Musikmeldungen
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Freitag, 20. Juni 2014, 07:00 Uhr

Øya Festival

Der egoFM Festivalsommer

Das hipste und größte Festival Norwegens zieht um - das Øya Festival (sprich: Öhh-Ja) wird also noch hipper und noch größer.

Outkast Queens of the Stone Age The National Conor Oberst
Röyksopp & Robyn Neneh Cherry Darkside Jungle
Blood Orange Clean Bandit Neutral Milk Hotel Janelle Monáe


In 15 Jahren Festivalgeschichte fand das norwegische Open Air immer im Mittelalterpark in Oslo statt – irgendwo zwischen Ruinen, einem großen kitschigen Teich und gruseligen Skeletten, die dort immer noch unter der Erde liegen (wahrscheinlich lauernd auf ihre große Chance, euch die Schnürsenkel zusammenzubinden).

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2014 werden jetzt die Koffer gepackt und das Festival zieht vom 5. bis 9. August rüber in den Tøyenpark. Der liegt ebenfalls im Zentrum von Oslo und ist zusätzlich etwas größer, so dass es jetzt genug Platz gibt, um zum Beispiel erstmalig eine komplett neue Zeltbühne aufzustellen. Das ist praktisch, weil es in Norwegen bekanntermaßen nachts recht hell bleibt, was super für Nachtschwärmer, aber wiederrum ungünstig für spektakuläre Lightshows ist. Falls jetzt also eine Band richtig auf die Lichthupe drücken möchte, tja, ab mit denen ins Zelt.

Wie das Ganze ungefähr aussieht, zeigt euch das folgende Animationsvideo der Festivalfläche 2014 (ohne Pixar Charaktere):



Neben der neuen Location hat das Øya dieses Jahr auch wieder ziel- und geschmackssicher ein Hammer Line Up zusammengebastelt. Das fängt schon mit Outkast und den Queens of the Stone Age an, zwei absoluten Live-Megakrachern. Weiter geht es mit The National, Jungle, Clean Bandit, Darkside, St. Lucia, Joey Badass sowie Röyksopp & Robyn.

Neneh Cherry kommt ebenfalls. Da kann man ja vielleicht gleich hoffen, dass sie sich mit Robyn kurz live zusammentut, für eine gemeinsame Performance von „Out of the Black“?



Das Øya ist mit 15.000 Besuchern übrigens immer recht fix ausverkauft und ein sympathisch kleines Festival mit sehr gewissenhaften, intelligenten Besuchern. Die meisten haben einen Uniabschluss, sind über 25 Jahre und sogar stilbewusst gekleidet.

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Auch wenn ja jedes Festival immer auf „Uuuuuh, die Umwelt muss geschützt werden!“ macht (und dann wirft doch wieder keiner seinen Pfandbecher in die Mülltonnen bei Viva con Aqua), das Øya hält das eigene Gelände wunderbar sauber, dank perfekter Mülltrennung, und achtet besonders beim Festival-Essen darauf, Produkte aus biologischen Anbau zu verwenden.

Saulecker und sauvorbildlich.

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Aftershowpartys gibt es natürlich auch. Diese finden praktischerweise einfach gleich in Oslo statt. Über 20 Clubs warten darauf, besucht zu werden, sobald die Bühnen abends um 23 Uhr schließen. Und wer lieber etwas Kultur oder Sightseeing möchte geht einfach ins Munch Museum und macht ein Selfie neben „Der Schrei“ – was wahrscheinlich ähnlich cool ist wie den schiefen Turm in Pisa abzustützen?

In allen Fällen ist Oslo eine wunderschöne Stadt, direkt an einem Fjord gelegen, und ihr solltet das Øya Festival mit einem kurzen Urlaub verbinden.

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Eine kleine Warnung jedoch: das Øya Festival ist nicht nur supergeil, sondern auch superteuer. Ungelogen, in Norwegen sind die Jungs und Mädels gefühlt alle Millionäre und dementsprechend kostet ein Bier umgerechnet 10 Euro. Bringt euch also vielleicht doch das ein oder andere Festival-Lebensmittel aus Deutschland mit in den hohen Norden.

Der Rest ist dann einfach nur noch richtig gute Musik, richtig tolle Menschen und eine richtig schöne Zeit.

►►► HIER geht es direkt zur offiziellen Seite des Øya Festival, mit allen Infos zu Line Up, Anreise und Übernachtungsmöglichkeiten.