Musikmeldungen
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Montag, 23. November 2015, 00:00 Uhr

Mercury Prize 2015

Der Sieger steht fest

Der Mercury Prize kürt jedes Jahr das beste Album der britischen Musikindustrie - am Freitagabend war die Verleihung. Wer war eigentlich nominiert und wer hat im Endeffekt das Teil gewonnen?

Die Liste der Nominierten las sich teilweise wie ein Screenshot aus unserer Playlist. Keine Frage: Dieses Jahr kamen wirklich fette Alben in Großbritannien raus. Wie schön, dass der Mercury Prize sie alle ehrt – ganz unabhängig aus welcher Musikrichtung. Dennoch konnte am Freitagabend nur einer gewinnen... und zwar:

Benjamin Clementine – At Least For Now
Aufgewachsen ist Benjamin in London bevor er dann nach Paris ging, um sich dort als Straßenmusiker durchzuschlagen. Die Metrobahnhöfe und Brücken sind sein neues zu Hause an der Seine. Bis er von einem Agenten entdeckt wird.
Die Traurigkeit der Straße und die Suche nach seinem eigenem, persönlichen Glück hört man aber noch immer in seinen Liedern. Zu Recht das britische Album des Jahres - at least for now: nächstes Jahr wird es ja wieder ein neues geben.



Als hätten wir es voraus gesehen, kürten wir damals schon Benjamin Clementines Debütalbum zum Lieblingstonträger der Woche.


Wer auch noch eine Chance auf den Mercury Prize hatte? Hier sind die anderen elf Nominierten:

Aphex Twin – Syro



C Duncan - Archtitect


Eska - Eska


Florence + The Machine – How Big, How Blue, How Beautiful


Gaz Coombes – Matador


Jamie xx - In Colour


Róisín Murphy – Hairless Toys


Slaves - Are You Satisfied?


SOAK – Before We Forgot How To Dream


Wolf Alice – My Love Is Cool


Der Preis wird seit 1992 verlieren und soll eine Alternative zu den übermächtigen BRIT Awards sein. Zwölf Mitglieder sitzen in der Jury  - alles Leute aus dem Musikbusiness - und wählen aus den Einsendungen aus. Mitmachen kann jedes Album. Es muss nur in den vergangenen zwölf Monaten veröffentlicht worden sein und aus Großbritannien stammen. Die Gründer scheinen jedenfalls eine gewisse Vorliebe für die Zahl 12 zu haben…


Bildquelle: Facebook | Mercury Prize