Musikmeldungen
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Freitag, 20. Februar 2015, 00:00 Uhr

Monkey Safari zu Gast bei Max

Das ganze Interview zum Nachhören

Die Eltern waren zu Beginn nicht sehr begeistert, dass beide Söhne als DJs arbeiten wollten. Mit dem ersten Australiengig änderte sich das allerdings. Und genau dort gibt es auch den besten Club der Welt.

Die Brüder Lars und Sven bilden das sehr erfolgreiche DJ-Duo Monkey Safari. Mittlerweile jetsetten die beiden für ihre Gigs um die Welt, doch zu Beginn der Karriere waren die Eltern nicht sehr froh darüber, gleich beide Söhne als DJ arbeiten zu sehen:

Das hat sie schon gestört. Es hat ihnen nicht gefallen, weil sie sich nichts darunter vorstellen konnten und wie man damit seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Als dann unsere erste Australientour anstand, ist aber auch bei unseren Eltern der Knoten geplatzt und sie haben gemerkt: Oh, da geht ja doch was, nach Australien würde ich auch mal gern.
Von reinem Berghain-Techno halten sie sich fern. Bei ihren Sets versuchen sie trotzdem alle möglichen Genres zu vermischen. Von allem ein bisschen was eben. Aber: Gibt es ein Tabu, etwas, das man als House/Elektro-DJ einfach nicht macht? Altersvorsorge?

Man sieht ja immer nur die Bilder von den Partys weltweit. Im Grunde genommen sind wir aber zwei ganz normale Typen. Wir haben ja ein Leben außerhalb. Natürlich ist Musik ein großer Eckpfeiler in unserem Leben, aber trotzdem hat Sven seine zwei Kinder und ich hab meine zwei Hunde. Also klar, wir machen auch Altersvorsorge und Steuererklärung. Sonst landest du halt im Knast. Obwohl da mal aufzulegen, wie Johnny Cash damals... Monkey Safari at Folsom Prism.
In ihrer Heimatstadt Halle, "Hallewood" im Streetslang der urbanen Jugendbanden, haben Sven und Lars mittlerweile ihren eigenen Club aufgezogen, das Charles Bronson, wo sie trotz weltweiten Auftritten einmal im Monat Residenz halten. Den besten Club der Welt gibt es aber laut Monkey Safari in Melbourne.

Das Revolver Upstairs in Melbourne. Das ist eigentlich ein Thai-Restaurant, Donnerstag werden die Tische zur Seite geschoben und dann gehts bis Montag durch. Aber nicht in so einer Upfuck-alles-ist-erlaubt-Stimmung, sondern abends Party und Sonntagnachmittag legen lokale DJs mit extrem viel Ahnung von Musik auf. Da läuft dann so Ambientmucke. Der Laden ist bestimmt schon 20, 25 Jahre alt, komplett voll mit original Obeys und Banksys, die da vor Jahren mal hingeklatscht wurden, und Blechrollos zum Verdunkeln, sieht aus wie so eine Zombie-Meth-Höhle. Aber mit extrem guter Musik und einer ganz besonderer Atmosphäre.
Falls ihr also mal in Australien seid...

Hier könnt ihr das ganze Interview nachhören


Monkey Safari haben eben erst ihre neue EP Cranes veröffentlicht.
Sie legen immer am ersten Donnerstag des Monats in ihrem eigenen Club Charles Bronson in Halle auf und am 21. Februar auch wieder in Bayern. In Nürnberg in der Rakete.