Musikmeldungen
mixtapemittwoch
Mittwoch, 26. Februar 2014, 12:00 Uhr

MixtapeMittwoch: Motivation

Die kann man nämlich immer brauchen

Egal, wo ihr seid. Egal, wo ihr hingeht. Egal, was ihr vorhabt. Die heutigen Mixtapes sind Allzweck-Medizin.

Motivation. Vielleicht ist der eine oder andere dieses Wortes schon überdrüssig. Stichwort Prüfungsstress. Wenn man dieses Wort hört, denkt man bestimmt erstmal an alle Aufgaben, die man noch erledigen muss und die man schon seit Ewigkeiten vor sich herschiebt. Diese Ewigkeiten sind dann wieder Lichtjahre vom momentanen Bock-drauf-haben entfernt.

Wir finden: Schluss damit. Jetzt sofort. Man kann nämlich auch zu schönen Sachen motiviert sein. Versucht mal, Motivation positiv einzusetzen. Demnach wären wir jetzt sehr motiviert, uns auf der Dachterasse ein Eis zu gönnen. Motiviert zum Chillen also. Oder: Wir wären motiviert, uns die Beine auf einen ausgiebigen Sonnenscheinspaziergang zu vertreten. Oder: Wir wären motiviert, uns nochmal einen Kaffee zu holen weil es gar so schön ist. Raus aus dem Konjunktiv, wir sind motiviert. Zum Kickern, zum Filmschauen, um auf Konzerte zu gehen. Kurz gesagt kann dieser schöne Begriff alles umfassen. 

Heute zeigen wir Euch gleich fünf Tapes, die auch wirklich zu jeder (Nicht-)Tätigkeit anspornen. Die sind wie Medizin. Koffein. Nikotin. Dopamin. Wohlfühlen und so. Die Wirkung: verstärkend und gute Laune zaubernd. Natürlich für lau zum Runterladen.

Robot Koch

Es geht doch nichts darüber, als den Tag mit guter entspannter Musik anfangen zu lassen. Da sind wir uns alle einig. Robot Kochs Mixtape, das er für das Kleidungslabel Ucon zusammengestellt hat, eignet sich wohl am besten dazu. Verhagen, entschleunigt, emotional und irgendwie meditativ. Wenn ihr gerade Zeit habt, bleibt länger im Bett.

Der Wahlberliner Produzent wird seit geraumer Zeit in höchsten Tönen gelobt, gar als einer der besten Beatproduzenten Europas bezeichnet. Er ist Kopf der Band Jahcoozi und hat schon unter Labels wie Project: Mooncircle und BPitch zahlreiche Platten rausgebracht, ein richtiges Arbeitstier. Außerdem setzt er sich für mehr Bäume in der Hauptstadt ein. Ist doch symapthisch.  
 


Miami Horror

Diese australische Band kennt ihr wahrscheinlich schon, das Lied "Colours In The Sky" haben wir ab dieser Woche auch neu im Programm. Feinster, australischer Indietronic, angefangen als Soloprojekt und dann ausgebaut. Eine EP und ein Album sind bereits draußen, das zweite ist schon im Anmarsch.

Zum Glück ist es aber nicht so, dass der Stagnationszustand eingetreten ist. Ihr wisst schon, Künstler produzieren und bunkern sich im Studio ein und wir warten dann. Dieses neue Mixtape haben sie für Solé - die bringen übrigens wunderschöne Radl unter die Menschen - während einer schlaflosen Nacht gebastelt und genauso klingt es auch. Niemand will schlafen sondern einfach nur die schönen Momente genießen. Motiviert zum Augen schließen und Gedanken schweifen lassen. ►HIER◄ geht's zum Download.



Joshua Jesse

Dieser feine Berliner Jung heißt auch in der Welt abseits des Auflegens so. Sein Vater spielt in der Band Einstürzende Neubauten. Die, wovon sich Depeche Mode vor allem anfangs inspirieren ließen. Auch mütterlicherseits sieht die Biographie nicht gerade normal aus. Musik produzieren, Feten organisieren und in Läden wie dem Tresor oder der ehemaligen Bar 25 an der Tür stehen.

Wenn Westbam oder Woody in der Wohnung rumlaufen und mit Joshua verstecken spielen, kann man auf jeden Fall behaupten, dass er seit jeher mit der Technoszene vertraut ist. Die Initialzündung kam dann aber im Watergate bei einem Set von Marco Carola. Deshalb gibt's jetzt auch ganz raffiniert das Set, welches Joshua Jesse dort vor kurzem aufgelegt hatte. Motiviert vor allem zum Entspannen Schrägstrich Warmwerden.



BAAL

Hinter diesem Namen stecken Matthias Dräxler und Matthias Schüll. Über die kann man aber auch nicht viel mehr erfahren, da es sie in der Form erst seit diesem Jahr gibt. Aber es muss auf jeden Fall mal festgehalten werden, dass der Name ziemlich stark ist. Dazu jetzt mal ein kleiner Exkurs: In der Mythologie kann Baal für verschiedene Gottheiten stehen, im Hebräischen steht es für König oder Gott. Im Christentum hingegen meint es eher das Gegenteil. Nämlich Dämon. Welchem Idol man folgen will, lassen die Jungs offen.

BAAL sind das jünste Kind der Münchner Autonomica Familie und werden hierzulande sicher noch für frischen Wind sorgen. Es gibt seit zwei Tagen ein Mixtape, auf dem sie uns schon mal zeigen, was uns zu erwarten hat. Motiviert zum Feiern-gehen. Motiviert zum Konzentrierten-zuhören. Lasst Euch weit wegtragen. Der Anfang ist unglaublich. Episch. Schön. Düster. Explodierend. Wirklich. Jetzt sind die Worte weg.



MAXOLOGY

Hach, toll. Man schreibt einen Sommer in den späten 90ern. Olly blättert eine Zeitschrift durch und sieht darin ein Bild von Maxine. Nach zwei Wochen treffen sie sich, werden Freunde, dann ein Paar. Mittlerweile sind sie verheiratet und machen so ungefähr alles zusammen, was man zusammen machen kann. Vor allem aber Musik.

Die klingt gleich so kompakt, dass man gar nicht ahnen kann, dass die von zwei verschiedenen Personen ist. Deephouse- und Techhouse-Harmonie. Passt einfach super. Tja, MAXOLOGY wird für uns einfach eine Einheit bleiben. Zusammen eins und so. Geht irgendwie auch aus dem Namen hervor.



Bildquelle: "Gulliver's Collection" auf FLickr unter CC-Lizenz