Musikmeldungen
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Montag, 19. September 2016, 00:00 Uhr

5 neue Songs im egoProgramm

Wir finden, was gut ist

Jede Woche schmeißen wir viele, viele neue Songs ins egoProgramm. Die fünf interessantesten davon stellen wir euch an dieser Stelle vor.

Kishi Bashi - Can't Let Go, Juno
kishibashi sonderlust coverAuf seinem dritten Studioalbum (unserem Lieblingstonträger der Woche) verarbeitet der Geiger eine Schaffenskrise und die Strapazen der letzten Tour. Anders, als diese Tatsache vermuten lässt, ist Sonderlust allerdings kein Album, auf dem eine klagende Violine die Hauptrolle spielt. Vielmehr setzt K Ishibashi auf fulminante, elektronische Klänge. Der Schmerz wird dabei eher textlich verarbeitet, bei "Can't Let Go, Juno" singt er beispielsweise:

Well it's a new day, another full of heartbreak and every time I check in on myself I'm drinking my soul away.
 
Sin Fang - Lost Girls
sinfang spacelandDer Isländer hat letzten Freitag sein viertes Album Spaceland veröffentlicht. Statt seinem futuristischen, sphärischen Elektro treu zu bleiben, hat er sich damit eher auf poppig-trippige Klänge fokussiert, dass man nicht unbedingt auf die musikalische Unterstützung von Jònsi von Sigur Rós (der auch schon bei der ersten Singleauskopplung "Candyland" featurte) kommen würde. Mit dem Klang treibt Sin Fang deutlich nach vorne, was im direkten Kontrast zum psychischen Befinden des Isländers steht: Sindri Már Sigfússon wurde bei der Arbeit am neuen Album von ständigen Panikattacken begleitet. Spaceland war, wie er selbst sagt, seine Selbsttherapie.
 
Lee Fields & The Expressions - Special Night
leefields specialnightSollte das Bildungssystem jemals erkennen, dass in den Stundenplänen sowas wie Lebens- und Krisenbewältigung mithilfe von Musik fehlt, würden wir den Einzug von Lee Fields in den Lehrbüchern dringlichst empfehlen. Der Soulist ist mittlerweile schon seit einem halben Jahrhundert Musiker und hat uns über all die Jahre schon einiges über dieses emotionale Leben beigebracht. Mit seinem neuesten Song "Special Night" setzt er auf Orgelklänge und bringt uns lyrisch mal wieder etwas mehr über Liebe und Einsamkeit bei. Der Track ist der erste Vorreiter des kommenden Albums, das am 4.11. via Big Crown Records veröffentlicht wird.
 
Drangsal - Will Nur Dich
drangsal harieschaim coverAuf seinem Debütalbum hat die Drangsal (auch als Max Gruber bekannt) mit Retro-Klang und der textlichen Präsentation seiner düsteren Seele überzeugt - so sehr, dass wir Harieschaim damals zum Lieblingstonträger der Woche kürten. Auf dem Track "Will Nur Dich" hört man Einflüsse wie DAF in erster Linie, weil dies auch der einzige Song auf dem Album ist, auf dem deutsch gesungen wird. Dabei geht's um eine klassische Hassliebe:

Ich hab den Kopf voll mit Pflastersteine, weil du nie kapierst, was ich meine. Hab die Hosen voll gebroch'ner Beine, wünsch' mir insgeheim es wären deine. Und doch will ich nur dich und doch will ich nur mit dir sein

Vor anderthalb Wochen wurde das zum Track passende Video mit reichlich Glitches veröffentlicht. In Gastrollen brillieren Fabian Altstötter von Sizarr und Hendrik Otremba von Messer.
 
Roosevelt - Heart
rooseveltDer Kölner reitet gerade auf der Welle, tritt mühelos an einem Tag zwischen zwei Rockbands auf und gibt am nächsten den Live-Act vor DJ Koze. Und das schon bevor sein langersehntes Debütalbum erschienen ist. Roosevelt aka Marius Lauber wollte sich Zeit lassen und sein Werk erst der Welt präsentieren, wenn er selbst mit jedem Detail zufrieden sein konnte. 
Bei der egoFM Privataudienz gab Roosevelt in chronologischer Reihenfolge all die Einflüsse des Albums preis, von 80s Disco zu 00er Jahre Elektro-Punk. So kommt auch "Heart" mit treibenden Beats und hallenden Synthesizern daher, lockt vehement in den nächsten Tanzschuppen.