Musikmeldungen
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Donnerstag, 05. Januar 2017, 00:00 Uhr

Künstler, die wir auf dem Radar haben

Artists To Watch 2017

Die egoFM Musikredaktion stellt euch die Künstler vor, die 2017 durchstarten werden.

Tiggs Da Author

Für Fans von: Kendrick Lamar, Anderson .Paak

TiggsDaAuthorTiggs Da Author macht Hip Hop. Oder Jazz. Oder doch Soul? Auf alle Fälle macht er es einem nicht ganz einfach, ihn in irgendeine Soundschublade zu stecken. Tiggs wächst in London zwischen Fußballverein und der englischen Hip Hop Szene auf. Mit 18 kehrt er jedoch für eine Zeit lang nach Tansania zurück, und lässt sich vom Jazz inspirieren.
Aus diesen Einflüssen zimmert er seinen ganz persönlichen Mix, der Songs wie „Run“ und „Swear Down“ so unwiderstehlich gemacht hat. Die beiden Songs werden sich auf seinem ersten Album wiederfinden, dass dieses Jahr erscheinen soll. Und damit hat er noch große Ziele: Irgendwann will er mal einen Grammy gewinnen. Das wäre seine persönliche Goldmedaille.





Faber

Für Fans von: Moop Mama, Element of Crime

FaberManchmal muss man einfach ein bisschen mutig sein. Und vielleicht ein bisschen dreist. Vor gut drei Jahren taucht der junge Schweizer Julian vor der Wohnung der Sängerin Sophie Hunger auf und spielt ihr einen Song vor. Sophie ist so beeindruckt von ihm, dass Julian unter seinem Künstlernamen Faber gleich mal mit ihr auf Tour gehen kann.

Faber erzählt in seinen Songs Geschichten, die manchmal wahr, aber auch manchmal frei erfunden sind. Immer begleitet wird er dabei von seiner Gitarre, einer Posaune und dem ständigen Wechsel zwischen Heiterkeit, Schwermut, Ironie und Ernsthaftigkeit.





Vök

Für Fans von: The xx, Poliça

Vök-iloveimg-cropped1Als Bandnamen haben sich die vier Isländer einen Begriff ausgesucht, der sich nicht ganz eindeutig übersetzten lässt: Vök kann sowohl „Loch im Eis“ als auch „Loch in den Wolken“ bedeuten.

Und der etwas schizophrene Bandname spiegelt sich auch in den Songs von Vök wieder: Die Isländer können sowohl kalt und mysteriös als auch warm und wohlklingend ziemlich gut.




Fil Bo Riva

Für Fans von: AnnenMayKantereit, Tom Waits

FilboWer solche Freunde hat, braucht eigentlich keine Feinde mehr: Fil Bo Riva spielt gerade ein Konzert in Mannheim, während sein Kumpel Faber (siehe oben) im Backstagebereich ein wunderschönes Gemälde findet – und das auch gleich noch skrupellos entwendet. Als die Security ihn stoppen will, gibt er sich einfach als Fil Bo Riva aus.
Bleibt zu hoffen, dass Fil Bo Riva größere Komplikationen mit den Gesetzeshütern erstmal erspart bleiben. 2017 soll schließlich das erste richtige Album des Singer Songwriters mit der rauen Stimme, der in seinen Songs meistens tragische Trennungsgeschichten thematisiert, erscheinen.




Cosmo Sheldrake
Für Fans von: Alt-J, Ben Khan

Cosmo Sheldrake-iloveimg-croppedWürde man Cosmo Sheldrake als Multiinstrumentalisten bezeichnen, wäre das fast schon eine krasse Untertreibung. Er beherrscht über 30 Instrumente, sowohl klassische wie Klavier oder Kontrabass, als auch eher exotische wie Didgeridoo und Banjo.

Das sind ihm allerdings immer noch viel zu wenig verschiedene Klänge für seine Musik. Deswegen streift Cosmo Sheldrake so oft wie möglich durch die Natur und nimmt alle möglichen Geräusche auf, die er dann in seiner Musik verarbeitet. Wie das klingt, kann man auf seiner EP Pelicans We hören – und dieses Jahr dann hoffentlich auch endlich auf einem kompletten Album.


 

Parcels

Für Fans von: Glass Animals, Chic

ParcelsDie fünf Australier haben für ihre Karriere schon einiges mitgemacht. Nach dem sie mit der Highschool fertig sind, verlassen die Parcels ihre Heimat, ziehen ins 15.000 Kilometer entfernte Berlin und teilen sich zwischen ihren Konzerten zu fünft ein Einzimmerapartment in der Innenstadt.

Umso besser, dass sie bei den ganzen Strapazen nicht das Handtuch geworfen haben: Denn obwohl sie ihre Einflüsse eindeutig bei alten Diskolegenden suchen, klingen sie trotzdem modern und erfrischend. Und ihre Songs "Myenemy" und "Older" machen definitiv Lust auf mehr.





Couros

Für Fans von: Jamie Woon, SOHN

CourosFür jemanden, der gerade erst sechs Songs rausgebracht hat, hat Couros schon ziemlich exakt klargestellt, wie alle seine Songs klingen sollen: Vor allem laut, elektronisch mit Souleinschlag

Der Londoner hat lange Zeit als Tourmusiker für andere Künstler gearbeitet. Als der jedoch einmal im Studio etwas auf der Gitarre einspielen soll, packt ihn der Wunsch eigene Musik zu produzieren und er tauscht Bühne gegen Studio ein. Und das mit Erfolg: Als er Jamie Woon ein paar Beats zuschickt, nimmt dessen Label ihn kurzerhand unter Vertrag – die Chancen stehen also gut, dass sich zu Couros sechs Songs 2017 noch ein paar dazugesellen.





Hippo Campus
Für Fans von: Modest Mouse, Circa Waves

Hippo CampusDa soll nochmal jemand sagen, man würde in der Schule nichts Sinnvolles lernen: Nathan Stocker sitzt eines Tages im Biologieunterricht und schlägt im Schulbuch das Kapitel über das menschliche Gehirn auf – und ihm sticht sofort das Wort Hippocampus ins Auge. Damit steht der Name seiner gerade gegründeten Band fest.

Seitdem machen Hippo Campus aus Minnesota entspannten Pop Rock. Nachdem sie letztes Jahr immer nur einzelne Songs veröffentlich haben, dürfen wir uns im Februar über ihr richtiges Debüt „Landmark“ freuen.





Kaleo
Für Fans von: The Lumineers, Hozier

KaleoSpätestens seit letztem Jahr ist Island wohl offiziell das beliebteste Land der Welt. Das liegt neben dem heroischen Auftritt bei der Fußball Europameisterschaft und elfenfreundlichen Baugrundverordnungen ziemlich sicher auch an der isländischen Musikszene.

Zu dieser gehören auch Jökull, Davíð und Daníel, die zusammen besser als Kaleo bekannt sind. Die Jungs kennen sich schon seit der Schulzeit und sind mit ihrem romantischen Flanellhemd-Blues mittlerweile auch außerhalb der Landesgrenzen auf dem Vormarsch.





Granada
Für Fans von: Wanda, Vampire Weekend

Granada-iloveimg-croppedDie Wiener Schule hat mal wieder jemand Neues hervorgebracht: Nach Bilderbuch und Wanda versuchen jetzt auch Granada im Nachbarland ihr Glück.

Die Band entstand, nachdem der Grazer Musiker Thomas Petritsch den Titelsong zum Film „Planet Ottakring“ geschrieben hat. Der fertige Song hat ihm so sehr gefallen, dass er gleich eine ganze Platte im gleichen Stil produzieren wollte. Das mittlerweile fertige Album sorgt mit seinen im Wiener Schmäh vorgetragen Texten und nervösen Indie Gitarren garantiert auch 2017 für gute Laune.





Hanna Leess
Für Fans von: Cat Power, Angus & Julia Stone

Hanna Lees-iloveimg-croppedEigentlich wollte Hanna studieren und Lehrerin werden. Auf dem College gründet sie jedoch eine Band und einen verrückten Roadtrip von der Ostküste nach Los Angeles später steht sie plötzlich allein mit der Gitarre auf der Bühne. Jetzt ist Hanna Musikerin, auch wenn das nie Teil des Plans war.

Mittlerweile lebt Hanna in Berlin und hat ihr erstes Album „Dirty Mouth Sweet Heart“ veröffentlicht. Darauf finden sich neben ruhigen Singer Songwriter Nummern mit viel Soul wie "My God Knows How To Cry" auch schnellere Songs wie "Punk Love" und "Bright Eyes".





Formation
Für Fans von: LCD Soundsystem, Jungle

Formation-iloveimg-croppedWenn man nach der ersten Tour gleich mal mit LCD Soundsystem verglichen wird, macht man als Band einiges richtig. Kein Wunder: Formation waren schon als Support für die Foals unterwegs und haben sich vom nur so vor Energie triefenden Frontmann Yannis Philippakis einiges abschauen können.

Aber auch zuhause auf dem Kopfhörer haben die Londoner einiges zu bieten: Bei Songs wie "Powerful People" machen Formation von den Achtzigerjahren inspirierten Dancepunk, der das Stillsitzen zur echten Herausforderung macht.





Declan McKenna
Für Fans von: Jake Bugg, Jamie T

Declan McKennaSchon irgendwie merkwürdig über einen Künstler zu schreiben, der das Durchschnittsalter der eigentlich ja blutjungen egoFM Redaktion ordentlich nach unten schieben würde. Und trotz seiner jungen Jahre hat Declan McKenna schon einiges erreicht: Er durfte zum Beispiel schon beim legendären Glastonbury Festival spielen.

Dass der Engländer gerade erst seinen 18. Geburtstag hinter sich gebracht hat, fällt auch bei seinen Songs kaum auf: Anstatt über typische Teenieprobleme zu schreiben, singt Declan lieber über den Korruptionsskandal der Fifa, Probleme von Transsexuellen oder Religion.





Vagabon
Für Fans von: Daughter

VagabonMit 24 hat Laetitia Tamko schon viel von der Welt gesehen. In ihrer Heimat Kamerun musste sie noch Wasser aus einem Brunnen schöpfen, bis sie nach New York umzog und plötzlich zwischen riesigen Wolkenkratzern zuhause war. Und so handeln die Songs ihres Projekts Vagabon meistens davon, an fremden Orten eine Art von Zuhause zu finden.

Überzeugen konnte Vagabon schon mit ihrer ersten EP Persian Garden, die für sie allerdings kaum mehr als eine Ansammlung von Demos ist, die eigentlich gar nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Ihr Debütalbum Infinite Worlds wird daher wesentlich gewissenhafter produziert - und erscheint hoffentlich sogar noch diesen Februar.