Kooperationen
cloak-header
Montag, 24. März 2014, 14:54 Uhr

Anti-Social App "Cloak"

nie wieder unangenehme Begegnungen

Die Anit-Social-Bewegung hat mit der App "Cloak" begonnen und wir lassen unseren Assi-Gedanken freien Lauf.

Wir werden jetzt alle Assis. Jahrelang hat das Internet dafür gekämpft unsere sozialen Kontakte zu pflegen, die Kommunikation zu vereinfachen und Menschen rund um die Welt zu verbinden. Jetzt haben sich unsere Bedürfnisse scheinbar ins Gegenteil gekehrt.

Wir wollen nicht nur in Ruhe essen [ohne gleich die Teller unserer Freunde am Handy zu sehen] sondern gleich mal so richtig jeglichen sozialen Kontakten aus dem Weg gehen. Anscheinend. Denn dafür wurde die App "Cloak" entwickelt.

Eine App, die vor nervigen Personen schützt

Diese App lässt sich mit Instagram oder Foresquare verbinden, misst die Geo-Daten eurer Freunde - und denen die es glauben zu sein - und zeigt euch deren Standorte. Vorab könnt ihr markieren, vor welchen Personen euch Cloak warnen soll.

Und wenn wir jetzt mal das Kopfkino anschalten, sehen wir bestimmt alle irgendwo dieses schreckliche Szenario: Montag morgen. Ihr geht durch die Stadt, verloren in euren Gedanken über die peinlichen Erlebnisse des Wochenende. Ihr hängt noch so richtig durch und fühlt euch ... einfach bäh. An der Kreuzung überlegt ihr kurz welchen Weg ihr heute zur Arbeit nehmt. Entscheidet euch für den kürzeren. Logisch. Dann plötzlich: Ihr werdet aus eurem Morgenmuffel-Trance-Zustand gerissen und mit einem strahlenden Lächeln und viel zu guter Laune steht ein alter Bekannter vor euch. Jetzt Smalltalk. Und er hört gar nicht mehr auf. Euer Kopf nickt, eure Lippen lächeln gezwungen aber euer Kopf stellt sich nur die eine Frage: wieso hab ich nicht den längeren Weg gewählt?

So schön zufällige Begegnungen manchmal sind, so schrecklich können sie zu anderen Zeiten sein. Das ist jetzt ein für alle Mal vorbei - dank Brian Moore und Chris Baker. So heißen die Erfinder von "Cloak", die uns ab sofort vor unangenehmen Begegnungen schützt. Richtig nützlich wäre das Ganze, wenn man auch Fahrkartenkontrolleure aufspüren könnte. Aber nein, das kann "Cloak" leider nicht. Es sei denn, ihr seid mit den Kontrolleuren eurer Stadt auf Facebook befreundet...

Die beiden App-Entwickler, die man wahrscheinlich ganz freundlich auch "Hater" nennen darf, haben aber noch mehr im Ärmel: Baker hat vor kurzem eine Browsererweiterung vorgestellt die sich unbaby.me nennt. Die verbannt alle nervigen Baby-Fotos von Freunden aus dem Facebook-Feed. Damit wird unser virtuelles Leben schon um einiges einfacher.

Wir haben aber auch noch ein paar gute Vorschläge: Zum Beispiel unfood.me! Selbe Funktion, aber bitte verbannt uns doch endlich alle Essens-Posts.

In diesem Anti-Social Fluss haben wir in unseren kreativen Köpfen außerdem eine Funktion gegen Duckfaces erfunden. Gesichter erkennt die Kamera doch schon. Dann bestimmt auch die hässlichen Duckfaces, die einfach nicht weniger werden. Wie gut wäre das: Sobald eine Schnute erkannt wird, schaltet sich die Kamera einfach aus. Und wir alle könnten wieder durch Facebook scrollen ohne Fäuste unterm Tisch zu ballen.

Nach all den Apps, die unser Sozial-Leben optimieren wollen, scheint die Welt jetzt langsam aber sicher wieder in Ordnung zu kommen. Denn bei aller Liebe fürs Sharen, Liken, Posten, Tindern und Locaten wollen auch wir manchmal nur eines: Unsere Ruhe.

Wenn ihr noch mehr Anti-Social-App-Ideen habt, einfach ran an unsere Pinnwand.

Bildquelle: Screenshot Cloak