Musikmeldungen
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Montag, 24. Oktober 2016, 00:00 Uhr

5 neue Songs im egoProgramm

Wir finden, was gut ist

Jede Woche schmeißen wir viele, viele neue Songs ins egoProgramm. Fünf davon stellen wir euch an dieser Stelle vor.

Fritz Kalkbrenner - Inside

FK GRANDDEPART COVERDer erste Tag der Tour de France ist der Grand Départ - und genauso heißt auch die neue Platte von Fritz Kalkbrenner, die am 14. Oktober via Suol (Warner) veröffentlicht wurde. Ein großer Auftakt für ein sehr reifes Album, was unglaublich markant klingt und sowohl leise, als auch laute Töne beinhaltet. Dennoch gibt sich Fritz, melancholisch wie immer, einem sehr organischen, elektronischen Sound hin und kann auch mit einem interessanten Songwriting aufwarten. Insgesamt bewegt sich das Werk eher in einem entspannten Bereich, der in der Mitte der Platte mit Nummern wie "Again" oder "Cerulean" aber durchaus auch tanzbar ist. Das Lied "Inside" ist eher für einen gemütlicheren Abend ausgelegt.

When time takes what you have - if it feels right. When the dark sky guides you home tonight. When we get lost together to find the light inside.
When life gets in his way of what you had in mind.


Malky - Play
malky-where is piemont aInternational konkurrenzfähiger Indie-Soul-Pop - den gab es zuletzt von Milky Chance, aber auch Malky könnten mit diesem Titel demnächst gesegnet werden. Dabei ist die Musik von Daniel Stoyanov und Michael Vajna nicht vergleichbar mit dem rotzigen, kratzenden Pop-Sound der Kasseler. Das Duo, das sich Gerüchten nach an der Popakademie in Mannheim kennenlernte und nun in Berlin zu Hause ist, zeigt eine glatte, warme und ausproduzierte, deutsche Soul-Pop-Seite. Mit ihrem neuen Album Where is Piemont, was am 28.Oktober bei Sony erscheint, werden sie im Winter einen fantastischen Soundtrack für schummrige Nächte am Kamin oder Plätzchenback-Partys liefern. "Play", die neue Nummer von ihrem Album, schlägt dabei voll in die aktuell so beliebte, Elektro-Soul-Pop-Kerbe.

Warhaus - The Good Lie

Warhaus-The-Good-Lie-1Warhaus ist vielleicht noch ein neuer Bandname in den Ohren, aber Balthazar dürfte den meisten bekannt sein. Einer der beiden Frontmänner der belgischen Gruppe, Maarten Devoldere, hat mit Warhaus ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem er sich vollends selbst verwirklichen kann. Das Album We fucked a Flame Into Being ist im September über PIAS erschienen. Warhaus verführt mit diesem Album den Teufel. Die Atmosphäre ist feurig, aber auch gelangweilt, als wäre man alleine mit einem Whiskey in einer Bar und versucht, die Bedienung rumzukriegen. Düster und verrucht, böse und erotisch, das ist die Stimme, die Maarten erhebt. Mit dieser Mischung schwirrt er irgendwo zwischen Depeche Mode, Tom Waits und Nick Cave. Beim Song "The Good Lie" wird seine bittere, charmante, tiefe Stimme durch die zuckersüße Klangfarbe von Sylvie Kreuschs Gesang in sphärische Höhen getragen.

Two Door Cinema Club - Lavender

I like cats. I have got two cats. They are so entertaining. When I go home I don't end up watching a lot of television, I just end up watching my cats.

TwoDoorCinemaClub GameshowOb Katzen die treibende Kraft hinter Two Door Cinema Club sind, lässt sich nur vermuten. Die Hürde des zweiten Albums haben die Iren auf jeden Fall schon hinter sich und legen mit Gameshow ihre dritte Platte über Warner nach. Stark ausproduziert ist alles, was man darauf zu hören bekommt. Poppig mit elektronischen Einflüssen und vielen kleineren Sythie-Spielereien von Produzent Jacknife Lee, der auch schon mit U2 zusammen gearbeitet hat. Dabei gibt es sicher für den geneigten Indie Fan mit Nummern wie "Lavender" viel Tanzpotenzial, um in die Disko zu gehen. Nachhaltig wird Two Door Cinema Club aber mit Gameshow nicht die Welt verändern.

Lee Fields & The Expressions - Make The World

LeeFieldsTheExpressions MakeTheWorldLee Fields hat alles was man braucht, um authentische Soulmusik zu machen: dezent viele Bläser, ein treibendes Schlagzeug mit viel Snare-Drum Einsatz und eine E-Gitarre. Aber das wichtigste ist natürlich seine warme, knisternde Stimme. Damit unterscheidet er sich wenig von vielen anderen Musikern seines Genres - stach bis zu seinem 56. Lebensjahr deswegen auch nicht wirklich heraus. Martin Solveig war es dann, der Lee Fields 2006 bekannt machte. Mit der Zusammenarbeit der beiden auf Jealousy war der Grundstein für größere Aufmerksamkeit gelegt. Und nun kann er auch mit seinem Ursprungssound endlich größere Massen begeistern. In Zeiten von Sythies und Autontune zeigt Lee Fields zusammen mit den Expressions wie guter, ehrlicher Funk und Soul klingen muss.