Musikmeldungen
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Mittwoch, 23. Juli 2014, 00:00 Uhr

Erlend Øye - Garota

Neuer Track plus Video

Anfang Oktober veröffentlicht Erlend Øye sein Soloalbum Legao. Den neuen Track "Garota" gibt's jetzt schon im Stream - inklusive Video.

Gedreht wurde das in Seoul, mit darstellerischer Unterstützung von Hana Lee, einer koreanischen Schauspielerin. Der Titel selbst ist allerdings Portugiesisch und bedeutet so viel wie Mädchen oder Göre.



Falls ihr euch in letzter Zeit mal gefragt habt, was der Norweger in den letzten Jahren so getrieben hat: Erlend war ziemlich viel unterwegs. Unter anderem hat er ein bisschen Zeit mit der Bulgarin DENA im Studio in Berlin verbracht, ein Jahr lang in Italien gelebt und war auch mal eben in Reykjavik unterwegs. Dort traf er sich mit der Band Hjálmar im Studio, wo er den neuen Song "Fence Me In" aufgenommen hat.



In "Fence Me In" geht es - wie könnte es fast anders sein - um die Liebe. Doch nicht diese zuckersüße Röschen-und-Täubchen-Liebe. Sondern um die freie Liebe: "Warum müssen wir uns immer entscheiden, wen wir lieben wollen?" Eine recht simple Frage, die uns Erlend stellt. Und einleuchtend. Eifersucht mache schließlich alles kaputt, wie er singt. Ein Appell daran, in der Liebe nicht einzuengen. Schön. So wie Erlend Øye das singt, könnte man es fast blind unterschreiben.

Nachdem uns ja eigentlich schon im Sommer mit "La Prima Estate" ein neues Solo-Album versprochen wurde, lechzen wir jetzt, zu viele Monate später, gierigst danach. Namen und Release-Datum hat es immerhin schon: Legao wird am 3. Oktober via Bubbles Records veröffentlicht. Dazu hätte ihn hauptsächlich sein Jahr in Italien inspiriert. Aufgenommen wurde es allerdings in Island, größtenteils mit Hjálmar.

Zu erwarten ist Øyesquer Alles-ist-gut-Fluff-Pop, ein bisschen Reggae und, auf was wir uns ganz besonders freuen, auch Pianostücke, die Erlend mit seiner zuckersanften Stimme begleitet. Auf italienisch - wie zeitlang angenommen - wird es aber nicht sein. Auf Facebook erklärt sein Label Bubbles Records, er hätte - trotz des großen, internationalen Erfolges vom italienischen "La Prima Estate", mal wieder Lust gehabt auf Englisch zu singen.

Wir freuen uns auf jeden Fall wie blöd auf die Platte. Immerhin ist das kommende Solo-Album etwas, das uns nach der bitteren Trennung von The Whitest Boy Alive nicht komplett in tiefe Depressionen stürzen lässt. Auch die letzte Veröffentlichung von Kings of Convenience liegt nun schon über f
ünf Jahre zurück. Fatal. Die Musikwelt ist einfach nicht das selbe ohne Erlend. Sie gleicht einem dunklen, schimmligen Ort, ohne Liebe, Freude und Babykatzen. Bevor wir gedanklich jetzt aber in ein tiefes, tiefes Loch fallen, posten wir lieber noch einmal "La Prima Estate".