Veröffentlichung ein vorsichtiges vielleicht einbauen - soll er mit Pharrell und anderen hochgehaltenen Musikern zusammengearbeitet haben.  

Aber bis dahin dauert es ja noch ein Weilchen. Das ist auch voll ok, denn die wunderschöne Einfachheit und Ästhetik auf dem neuen Album finden wir klasse.

Tracklist: Beck – Morning Phase

01. MorningBeck - Morning Phase
02. Heart Is A Drum
03. Say Goodbye
04. Waking Light
05. Unforgiven
06. Wave
07. Don’t Let It Go
08. Blackbird Chain
09. Evil Things
10. Blue Moon
11. Turn Away
12. Country Down