Musikmeldungen
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Montag, 22. August 2016, 00:00 Uhr

Die 5 neuen Songs im egoProgramm

Wir finden, was gut ist

Ob die innigst ersehnte neue Single der Lieblingsband, den Lokalhelden aus Deutschland oder dem nächsten Hype von irgendwo - hier gibt's jede Woche die besten Neuerscheinungen im egoProgramm.

James Hersey - Miss You
Ist halt kacke, wenn man so groß ist - da sind Herz und dessen Kummer gleich dreimal so groß. Das zeigt sich dann besonders, wenn der zwei Meter-Hüne einen noch nicht eingetroffenen Verlust betrauert. Besonderer Vorteil: Schulkinder könnten anhand des Songs prima Conditional I Simple üben.
"Miss You" könnte dem in Berlin lebenden, österreichischen Amerikaner endlich auch den richtigen internationalen Hype verschaffen. Das Label stimmt schon mal: Mit Chvrches, Aurora, Daughter und Flight Facilities befindet er sich bei Glassnote Records in bester Gesellschaft.

Bon Iver - 22 (OVER S∞∞N) [Bob Moose Extended Cab Version]
Ihr hättet in die egoRedaktion sehen müssen, als rauskam, dass Bon Iver neue Songs in der Pipeline hat und diese alsbald veröffentlichten will. Augenblicklich bildete sich ein summender Ringelreigen, um die süße Tristesse zu zelebrieren, die auf uns zukommt. Ganz so traurig wie erwartet ist der neue Track letztendlich aber dann doch nicht. Gerade ab Minute 1:45, wenn erst Saxophon und 20 Sekunden drauf die starke Background-Stimme auftauchen. Das ist dann schon verdammt attraktiv.
Der Song ist Vorbote des neuen Albums von Bon Iver, 22, A Million, auf dem sich noch neun weitere, merkwürdig geschriebene Titel befinden (zum Beispiel "10 d E A T h b R E a s T ⊠ ⊠" und "715 - CRΣΣKS". Bewundern könnt ihr's ab dem 30. September.

dePresno - Hide & Seek
Mit dePresno gibt's mal wieder einen neuen, herrlich melancholischen Künstler aus Norwegen. Mit seinem Track "Forever" hat es der 20-Jährige schon 2015 auf die Musikblogs dieser Welt geschafft, gerade mal ein Jahr später hört man mit "Hide & Seek" schon eine klare Entwicklung: Der Song ist besser produziert, die elektronischen Elemente sind prägnanter, seine Stimme unfassbar stark und das ganze Geklicke im Hintergrund gibt dem Track noch einen gewissen Entdeckerfaktor. Solltet ihr auf dem Radar haben, diesen dePresno. Ende des Jahres veröffentlicht er seine Debüt-EP Forever.

Yukno - König Ohne Land
Was treibt Bands an, von einem Album aufs nächste den Namen zu ändern? Beim Fall Yukno, die vorher Neodisco hießen, könnten wir uns vorstellen, dass Namens- mit einem Imagewechsel zu tun haben könnte. Von Tracks wie "Partybitch III" und "Sommer in Stubenberg" distanzieren sie sich sowohl klanglich, als auch thematisch. Ernsthafter scheinen sie zu sein, kontrollierter. Die Steel-Pan-artigen Klänge, die sich immer mal wieder unter den Song mischen, drängen gedanklich weit, weit weg vom Stubenberger See und treiben viel mehr in karibische Gefilde. Nur der steirische Dialekt, der gelegentlich minimal ausschlägt, verrät noch die Wurzeln der Jungs.

Crystal Fighters - All Night
Ganz genau wissen wir nicht, was die Crystal Fighters zu sich genommen haben, aber sie sind ziemlich gut drauf. Der Ohrwurm von "Party all night, party all day, party all da-a-a-a-ay" hat auf jeden Fall die gleiche Wirkung auf unser Gemüt, dass wir uns richtig auf Oktober freuen, wenn die Crystal Fighters ihr drittes Album veröffentlichen.