Musikmeldungen
neuimegoProgramm
Freitag, 11. März 2016, 14:00 Uhr

Die neuen Songs im egoProgramm

Wir finden, was gut ist

Die neue Single der Lieblingsband, Lokalhelden aus Deutschland oder der nächste Hype von irgendwo - wir stellen euch die besten Neuerscheinungen vor und hauen sie gleich noch ins egoProgramm. Das gibt's diese Woche zu entdecken...

Dope Lemon - Uptown Folks
Angus Stone hat sich mal wieder selbstständig gemacht - diesmal jedoch nicht unter seinem wahren Namen, sondern eben als Dope Lemon. Netter Versuch, Angus, dachtest wohl, du könntest bei Null anfangen und die Leute dazu bringen, deine Songs unvoreingenommen von deinem bereits bewährten Talent anzuhören. Vielleicht wollte Angus Stone aber auch nicht mit jeder Solo-Veröffentlichung neben seine Schwester gestellt werden, wobei sich die beiden im Alleingang doch eigentlich sehr unterscheiden: Während Julia Stone eher dieses süße Pop-Ding durchzieht, geht es bei Angus schon gitarrenlastiger zu. "Uptown Folks" wird mitte des Jahres auf Dope Lemons Debütalbum Honey Bones erscheinen.



The Coral - Holy Revelation
Wir sind alt. Zu verdanken haben wir die Erkenntnis The Coral, deren Debütalbum vor 14 Jahren erschienen ist. Wie schnell die Zeit doch vergeht, Kinnas. Während ihrer Lebenszeit hat die englische Band diverse Phasen durchgemacht, mit ihrem neuen Album, Distance Inbetween, geht es jedoch wieder fast an die Anfangszeit zurück - zum guten, alten Psych-Rock. Die Nummer "Holy Revelation" kommt dabei jedoch mit einem etwas schrammeligeren Riffs daher. Wir mögen's.



Parquet Courts - Berlin Got Blurry
Wer sich bis jetzt dachte: "Mensch, Berlin wollte ich schon immer mal sehen, aber die Leute da sind so komisch", der darf sich jetzt freuen. Im Video zu "Berlin Got Blurry" nehmen euch die Parquet Courts nämlich mit auf eine Rundreise durch unsere nächtliche Hauptstadt. Ihr neues Album, Human Performance, erscheint am 8. April via Rough Trade Records.



Kendrick Lamar - untitled 08
Sein Durchbruchsalbum To Pimp A Butterfly feierte noch nicht einmal Einjähriges, da haute Kendrick Lamar mal eben über Nacht ein neues Minialbum raus. Auf der Platte, die er selbst nur als Projekt bezeichnet, befinden sich acht neue, bisher unveröffentlichte und unbenannte Tracks. Zwei Titel davon hat er bereits letzten Herbst bei Stephen Colbert in der Sendung und diesen Januar bei Jimmy Fallon live performt, "untitled 08" hört ihr ab sofort im egoProgramm.

Gregory Porter - Don't Lose Your Steam
Gregory Porter erkennt man zum einen stets daran, dass man kaum etwas an ihm erkennt: Sein Markenzeichen ist ein Tuch, das er sich um den Kopf gewickelt hat, und darauf eine Ballonmütze. Das sieht irgendwie ulkig aus, einen richtigen Grund, warum er sie trägt gibt es nicht. Er meint nur, es sei sein Jazz-Hut. Zum anderen erkennen wir ihn an seiner unverwechselbaren Stimme. Schon in Kindertagen sang er mit seiner Mutter, die Pfarrerin war, in einem Gospelchor. Früh entwickelte er eine Vorliebe zu Nat King Cole und Nina Simone. Das hört man auch heute noch. Er vermischt Jazz mit Soul und R'n'B. Eine Mischung, die ihm schon zwei Grammy Nominierungen einbrachte. Nun hat er ein neues Album angekündigt, Take Me to the Alley, das am 6. Mai via Decca Records/ Universal Music veröffentlicht wird. Wie der Vorbote "Don't Lose Your Steam" klingt, hört ihr ab sofort im egoProgramm.

Kid Simius feat. Pari San - Grapefruit
Mit seinen beiden EPs Who The Fuck Is Kid Simius und El Classico und schließlich dem Album Wet Sounds hat der Spanier allen klargemacht, dass er nicht zu den herkömmlichen Musikern gehören will. Kid Simius aka José Antonio García Soler kreierte nämlich sein ganz eigenes Genre, das er liebevoll "Surf'n'Bass" nennt. Damit hat er es nicht nur ins Vorprogramm von Major Lazer geschafft, sondern auch gleich in die Marteria-Ripke-Gang. Nächste Woche veröffentlicht Kid Simius seine neue EP, Jirafa Waves, mit der er prompt eine kleine Tour startet. Den neuen Song "Grapefruit" gibt es bislang noch niregnds in diesem Internet zu hören, sondern nur bei uns.

Damien Jurado - Qachina
Bereits seit zwei Jahrzehnten versorgt uns Damien Jurado mit wundervollstem Folkrock-Pop, so richtig bekannt wurde er allerdings erst mit dem Remix, den der Wiener Produzent Filous letztes Jahr von seinem Song "Ohio" gebastelt hat. Dass Filous aus der Mischung zwischen entspannter Gitarrenballade und tanztauglichen Feierabend-Beats genau den Nerv der Zeit getroffen hat, ist unbetritten. Allerdings ist es höchste Zeit, Damien Jurado auch ohne Bumm-Bumm-Beat unterlegt zu lieben. Damien Jurado, der hauptberuflich übrigens als Vorschullehrer arbeitet, veröffentlicht am 18. März nämlich sein neues Album Visions Of Us On The Land. Mit dabei ist die wundervolle Nummer "Qachina".



Samaris - Wanted 2 Say
Samaris haben wir vor knapp drei Jahren in einer kleinen Bar in Reykjavík entdeckt. Das damals noch nicht mal volljährige Trio hat uns innerhalb weniger Sekunden überzeugt. Die beiden Mädels Áslaug Rún und Jófríður umrahmen mit Gesang und Klarinette ihren Bandkollegen Þórður Kári, der sich um das kühle, wummernde Electronica-Gerüst kümmert.
Nach ihrem Debütalbum Samaris (2013) und dem Nachfolger Silkidrangar (2014) veröffentlicht das Trio heuer das dritte Album. Die Platte wurde in Irland, Berlin und Reykjavík aufgenommen - an alle den Orten eben, wo sich die Bandmitglieder mittlerweile niedergelassen haben. Der erste Vorbote ist die treibende Nummer "Wanted 2 Say", die offiziell erst am 8. April veröffentlicht wird. 



Ry X - Only
Mit so viel zarter Leichtigkeit brutale Melancholie ausdrücken - das kann der Australier ganz schön gut. Dass er entdeckt wurde, verdanken wir spitzohrigen Kollegen in Coasta Rica. Mit 18 Jahren schmiss Ry X nämlich seine Ausbildung und reiste in das Land der Faultiere. Kurz darauf zog es ihn dann nach Los Angeles, wo er an seiner Musikkarriere arbeiten konnte. Durch diesen Ortswechsel wurde seine Musik zum Glück nicht sonnig-poppig, sondern blieb traurig schön.
Im Mai erscheint nun endlich sein neues Album Dawn, das er auch prompt mit auf Tour nimmt - die ihr keinesfalls verpassen solltet. Wir können uns nämlich noch an das letzte Konzert in München erinnern, das so wahnsinnig verträumt und sphärisch war. Deswegen mussten wir euch einfach den Termin in München klarmachen - am 14. Mai nehmen wir euch mit ins MMA.



Alice On The Roof - Feel Tonight
Nachdem die junge Belgierin mit ihren Tracks "Easy Come Easy Go", "Mystery Light" und "Lucky You" den genau richtigen Nerv getroffen hat, folgt der neue Song "Feel Tonight", der ähnlichen Erfolg verspricht - auch über Brüssel hinaus. Bis ihr Debütalbum Higher veröffentlicht wird, hört ihr Alice On The Roof mit "Feel Tonight" erst mal nur im egoProgramm.

AnnenMayKantereit - Mir wär lieber, du weinst
Wir waren so frech und haben AnnenMayKantereit um einen weiteren, noch unveröffentlichten Song bezirzt. "Mir wär lieber, du weinst" ist das Pendant zur letzten Single "Pocahontas". Aus den Lyrics "Und mir ist nicht egal, wie gut du mich kennst und mir ist nicht egal, wie du mich nennst und mir ist nicht egal wo du gerade pennst" wird also "Ich will nicht mehr wissen, wo du pennst. Ich will nicht mehr wissen, die du mich nennst. Ich will nicht mehr, dass du mich so gut kennst". Da wäre es Frontmann Henning May eben lieber, wenn die ominöse Protagonistin von Alles Nix Konkretes weinen würde - er versteht schließlich eh nie, was sie meint. Auch diesen Song gibt es erstmal nur bei uns, bis am 18. März, dann endlich, endlich das erste richtige Album der Kölner, Alles Nix Konkretes erscheint.

Beaty Heart - Flora
Die Londoner Klangexperimentalisten um Beaty Heart veröffentlichen diesen Sommer ihr zweites Album, für das sie Produzenten Dave Wrench (Caribou, Jungle, FKA Twigs) anheuern konnten. "Flora" ist eine neue Kostprobe, die angenehm an die früheren alt-j erinnert.



Fortuna Ehrenfeld - Matrosen
Schon wieder so irre talentierte Kölner! Was ist denn da bei denen im Wasser, dass sich seit geraumer Zeit in regelmäßigen Abständen der nächste größte Shit präsentiert - wir nennen nur mal VIMES, Golf, Neufundland, ach und natürlich diese AnnenMayKantereit. Nun grüßen Fortuna Ehrenfeld aus "somewhere in dingdong" mit ihrem leichten, vom Beat getriebenen Deutsch-Pop. Ihr Debütalbum Das Ende der Coolness Vol. 2 wurde am 26. Februar veröffentlicht.



SAFIA - Make Them Wheels Roll
Zu Zeiten Chet Fakers und Flumes ist es hart, als Australier noch wirklich ins Ohr zu stechen - da muss man schon ordentlich auffahren. Das Trio SAFIA ist diesbezüglich der beeindruckendste Anwärter auf den neuen Elektro-Soul-Titel. Ihre vier-trackige EP Embrace Me wurde am 4. März veröffentlicht, mit dabei ist die Nummer "Make Them Wheels Roll", die ihr ab sofort im egoProgramm hört.



Digitalism - Battlecry
Die ersten Sekunden von Digitalisms "Battlecry" lassen Erinnerungen an ein anderes Elektro-Duo aufkommen. Ein sehr, sehr erfolgreiches anderes Elektro-Duo: Daft Punk. Das könnte auch die Richtung sein, die die beiden Hamburger mit ihrer Musik anstreben wollen. Nach ihrem zweiten Album I Love You, Dude (2011) haben Digitalism vor einiger Zeit das dritte Album Mirage angekündigt, das am 13. Mai via Magnetism Records/PIAA erscheinen wird. Die beiden Songs "Wolves" (2014) und "Second Chance" (2015) werden darauf jedoch nicht vertreten sein.



Poliça - Melting Block
Noch vor nicht allzu langer Zeit waren Poliça mit United Crushers unser Lieblingstonträger der Woche - was an sich schon für Qualität steht, allerdings haben wir es hier mit einer wirklich, wirklich guten Platte auf sich. Klar, der Maßstab war auch eindeutig: United Crushers sollte die beste Platte denn je werden. Kein Wunder also, dass wir nun den fünften Track der Platte auf unsere Rotation packen. Auf ihrer Homepage schreiben sie zu zum Song:

"Melting Block" starts its story off with an "everyone's-a-sheep-in-wolf's-clothing"-type mantra and evolves into a giant middle finger pointed at the societal effects of commercialism.
Genug gesagt.



Urthboy feat. Sampa The Great & Okenyo - Second Heartbeat
Es ist nie verkehrt, sich die wichtigen Dinge in doppelter Ausführung anzulegen. Wie zum Beispiel so einen Herzschlag. Badum-Tss, aber nun zum Wesentlichen. Tatsächlich ist "Second Heartbeat" die zweite Single des kommenden fünften Albums, das der Australier Tim Levinson heuer veröffentlichen wird. Im Interview mit triple j meinte Urthboy:

The premise of this song is about family and the connectedness we have across generations even if we are aware or unaware of it.

Für den Song hat sich Urthboy weibliche Unterstützung geholt: Zum einen von seiner australischen Kollegin Okenyo, die mit ihrer souligen Stimme dem Song die ordentliche Würze verpasst, zum anderen von der Rapperin Sampa The Great, die ein paar Verse über ihre eigene Familie in Zambia und Botswana loslässt.