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painting20_brandhorst
Samstag, 16. April 2016, 06:00 Uhr

Malerei ist tot – lang lebe die Malerei!

"Painting 2.0" im Museum Brandhorst

Die Malerei wurde schon oft totgesagt. Offensichtlich lässt sie sich durch Fernsehen, Werbung und Internet dennoch nicht zerstören. Denn noch bis zum 30. April zeigt "Painting 2.0" im Museum Brandhorst Malerei im Informationszeitalter.

Seit 150 Jahren wird für die Kunst zu Malen immer wieder das Ende vorhergesagt. Als das Fernsehen kam, wurde das endgültige Ende der Malerei orakelt – wie auch dem Radio. Und? Ist eines der beiden Medien ausgestorben? Nein.

Neue technische und  mediale Veränderungen wurden einfach eingebunden und haben die Malerei verändert und weiterentwickelt. Genau diese Entwicklung zeigt die Ausstellung Painting 2.0.

Seit dem 14. November 2015 bis zum 30. April 2016 werden Werke seit den 1960er-Jahren gezeigt. Werke, die unter dem Einfluss unseres Informationszeitalters entstanden. Oder Werke, die unser Informationszeitalter beeinflussen (sollen).

Eisenman BeerGardenWithAsh
Bild: Nicole Eisenman - Beer Garden With Ash


Die Ausstellung nimmt alle drei Stockwerke des Museums in Beschlag, was eine Premiere seit seiner Eröffnung 2009 ist. Die insgesamt über 230 Kunstwerke brauchen einfach ihren Platz. Gegliedert ist die Ausstellung – den Stockwerken entsprechend – in drei Abschnitte:

-„Geste und Spektakel“ (Erdgeschoss)
Auf der Eingangseben wird der Frage nachgegangen: Was haben die KünstlerInnen unserer Eventkultur entgegenzusetzen? Von der Kritik am Kapitalismus bis zur Adaption der Popkultur ist alles zu sehen.

-„Exzentrische Figuration“ (Obergeschoss)
Wie verändert das Informationszeitalter unsere körperliche Wahrnehmung? Dieser Themenbereich beschäftigt sich mit dem Einfluss kommerzieller Massenkultur auf unsere Vorstellung von Körperlichkeit.

-„Soziale Netzwerke“ (Untergeschoss)
Die KünstlerInnen beschäftigen sich in diesem Teil mit der Veränderung unserer Gemeinschaft und Kommunikation. Sie gehen auch auf die Bilderflut, die durch soziale Netzwerke auf uns einprasselt, ein.

Euler Steckdose
Bild: Jana Euler - Steckdose


Wir haben mit Nicole Eisenman gesprochen, der Künstlerin des Kampagnen-Bildes.



Alle Fakten
Eröffnung:  13. November 2015 | 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 14. November 2015 bis 30. April 2016
Wo: Museum Brandhorst |Theresienstraße 35a, 80333 München

Danach: 2. Juni bis 6. November 2016 mumok Wien