Musikmeldungen
dieneuensongsimprogramm
Montag, 31. März 2014, 00:00 Uhr

Die neuen Songs im egoProgramm

Wir finden, was gut ist

Ob die heiß ersehnte neue Single der Lieblingsband, den Lokalhelden aus Deutschland oder dem nächsten Hype von irgendwo - egoFM ist immer einen Schritt voraus und stellt euch die besten Neuerscheinungen vor...

Broken Bells - Holding On For Life (Solomun Remix)
Von "Holding On For Life" konnten wir uns nur schwer verabschieden. Doch was muss, das muss - immerhin spielen wir es seit November im egoProgramm. Zum Glück kam dann mal eben Solomun daran vorbei und lieferte eine Neufassung davon, dass wir den Song dann doch noch ein bisschen behalten können. Dynamischer. Tiefer. Vor allem die hochgepitchten Gitarren gefallen. Zu Solomun braucht man auch nicht viel mehr sagen, zumal er spätestens seit "Kackvogel" mit dem kauzigen Eremiten EDEKA Liechtenstein allen ein Name außerhalb der Deephouse-Landschaft ist.




Grand Analog feat. Shad - The Great Rhyme Dropper
Das kanadische Kollektiv Grand Analog hat's raus, wie man langfristig im Ohr bleibt. Die protzen - so hört es sich zumindest an - mit einem optimalen Zusammenspiel von Musikern, Plattensammlern und Beatjunkies. Für diese funkige Nummer haben sie sich den kanadischen Rapper, ursprünglich aber Londoner aus Ontario, Shad ins Boot geholt und alles richtig gemacht. Die Line "right about now, the great rhyme dropper" ist zwar an den Rockafeller Skank angelehnt und das Video (vielleicht) an Pharcydes "Drop", aber schaffen tun sie mit dem Song trotzdem was Neues. Nicht zuletzt wegen der dubbigen Einflüsse.



Ben Khan - Youth
Den Londoner haben wir schon länger auf dem Schirm, allerdings gab's von ihm bis jetzt keinen seiner drei Songs zu kaufen. Nirgends. Seine Tracks sind allesamt richtige Bretter, die am ehesten zwischen Soul, modern Funk und R'n'B zu verorten sind. Die Instrumentalisierung scheint anfangs ungewöhnlich, im Nachhinein ist dafür die Feststellung, dass es nicht besser sein könnte, felsenfest. Mit dem vierten Track hatten wir jetzt endlich die Möglichkeit, unser Geld in ihn zu investieren. Sonst hält er sich auch eher bedeckt (es gibt bis jetzt nur ein Interview); gerade tastet er sich langsam an seine Fans ran. Wir wissen bisher nur soviel, dass er sehr viel Persönlichkeit in seine Musik packt ohne gleichzeitig Persönliches preiszugeben. Man gehe ja schließlich auch nicht auf sonstwen zu und erzähle dem seine Lebensgeschichte.



Bad Suns - Salt
Hm. Schlechte Sonnen. Schließt sich irgendwie gegenseitig aus. Lange kennen wir sie noch nicht, mit ihrer EP Anfang des Jahres machten sie dann schließlich scheinend auf sich aufmerksam. "Salt" ist ein Song daraus. Da passen die Lyrics auch nicht unbedingt zur Musik. Hört man da nicht genau hin, befindet man sich in seiner Vorstellung plötzlich im Sommer am Pool mit einem farbenfrohen Cocktail in der Hand. Tja, schade. Diese Vorstellung wird nun zerstört, weil das lyrische Ich nicht mehr auf die reale Welt klarkommt und sich davor verschließt. Supernova muss man aber erstmal nicht befürchten.



The Black Keys - Fever
Ziemlich verstört sind wir gewesen, nachdem wir uns den Trailer zum neuen Black Keys Album Turn Blue angesehen hatten. Da sitzt ein creepiger Typ vor der psychedelisch gestalteten Platte und erzählt, wie er förmlich in uns eindringt. Die Musik darauf wird aber hoffentlich nicht so angsteinflößend sein. Auf "Fever" können wir schon mal erste Eindrücke daraus sammeln. Da klingen die Black Keys auch unverwechselbar nach Black Keys. Daran, dass sie schräge Songtexte verwenden, haben wir uns zum Glück auch schon gewöhnt:  "Fever got me guilty // Just go ahead and kill me".