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anmoderationSWH
Dienstag, 21. März 2017, 00:00 Uhr

Ein Besuch bei Carnival Youth in Riga

Sandra bloggt

Am 28. März spielt die lettische Band Carnival Youth im Münchner Strom - vorab hat Moderatorin Sandra sie einen Tag lang in ihrer Heimatstadt Riga begleitet.

So eine Einladung nimmt man gerne an. Die Band Carnvial Youth aus Riga hat mich eingeladen sie in ihrer Heimatstadt zu besuchen und sie einen Tag lang zu begleiten. Carnival Youth kennt ihr vielleicht mit Songs wie "Brown Eyes and All The Rest" aus dem egoProgramm, der eine oder andere hat sie im letzten Jahr vielleicht auch schon bei der Manic Street Parade in München live gesehen. Am 28. März kommen sie zurück und werden im Strom in München spielen, an diesem Tag werde ich sie dann wieder einen Tag lang in München begleiten. Aber erstmal zurück zu Riga.

Die Jungs haben gerade ihre neue Single "Youth is Gold" veröffentlicht, deswegen ging's gleich mal zu einem Radiointerview, später in ein Shoppingcenter, in dem sie Teile ihres neuen Musikvideos gedreht haben, zum Mittagessen in ihr Lieblingscafé und anschließend in den Proberaum, in dem sie eine kleine Live-Session gespielt haben. Anschließend hatte ich auch noch die Möglichkeit mir eine Stadt anzusehen, in der ich vorher noch nie war.

Interview beim lettischen Radiosender SWHWir trafen uns vor dem Gebäude von SWH, einem landesweiten lettischen privaten Radiosender, bei dem Edgars, Roberts und Emils schon sehr oft zum Interview eingeladen waren. Vom Interview habe ich nichts verstanden, aber ich konnte für 15 Minuten den Klang von lettischer Sprache auf mich wirken lassen. Und im Anschluss waren sie so freundlich zu übersetzen, dass es unter anderem um die neue Single, das Video und auch ihren Gig beim SXSW dieses Jahr ging.

collageSWH

Einkaufszentrum StockmannMit dem Auto sind wir dann gemeinsam zum nächsten Stop, dem Stockmann Einkaufszentrum, gefahren. Nachts durch ein leeres Shopping-Center laufen, davon haben bestimmt schon viele geträumt. Carnival auch. Deswegen haben sie dort kürzlich einen Teil ihres Musikvideos zu "Youth is Gold" gedreht.

collageshopping

Auf dem Boden sitzen die Zwillige Edgars und Emils von der Band und stellen die Szene vor dem Kühlregal aus dem Musikvideo nach.

supermarktt

So sieht übrigens das Musikvideo zu "Youth is Gold" im Ganzen aus:



Café Rocket BeanNach dem Promo-Stop im Einkaufszentrum sind Edgars, Emils und Roberts mit mir zu ihrer Lieblings-Roastery gefahren. Die Roastery Rocket Bean liegt im sogenannten Hipsterviertel "Miera Iela", in der es einige nette Bars, Cafés und Läden gibt. Im Sommer, so habe ich mir sagen lassen, ist auf den Straßen richtig viel los. Jetzt bei den derzeitigen Temperaturen, die bei meinem Besuch bei um die 0 Grad lagen, verlagert sich das Ganze natürlich eher nach drinnen.

collageRocketBean

Proberaum von Carnival YouthNach unserem kleinen Mittagessen im Rocket Bean ist die Band mit mir etwas außerhalb in ein Industriegebiet gefahren, wo sich ihr Proberaum im sechsten Stock eines Gewerbegebäudes befindet. Vor Ort haben sie nicht nur den Song "Smile" von ihrem aktuellen Album Propeller als Akustik-Version gespielt, sondern in einem Interview mir auch noch ein bisschen was über die lettische Musikszene erzählt.

bandfoto
Carnival Youth in ihrem Proberaum in Riga. Inklusive Staubsauger.

IVProberaumm
Und inklusive mir.

AltstadtspaziergangAnschließen habe ich die Jungs weiter proben lassen und mich auf den Weg in die Altstadt gemacht. Trotz Nebel, leichtem Sprühregen und Temperaturen um die 0 Grad brachten die bunten Gebäude der Altstadt ein bisschen Farbe in die graue Wolkensuppe. Durch die schnuckeligen Gassen kann man im Sommer bestimmt noch viel länger schlendern als im März, aber auch jetzt war ich von dem schön restaurierten Stadtkern begeistert.

collageAltstadt

Bar I LOVE YOU In der Altstadt befindet sich auch die I Love You Bar, die seit vielen Jahren eine der Stammbars der Band ist - eine gute Möglichkeit das lettische Bier oder den Vorzeigeschnaps "Balsam" zu probieren, letzterer hilft auch ganz gut sich aufzuwärmen, wenn man, sowie ich, länger in der Kälte herumgelaufen ist.

Iloveyou

Café PieneneZiemlich durchgefroren bin ich demnach in einem Café namens Pienene (übersetzt: Löwenzahn) gelandet, bei dem auch ein kleiner Laden dabei war. Auch hier bekommt man den landestypischen Schnaps Balsam gerne zum Kaffee dazuserviert. Wenn man möchte.

collagePienene

Shop RiijaVon der Altstadt ging es dann weiter durch einen Park, an der 80 Meter hohen Siegessäule vorbei in eine Straße, in der ich zufällig an einem Laden namens Riija vorbei kam. In dem habe ich bestimmt 30 Minuten verbracht und dort sowohl diverse Mitbringsel, als auch Geburtstagsgeschenke für die nächsten Wochen gekauft. Neben vielen lokalen Produkten gab es auch die berühmten Holzanhänger, die man in Riga fast überall sieht und denen verschiedene glückbringende Kräfte nachgesagt werden. Was uns auf den ersten Blick an Hakenkreuze erinnert soll zum Beispiel im Auto verhindern, dass man einen Unfall baut (auch Roberts von der Band hatte so ein Ding in seinem Auto hängen).

collageRiija

Café MiitEin paar Straßen weiter bin ich dann auf das Miit Café gestoßen, das ich ebenfalls wärmstens empfehlen kann.

collageMiit

Markt Kalnciema Nachdem ich auch noch einen weiteren Tag in Riga bleiben konnte und dies ein Samstag war, haben mir die Jungs von Carnival Youth den Tipp gegeben, Samstagvormittag unbedingt beim Kalnciema Markt vorbeizuschauen. Dieser findet nur samstags statt und lohnt allein wegen seiner großen Auswahl an Essen, Süßigkeiten, Getränken... Auch hier kann man bestens Geschenke kaufen, wie zum Beispiel eine Beatles-Platte, die zu UdSSR-Zeiten auf dem russischen Label Melodija erschienen ist, das bis Mitte der 80er das einzige Label der UdSSR war.

Collage Market

Carnival Youth in MünchenNachdem wir jetzt die Heimat von Carnival Youth kennen gelernt haben, werden wir den Jungs im Gegenzug auch München etwas zeigen. Am 28. März 2017 spielen sie im Münchner Strom und für dieses Konzert könnt ihr euch HIER für Tickets bewerben.

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