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Mittwoch, 26. März 2014, 11:51 Uhr

Facebook kauft Oculus VR

ein Leben in virtueller Realität

Facebook hat mal wieder zugeschlagen: Mit dem Kauf der Firma Oculus VR will Zuckerberg die Virtuelle Realität für uns zum Alltag machen.

Zuckerberg scheint im Kaufrausch zu sein: Nach der Übernahme von What's App vor wenigen Wochen, schlägt Facebook jetzt auch noch bei Oculus VR (Virtual Reality) zu. Manchen mag das Unternehmen vielleicht noch nichts sagen, das könnte daran liegen, dass es erst 2012 ins Leben gerufen wurde. Damals hatte Firmengründer Palmer Lucky erstmals die Vision und scheinbar auch den Mut sich mit den Möglichkeiten der Virtuellen Realität auseinander zu setzten. Er startete eine Crowdfunding-Aktion, die 250.000 Dollar einbringen sollte, um erste Modelle einer VR-Brille zu entwickeln. Spannend wurde es, als er von privaten Spendern 2,5 Millionen Dollar bekam und das Projekt richtig durchstarten konnte. Schnell gab es erste Entwicklungen und das Ergebnis kann sich schon sehen lassen.

Was kann die VR-Brille?

Die Oculus VR-Brille schafft eine unglaublich echt wirkende Darstellung einer virtuellen Welt. Diese Welt füllt das gesamte Blickfeld aus und "beamt" den Brillenträger sozusagen an die verschiedensten Orte. Mit ihr kann man also noch realistischere Computerspiele spielen, in denen man durch die Augen der Spielfigur blickt und von nichts und niemanden abgelenkt werden kann. Man steht mitten im Spiel. Ja, gut man sieht vielleicht ein bisschen albern aus mit dieser überdiemensionalen Skibrille, aber man kann sich damit ja auch nicht im Spiegel betrachten. Dafür sieht der Blick durch sie hindurch umso besser aus. Erste Priorität bei Oculus VR soll die realistische Darstellung sein. So verhält sich das Bild naturgetreu: Am Rand des Blickfeldes wird es unscharf, dreht man den Kopf schwingt das Bild in Echtzeit mit. Zwar konnte Oculus VR bisher noch keine dieser Brille in Serie auf den Markt bringen, trotzdem sieht das Facebook-Team bereits viel weiter in die Zukunft und möchte die Technik natürlich nicht nur für Spiele nutzen.

In einem offenen Brief hat Mark Zuckerberg den Kauf begründet und von seinen Visionen erzählt: "After games, we're going to make Oculus a platform for many other experiences. Imagine enjoying a court side seat at a game, studying in a classroom of students and teachers all over the world or consulting with a doctor face-to-face -- just by putting on goggles in your home." So richtig kann man sich das im Moment noch nicht vorstellen, aber mal ehrlich: Konnten wir uns denn Videochats und Smartphones vorstellen, als wir alle noch fleißig am Snake spielen waren? Und das ist nicht lange her. An VR-Brillen bastelt außerdem auch Sony schon eine Weile herum. Bis man mit einer diese Brillen plötzlich auf seinem Farmville-Feld steht, wird es also nicht mehr all zu lange dauern. Spannender und auch ein bisschen unheimlich sind allerdings die Dinge, die Facebook nun damit vor hat. Das Leben nach den Smartphones also.

Optimistisch prophezeit Zuckerberg eine Welt, in der wir nicht mehr zum Arzt gehen müssen, in der wir uns also quasi überall hinbeamen können und trotzdem auf der Couch sitzen.
Also auch wenn das noch so ein bisschen unsere Vorstellungskraft sprängt, das Bild, wie die Menschheit weiter in die Breite wachsen wird, sehen wir schon ganz klar vor Augen. Die unheimliche Frage, die dann bleibt: Wie viel Zeit werden wir noch in der "wirklichen" Realität verbringen?

Wir wollen aber nicht gleich Angst verbreiten und machen es wie der Rest der Welt, der das Thema natürlich sofort durch den Kakao zieht. Unter Zuckerbergs offenen Brief wurde der Shitstorm natürlich schon eröffnet und auch die ersten Spaß-Videos kursieren schon durchs Netz:



Bildquelle: Oculus VR | Facebook