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Bücher
Dienstag, 06. Juni 2017, 00:00 Uhr

Wir empfehlen: Urlaubslektüre

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So manch einer unter uns und unter euch ist gedanklich schon im anstehenden Urlaub und verbringt gerne seine Zeit damit, im Kopf schon mal dafür zu packen. Bei einem Gepäckstück würden wir gerne helfen - der Urlaubslektüre.

Elise (Moderatorin): Axel Brauns - Buntschatten und FledermäuseIch lese dieses Buch schon zum zweiten Mal und es fasziniert mich immer wieder. Es wurde geschrieben von einem Hamburger, der als Kind und Teenie Autist gewesen ist. Er kreiert neue Worte – er beschreibt die Welt wie wir sie nie sehen können. Mit Tönen – Geräuschen die ihn verzaubern und „Belohnung in sich selbst finden“ – mit Gesichtern und auch Gefühlen, die ihm selbst verschlossen bleiben. Wie aus einem Sprachlosen ein Dichter wurde …. Ein ganz wunderbares Buch.

Lena (Musikredakteurin): Andreas Brendt - BoarderlinesFür alle die sich mental ständig auf einer Weltreise befinden schafft dieses Buch zumindest eine kleine Erleichterung. Und ebenfalls kann sich jeder der in einem anderen Land aufhält seine Reiseroute damit zusammen stellen oder wird angeregt auch mal Länder wie Peru oder Chile zu bereisen. Manchmal etwas holprig geschrieben aber durchaus eine Lesereise wert.

Lola (Moderatorin): Jacqueline Susann - Das Tal der Puppen Das Tal der Puppen ist ein Buch, das ich immer wieder mal gerne lese. Es geht um die Freundschaft von drei jungen Frauen in den 50er Jahren in Hollywood und New York. Puppen sind übrigends Aufputschpillen. Wer keinen Bock auf das Buch hat, es wurde auch verfilmt mit Sharon Tate in der Hauptrolle, die dann einige Jahre später von der Manson Family ermordet wurde. (Was jetzt nichts mit dem Buch zu tun hat....) Gerade bin ich aber immer noch mit American Gods von Neil Gaiman beschäftigt. Ich habe zwar extra noch vor der Serie mit dem Buch angefangen, aber habs zeitlich leider noch immer nicht ganz durch. Grob zusammengefasst geht es um Götter, die nach wie vor in Amerika leben. Die neuen Götter - wie Fernsehen, Internet etc - und die alten Götter - wie Odin, der Leprechaun oder der Frühling.

Melanie (Praktikantin): Hape Kerkeling - Ich bin dann mal wegFür einen Urlaub empfehle ich den Klassiker "Ich bin dann mal weg" von Hape Kerkeling. Der deutsche Komiker beschreibt in dem Buch seine Erfahrungen, die er auf dem Jakobsweg gesammelt hat. Mit viel Witz geschrieben kann man seine kleinen "Tagebucheinträge" bestens lesen. Wenn man selbst gerade eine anstrengende Wanderung durch die Stadt oder zum Strand hatte, fühlt man sowieso gleich mit Hape mit. Ansonsten ist das Buch mit seinem Humor auch für faule Nachmittage in der Sonne sehr zu empfehlen.

Sebastian (Musikchef): Robert Louis Stevenson - Die SchatzinselIch hab im Sommer vor 2 Jahren „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson im Urlaub gelesen. War auch am Strand, also irgendwie passend. Da ich die komplette Geschichte schon vorher kannte (aus diversen Verfilmungen und halt auch aus Erzählungen), war es unglaublich entspannend und kurzweilig. Außerdem war es so ein altes Hard Cover Buch, was mir meine Tante vererbt hat, in dem auf ganz wenigen Seiten sogar noch ein paar Bilder waren und das leicht vergilbt war … keine Ahnung, hat sich zusammen wie ein faules Abenteuer All Inclusive angefühlt, harrrrrr.

Sophia (Redakteurin): Jeffrey Eugenides - MiddlesexEines der besten (und trotzdem urlaubstauglichen) Bücher der letzten Zeit war "Middlesex" von Jeffrey Eugenides. Eines der wenigen Bücher, das Tiefgang hat und trotzdem nicht (zu) traurig ist. Es ist sauschön geschrieben. Glitzert und funkelt! Das Thema ist so unbekannt wie spannend und man wird in der wilden Geschichte um die ganze Welt gerissen...eigentlich braucht man da gar nicht mehr wegzufahren...

Sandra (Moderatorin): Patti Smith - Just KidsDie Musikerin und Lyrikerin lässt einen in das New York der 60er Jahre eintauchen und an ihrem einfachen aber spannenden Leben teilhaben. Sie trifft die größten Legenden von Janis Joplin bis Jim Morrison - viele davon im Chelsea Hotel - und beschreibt mit einer sympathischen und immer bescheidenen Art ihre eigene Entwicklung als Künstlerin. Im Fokus steht jedoch ihre tiefe Freundschaft zu dem Fotografen Robert Mapplethorpe. Ein berührend ehrliches Buch, das sich wunderbar leicht über mehrere Tage am See, am Meer oder am Balkon in der Hängematte lesen lässt.

Maria (Moderatorin): Hermann Hesse - SiddharthaTatsächlich habe ich dieses Buch erst vor kurzem gelesen, obwohl das ja manche in der Schule schon machen mussten. Mir ist da was ganz verrücktes aufgefallen: das Buch bringt total runter, entspannt richtig und bringt irgendwie das eigene Gehirn zum Schweigen. Als ich das Buch fertig hatte, war ich wirklich so ganz kurz mit allem im Reinen. Auch wenn das super bescheuert klingt. Ist also einfach perfekt, um sich das im Urlaub mal (wieder) reinzuziehen.