Musikmeldungen
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Freitag, 21. Oktober 2016, 00:00 Uhr

Reissues von Fettes Brot

Gebäck in the Days

Fettes Brot packen ihre alten Alben wieder aus und präsentieren euch das Brot der frühen Jahre neu.

Es ist 1996….. Ach gebt es doch zu: Ihr habt alle grade innerlich mitgesungen, oder? 20 Jahre ist es mittlerweile her, seit die Jungs von Fettes Brot im Dilemma steckten und sich einfach nicht entscheiden konnten, ob sie es wirklich machen, oder doch lieber sein lassen sollen.

Dass König Boris, Doktor Renz und Björn Beton wirklich schon so lange durch die Welt ziehen, ist vielen gar nicht so recht bewusst. Das liegt vielleicht daran, dass sie auf ihren Konzerten, mit Ausnahme vielleicht von "Nordisch by Nature", "Da Draußen" oder eben "Jein", tendenziell eher neuere Songs spielen.
Aber noch viel wichtiger: Die ersten vier Alben der Hamburger Band gab es bislang nicht digital und auch CDs oder Platten waren in den letzten Jahren eher schwer zu bekommen.

Das ändert sich aber jetzt: Denn Fettes Brot legen ihre ersten vier Alben neu auf und laden zu einer kleinen Zeitreise zu den Anfängen der Band ein.



Die Brote gründeten sich 1992 am Gymnasium Schenefeld und brachten zwei Jahre später ihre erste EP Mitschnacker auf den Markt. Der große Durchbruch kam schon mit dem zweiten Album und dem in der Originalversion stolze neun Minuten langen Mitgröhlsong "Nordisch By Nature“.
Die Nächste Platte Außen Top Hits, Innen Geschmack konnte mit „Jein“ da sogar noch einen drauf setzen. Für den Nachfolger Fettes Brot lässt grüßen hatten sie sich damals etwas ganz Besonderes ausgedacht: Sie ließen die echten Sprecher der Drei ??? kleine Intros und Outros aufnehmen, was das Album im Endeffekt ein kleines bisschen zum Hörspiel machte.



Diese vier Platten gibt es ab jetzt zum ersten Mal überhaupt als Downloads. Außerdem wurden die Alben, wie es heutzutage bei Neuauflagen eben üblich ist, nochmal neu gemastert und mit allen möglichen Bonustracks ausgestattet, sodass selbst eingefleischte Brot-Fans was Neues auf die Ohren bekommen.

Und warum sollte man sich darüber freuen? Schließlich gibt’s, mal abgesehen von den Bonustracks, ja jetzt nichts wirklich Neues.
Aber jetzt kann man sich endlich bequem alle Klassiker der Brote anhören und zwar ohne auf irgendwelche schlecht gefilmten Live-Versionen im Internet angewiesen zu sein. Außerdem kann man das Ganze zum Anlass nehmen, um mal wieder in Erinnerung an die alten Tage zu schwelgen.

Wie Nile Rodgers von Chic mal so schön gesagt hat:

I don’t want to live in the past, but it’s a nice place to visit.

Bildquelle: flickr | "Fettes Brot" von Thomas Helbig | cc by 2.0