Musikmeldungen
IMG_0563
Dienstag, 23. Februar 2016, 00:00 Uhr

Miss Kenichi zu Gast bei Max

Das ganze Interview zum Nachhören

Kurz vor ihrem Auftritt in München erzählte Katrin aka Miss Kenichi, wie sie selbst ihre Karriere losgetreten und was es mit ihrem Namen auf sich hat. Ein musikalisches Zuckerli in Form eines Live-Songs gab es auch noch. Lecker Schmecker!

Manchmal wird ja gesagt, dass nach 1 Uhr nachts nichts Gutes mehr passiert und man einfach nach Hause gehen soll. Bei Miss Kenichi war das Gegenteil der Fall. Ohne ihre unerklärliche, nächtliche Entschlossenheit hätte ihre Karriere und somit auch das Interview bei Max wohl nie stattgefunden. Vor ein paar Jahren litt sie unter einer Malblockade und griff eigentlich nur deswegen zur Gitarre in einem Atelier in Stuttgart.

Ich wusste ja gar nicht, wie man an einen Auftritt rankommt, also bin ich in die tolle Bar, in der ich meistens sowieso rumgehangen bin, und hab den Chef gefragt, ob ich mal spielen könnte. Der hat mich nach einer Demo gefragt, die ich natürlich nicht hatte, weil ich noch nie im Tonstudio war. Ich hab dann gesagt, ich würde irgendwann nach Ladenschluss mal in den Laden kommen und spielen. Und wenn's gefällt, könnte ich ja mal ein Konzert geben. Den Termin haben wir ausgemacht, aber ich hab dann gekniffen. Und irgendwann, zwei Wochen später, lag ich nachts noch wach und bin auf einmal aufgesprungen, weil ich mir dachte "Ich muss JETZT da spielen!". Der Besitzer wollte natürlich erstmal wissen, was beim letzten Mal los war - und hat mich zur Strafe vor der vollen Bar spielen lassen. Was ich nicht wusste, er aber schon, war, dass all die Leute in der Bar aus der Musikbranche waren. Ich hab also gespielt und es hat ihnen gut gefallen. In der gleichen Nacht bin ich noch mit einem von denen in sein Studio und habe später mit ihm dort mein erstes Album aufgenommen.
Magic! Wer sich im Internet über Miss Kenichi schlau macht, findet schnell unzählige Umschreibungen für ihre zarte, ruhige Popmusik. Für viele ist so eine Kategorisierung ja enorm schwierig, Miss Kenichi, hat aber ihre eigenen Favoriten:

Ich mag die Vergleiche mit Landschaften, weil es in meiner Musik wahrscheinlich am ehesten um emotionale Landschaften geht. Ich würde es auch selbst als filmisch bezeichnen. Wenn ich Musik schreibe, hab ich immer einen Film im Kopf laufen, den ich versuche mit Musik zu bebildern. Es geht auch viel um Auslassung, also nicht alles zu erzählen und dann eben diese Landschaften zu entwickeln, die der Hörer selber befüllen kann.
Miss Kenichi hat nicht nur musikalisches und künstlerisches Talent, sie hat auch jede Menge liebenswürdiges Nerdwissen und sie interessiert sich für Oldtimer-Autos, fährt manchmal sogar Rennen. Toll!

Ich fahre nicht selber, bin eher die Beifahrerin. Aber wir haben so ein paar Gleichmäßigkeitsrennen gemacht, waren auf dem Nürburgring und so. Eine Weile sind wir jährlich zum Goodwood Oldtimer Festival, konnten das in letzter Zeit allerdings wegen Konzerten nicht mehr tun. Wir wollen aber nächstes Jahr wieder hin. Einmal durfte ich für ein Automagazin Reporterin sein, das war witzig.
Natürlich hatte Miss Kenichi auch ihre Instrumente dabei. Live hat sie uns ihren Song "Collision Time" eingespielt.

Hier könnt ihr das ganze Interview nachhören:


Ihr Album "The Trail" ist seit November 2014 draußen, im Moment tourt sie noch durch Deutschland. Hier könnt ihr die tolle egoFM-Studio-Version von "Collision Time" anhören:

>