Musikmeldungen
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Dienstag, 25. August 2015, 00:00 Uhr

Frittenbude zu Gast bei Max

Das ganze Interview zum Nachhören

Auf dem Rücken eines Lamas kam die Frittenbude ins Studio hereingeritten. Es ging ums Küken des Orion, aber auch um große Themen im Menschenleben allgemein: die Suche nach dem Glück. Ob sie es in Berlin gefunden haben?

Frittenbude stehen für lange, durchzechte Nächte, für Rebellion, für Haltung, für Euphorie und Ernüchterung. Kein Wunder, dass es sie vor wenigen Jahren von Niederbayern nach Berlin verschlagen hat. Sind sie wirklich so hedonistisch wie ihre Songtexte?

Wir sind auf jeden Fall sehr hedonistisch veranlagt, es gibt aber auch nachdenkliche Töne auf unserem Album. Hedonismus ist nicht alles, aber man sollte ihm so oft es geht frönen. Und anschließend die Nächte auch reflektieren. So sollte es laufen - Feiern und dann auch wieder Nachdenken. Auf dem Album ist es allerdings sehr ausgewogen, die hedonistischen und nachdenklichen Songs halten sich die Waage.
Und da, wo das am besten geht, ist wohl unsere Hauptstadt Berlin, wo sie seit fünf, sechs Jahren leben. Kann also nicht schlecht sein. Ihr habt also gefunden, was ihr gesucht habt?

Nee. Wär auch schade, wenn man auf einmal alles gefunden hätte und nicht mehr auf der Suche wär. Wir fühlen uns aber schon zu Hause. Man ist froh, wenn man mal rauskommt, aber auch unglaublich froh, wenn man wieder Heim kommt. Wir haben viel gefunden, was wir gesucht haben, zu suchen aufhören sollte man aber trotzdem nie, sonst wird's langweilig. Man kann sich in Berlin schon austoben. Man kann experimentieren, mit allem. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, nicht nur für Lamas.
Womit wir bei ihrer aktuellen Nummer und somit bei ihrer Musik wären: Nach drei Jahren haben sie vergangenen Freitag ihr neues Album veröffentlicht, Küken des Orion. Bei kreativen Bands wie der Frittenbude kann man sich sicher sein, dass da einiges an Soundmaterial zusammengekommen ist, von dem es auch vieles nicht aufs Album geschafft hat. Wie entscheidet man, was gut ist und was nicht?

Insgesamt haben wir zwei Jahre am Album gearbeitet und zwischendrin auch mal ne Woche Pause gemacht, was auch ganz wichtig ist. Wenn man bei einem Song aber mal gar nicht weiterkommt, bleibt er auch mal ein halbes Jahr liegen und wird dann erst vervollständigt. Es muss uns alle drei flashen, jeder muss es spüren. Wenn wir alle drei dafür sind, kann es nicht so verkehrt sein. Man spielt sich immer mal was vor, hat Ideen zusammen und nimmt auch was mit nach Hause. Und manchmal täuscht man sich natürlich auch. Da ist man von der Idee total überzeugt und nach nem Monat merkt man: Doch nicht ganz so gut.
Hier könnt ihr das ganze Interview nachhören:


Küken des Orion, das neue Album von Frittenbude, ist seit Freitag, 21. August draußen. Schaut sie euch unbedingt live an, sie sind toll, zum Beispiel am 10. Oktober in Stuttgart und einen Tag später in Würzburg. In die anderen egoFM-Städte kommen sie aber auch noch, versprochen!

Und hier das Video zu "Die Möglichkeit eines Lamas":