Musikmeldungen
neu im Programm_ego
Montag, 21. März 2016, 00:00 Uhr

Die neuen Songs im egoProgramm

Wir finden was gut ist

Die neue Single der Lieblingsband, Lokalhelden aus Deutschland oder der nächste Hype von irgendwo - wir stellen euch die besten Neuerscheinungen vor und hauen sie gleich noch ins egoProgramm. Das gibt's diese Woche zu entdecken...


Mura Masa - What if I go?
Hinter Mura Masa verbirgt sich der 26 Jahre junge Sänger, Produzent und Multi-Instrumentalist Alex Crossmann. Wir ersparen euch jetzt die Aufzählung seiner diversen Instrumente und erzählen euch lieber, wie er zum Musikmachen kam: Der von den Kanalinseln stammende Musiker wurde entdeckt, als er 2014 ein Mixtape Soundrtrack to a Death auf Soundcloud postete. Prompt wurde er von dem deutschen Label Jakarta Records aufgegriffen, inzwischen ist er allerdings bei Interscope Records unter Vertrag.
Wir finden „What If I Go“ jetzt schon extrem ohrwurmanfällig, aber hört selbst, wir haben euch ja gewarnt.



L'Aupaire - Flowers
Hier haben wir einen ganz besonderen Künstler für euch, mit einer besonderen Affinität für Klänge. Ihm war es egal, ob sein Künstlername eventuell eine falsche Fährte legt. Ihm war dabei lediglich wichtig, dass er schön klingt und eine Assoziation mit Frankreich war ihm auch recht.

Ich mag Frankreich auch sehr und hab da viele Assoziationen die bei mir aufgehen, das hat also gut gepasst


Somit ist Robert Laupert ein deutscher Künstler, mit einem fanzösischen Künstlernamen und einer wundervoll rauen, englischen Stimme. Jetzt, sagt er, habe er sich endlich mit seiner Stimmfarbe angefreundet. Das habe ihn zwar einige lange und einsame Monate in Budapest gekostet aber ab sofort könnt ihr das Ergebnis bei uns im Programm hören und lasst euch sagen, es ist fabelhaft. Selbstverständlich müssen wir euch zu so einem guten Künstler auch mitnehmen.

Anohni - Drone Bomb Me
Bei diesem britischen Künstler, dessen wirklicher Name Antony Hegarty ist, lohnt es sich ganz genau hinzuhören und im Fall von "Drone Bomb Me" auch hinzusehen. Denn bei Anohni handelt es sich nicht um einen dieser Sänger dessen Pop-Balladen leise im Hintergrund laufen können. Er ist einer der wenigen Sänger, der mit seiner flehenden und doch starken Stimme Musik und Politik zusammenführt, um von globaler Klima-Erwärmung ("4-Degrees") oder, wie in "Manta Ray", über vom Aussterben bedrohte Tierarten zu singen. Warum sich "Drone Bomb Me" nicht nur anzuhören, sondern auch anzuschauen lohnt, zeigt der Videoclip. Dort sing Naomi Campell mit Anohni's Stimme von einem syrischem Mädchen, dessen Familie von einem amerikanischen Drohnen-Angriff ausgelöscht wurde. Doch das ist nur die erste Ebene der Interpretation: Naomi kann auch als Anwältin der unterdrückten Afro-Amerikaner gesehen werden. Alles in Allem ein hoch emotionales Kunstwerk, das ihr euch unbedingt anschauen solltet. 

Drangsal - Love Me Or Leave Me Alone
Mit Drangsal haben wir hier ein Schmankerl für alle Fans des 80-Jahre angehauchten Pops, inklusive ausgewaschener Jeansjacke. Der deutsche Sänger Max Albin Gruber sieht seine Musik auch genau als solches - nicht als Jeansjacke, sondern als eine Blaupause zwischen The Cure, Ian Curtis und The Smiths. Auch passend zu den 80ern, antwortete er auf die Frage, wohin eine Zeitreise gehen würde: "Ich würde mir gerne anschauen, als die Einstürzenden Neubauten einen Molotowcocktail ins Publikum geworfen haben, ich würde gerne auf ein Talking Heads-Konzert gehen, ich würde gerne Black Flag live sehen, als Henry Rollins noch der Sänger war ...".

Mine - Katzen
Die gebürtige Mainzerin erzählt mit ihrer elekronischen, mit HipHop angereicherten Musik ganz eigene Geschichten, die sich schon fast wie kleine Märchen anhören. Einerseits traurig, andererseits mit einem Hoffnungsschimmer versetzt, scheint sie die Welt aus der Perspektive einer erwachsenen Frau zu schildern, die sich inmitten von sozialen Verfänglichkeiten wiederfindet. Wir hätten gern, dass sie uns noch ein bisschen mehr von ihrer verdrehten, verrückten und teilweise auch düsteren Welt erzählt.

Ich hab nie in die Uniform gepasst, ich hab die großen Reden immer verpasst, ich war zu wenig Chamäleon, ich war immer ganz hinten an der Front.

Peter Björn and John - What You Talking About?
Die dreiköpfige Band aus Stockholm hatte ihren Durchbruch mit "Young Folks". Dieser Song wurde nicht nur für die Serie Gray's Anatomy verwendet, sondern auch zu "Ich kann nix" ummodelliert und von Nena, Oliver Pocher und Stephan Remmler gecovert - was eher nicht so gute Referenzen sind. Jetzt steht "What You Talking About" auf dem Plan und weckt die ein oder andere Erinnerung an unser eigenes Leben. Hätten wir nur damals schon den Leadsänger Peter Morén an unserer Seite gehabt, der "No, I can't understand what you talking about" unserem Gegenüber entgegenschmettern könnte.  

Oyster Kids - Lips 
Das Duo aus Los Angeles ist praktisch über Nacht aus dem Boden geschossen, gut, dass sie nicht Mushroom Kids heißen (ja der war flach). Mit ihrem ersten Song „Creepy“ landeten sie im Grunde über Nacht einen Erfolg. Mit diesem Indie-Pop Stück, erinnern sie uns daran, dass wir viel zu oft unsere wahren Gefühle hinter einer starren Maske verstecken und kaum unserer Rolle in der Gesellschaft entfliehen können. Nach dem großen Erfolg von „Creepy“ stellten sich viele die Frage, ob ihre erste Single ein Schnellschuss war und demnächst unter „One-Hit-Wonder“ verbucht werden kann. Doch auch mit „Lips“ werden wir ganz und gar nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil, dieser Song macht uns neugierig auf das, was Oyster Kids noch zu bieten haben.

Domo Genesis feat. Anderson .Paak - Dapper
Der Südkalifornier hat mit Genesis sein erstes eigenes Album herausgebracht. Dabei lässt allein das Featuring darauf schließen, dass wir einiges auf die Ohren bekommen werden: Wiz Khalifa, Mac Miller und Jucy J sind unter anderem als Kollaborationspartner zu nennen, den Anfang macht aber Anderson .Paak mit der Singel "Dapper". Mit diesem Song ist ein Track entstanden, der sich am besten als smooth beschreiben lässt. Jazzige Einflüsse, sowie angenehme Jams lassen uns sofort an California Funk denken, ein perfekter Einstieg also für Domo Genesis neues Album, Genesis

The Rubens - Hoops
Fünf Jungs aus Wales und eine alternativrock Single - nur das war nötig, um unser egoMusikherz zu erobern. Anscheinend sind aber nicht nur wir dem Charme ihrer Musik verfallen. Denn sie wurden nur so von Auszeichnungen und Nominierungen überhäuft, u.a. dem J Award für Album des Jahres (The Rubens) und dem besten Musikvideo in 2012 („My Gun“). Von uns bekommt „Hoops“ den Preis für das beste in-einem-Raum-Video, dass auch noch gut zum Text passt. Ab sofort gibts "Hoop" bei uns im ego-Programm zu hören.   



PJ Harvey - The Community of Hope
Vor einem Jahr hatte PJ Harvey bereits deutlich gemacht, dass sie an ihrem 9. Studioalbum arbeitet. Im Rahmen einer Ausstellung mit dem Namen "Recording in Progress" hat sie Teile des neuen Albums öffentlich im London Museum aufgenommen. Damit ist es schon fast mehr ein Kunst- und Performance, als ein Studioalbum. Für den Feinschliff im Studio ist die 46-Jährige dann allerdings auch noch nach Washington, nach Afganistan und in den Kosovo gereist. Das Ergebnis, "The Commuity of Hope".