egoBlog
Geburtstag_collage
Mittwoch, 20. November 2013, 21:05 Uhr

egoFM wird 5

[und es lief nicht immer alles rund]

In fünf Jahren passieren unglaublich viele Geschichten, die wir uns wahrscheinlich noch in 20 Jahren erzählen werden. Nur für euch packen wir jetzt unsere liebsten Erinnerungen aus.

Lola | Moderatorin | dabei seit: Sendestart
carolaaichner2
"5 Jahre gibt es uns jetzt schon. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Und hier sind so viele verrückte, lustige und schockierende Sachen passiert, da ist es schon schwer, sich für etwas zu entscheiden. Auf jeden Fall ist Streiche spielen ein großes Hobby der Redaktion. Als Julia uns stolz ihr neues Fahrrad samt  megasicherem Schloss präsentiert hat, mussten wir es einfach klauen. Julia hatte das gute Stück an einem Straßenschild festgemacht und ist dann zu einem Interviewtermin gefahren. Wir haben kurzerhand das Straßenschild abmontiert, das Rad über die Stange gehoben und in der Redaktion versteckt.

Und es waren ja schon so viele Künstler bei uns, bei denen auch ich mich wieder wie ein Groupie gefühlt habe. Zu meinen Highlights gehören definitiv Selig, die für uns auch ein exklusives Konzert im Cafe Selig in München gespielt haben. Einmal „Ohne Dich“ live und unplugged zu hören – ein Traum. Dann war ich noch ziemlich begeistert, als und Redman besucht hat, der wahnsinnig nett ist, und so gar nicht Gangsta mäßig. Aber ein wirkliches Highlight war für mich, mit Homer Simpson zu sprechen. Norbert Gastell ist die deutsche Synchronstimme meines Idols – und das war schon richtig abgedreht, den mal in echt sprechen zu hören.

Also, Prost, auf noch viele viele weitere Jahre, lasst uns versuchen, die Weltherrschaft an uns zu reißen!"



Dominik | Moderator | dabei seit: August 2009dominikkollmann2"Mit meinem damaligen Kollegen Sebastian und mir war vor 4 Jahren nicht nur die erste Musikwunschsendung bei egoFM geboren, sondern auch die egoFM zwei10er. Unter diesem Sendungsnamen moderierten wir den 12-stündigen Silvesterabend von 2009 bis 2010. Die Sendung hatte uns so viel Spaß bereitet,  dass wir sie wenige Wochen später gleich wöchentlich machten. Der besondere Charme der Sendung und die gewissen entgegengebrachten Freiheiten unseres Programmchefs verführten uns öfter zu spontanen Aktionen. So riefen wir zum Beispiel jede Woche im Winter bei einer älteren Dame in Sachsen an, die den Namen Holle trug und beschwerten uns bei ihr über das schlechte Wetter.

Auch der Frage was zuerst da war: "Das Huhn oder das Ei" gingen wir nach. Wir bestellten live in der Sendung bei zwei unterschiedlichen Lieferdiensten jeweils eine Pizza mit Hühnerfleisch und eine mit Ei. Nach 40 Minuten war klar, was als erstes da war... Das Huhn. Mit spontanen Telefonanrufen bei Konkurrenzsendern, bei denen wir uns nach der richtigen Aussprache französischer Titel informierten trieben wir unseren Chef des öfteren mal in den Wahnsinn. Aber: er blieb uns immer treu. Und genau das macht egoFM aus... Wir haben gelegentlich unsere Freiheiten die es wo anders vielleicht nicht gibt. Aber genau das macht uns so anders.

Das Format der zwei10er gibt es im übrigen immer noch. Auch wenn Kollege Sebastian längst nicht mehr bei uns arbeitet und in Berlin wohnt. Mit Hoffmann & Kollmann bleibt alte Samstag Nachmittag Tradition auch weiterhin erhalten."



Max | Moderator | dabei seit: Mai 2013maxklement2"Da ich der jüngste Neuzugang im Team bin, ist es gar nicht so schwer mich zu erinnern. Bei den allerersten Sendungen sollte ich nur die Technik fahren, während mein lieber Kollege Dominik Kollmann sich ums Gesprochene gekümmert hat. Wichtig: Es gibt einen Knopf, mit dem kannst du die Playlist nach dem Lied anhalten, der sogenannte Stop-Knopf (in Fachkreisen später auch „Stoppinger“ genannt). Als Dominik in den Break gehen wollte, hatte ich natürlich den Stoppinger vergessen und ihm zusätzlich noch ein Musikbett reingeballert. On Air hat das sicher ziemlich katastrophal geklungen. Allerdings muss das lustigste an Allem mein erschrockenes Gesicht gewesen sein.

Naja einmal hab ich noch „k-licken“ im Radio gesagt… keine Ahnung, warum das alle so witzig fanden!?

Ansonsten bin ich festes Mitglied im egoFM Aerobic Kurs (wir trainieren zwischen Tür & Angel), betreue maßgeblich die egoFM Fischerchöre und bin auch meistens ganz vorn dabei, wenn es darum geht, unbescholtenen Mitarbeitern im Studio aufzulauern.

Prost, ihr egos!"



Julia | Moderatorin & Redaktion | dabei seit: November 2008juliasiedelhofer2"Ouh mann, jetzt sind es wirklich fünf Jahre. Was wirklich fantastisch war, waren die Anfangstage. Mit einer Flasche Rotwein saßen wir bis tief in die Nacht vor den Rechnern und haben Titel ins Programm eingespielt, damit überhaupt irgendwas läuft. Freitag Abends hatten wir dann eine zeitlang "Kommunikationstraining" (Chef, bitte an dieser Stelle zum nächsten Kollegen springen!) - wir haben reihenweise nach Feierabend Computerspiele durchgezockt. Das ist das tolle hier: Wenn man so viel gemeinsam erlebt, schweißt das ungemein zusammen. Und ich habe hier wirklich wunderbare Menschen kennenlernen dürfen in den letzten Jahren.
Aber klar - wir alle machen den Job, weil wir Musik lieben. Ich krieg zum Beispiel jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran denke, wie Blue October kurz nach Sendestart live bei uns im Studio gespielt haben. Wahnsinn!
Natürlich gab es neben der Gänsehaut auch Atemstillstands-Momente. Meine allererste Sendung zum Beispiel. Ich stand vollkommen alleine im Studio und habe so ziemlich alles falsch gemacht, was geht. Als dann endlich (!) Musik lief, war das Mikro noch an, und man hat mich ungelogen drei Minuten lang fluchen gehört. Ja, auch das böse böse S-C-H-Wort. Shit happens!
Das wirklich allerschlimmste war jedoch eine desaströse Folge von "IntervJulia" - ich hatte den Münchner OB Christian Ude interviewt. Während der Ausstrahlung entschied sich unser Senderechner für ein kleines Update. Das Ergebnis war Folgendes: "Hallo Herr Ude, toll dass Sie hier sind! Was halten Sie eigentlich von dem sehr umstrittenen ...(Aktuelles Thema)?" -PAUSE- "Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung, wir sprechen gleich weiter!" PEINLICH! Aber dafür auf jeder Weihnachtsfeier eine gute Story!



Julian | Moderator & Musikredaktion | dabei seit: Januar 2012julianzeh2"Radical Face war bei uns im Interview zu Gast, irgendann Mitte Februar 2012. Dann sollte ich ihn zurück ins Atomic Café fahren, wo er abends ein Konzert spielte. Im Aufzug unterhielten wir uns gut, ich erzählte ihm, dass ich gerade die Hälfte meines Praktikums hinter mir hatte, ich darauf hoffe, hier länger bleiben zu können und, dass der Münchner Winter für einen Südstaatler sicher hart sein müsse. Kein peinliches Schweigen im Aufzug: Check. Noch eine 20 Minuten-Fahrt zum Atomic und ich hatte mein erstes Treffen mit einem Künstler unbeschadet beendet. Theoretisch.

Wir stiegen ein, ich hatte mir schon wieder ein paar Smalltalk-Pläne zurechtgelegt. Top vorbereitet, richtig? Falsch. Ich hätte stattdessen mal lernen sollen, wie man bei einem BMW (unser Firmenwagen) den fucking Rückwärtsgang einlegt. Wir saßen nebeneinander, der Motor lief und der Praktikant, der eben noch davon geschwärmt hatte kriegt den Rückwärtsgang nicht rein. Ziehen, zerren, drücken. Hilft alles nix. Zu meiner Verteidigung: Ich bin noch nie (und seitdem auch nie wieder) BMW gefahren, es war dunkel und ich hab die Kennzeichnung auf dem Ganghebel nicht gesehen. Und ich dachte, wenn ich noch stärker dran rumfummle, bricht das verdammte Ding ab. Völlige Fehleinschätzung der Lage. Nach nicht weniger als fünf Minuten, tausenden „Fucks“ gefolgt von tausenden „Sorrys“ und einem Schweißverlust von schätzungsweise anderthalb Litern gab ich auf. Dann der Geistesblitz: „Would you mind to turn, while I push it out?“ Und so begab es sich, dass ich den Firmenwagen rückwärts aus der (sehr breiten) Parklücke schob, verschwitzt von Anstrengung und Scham, und Radical Face lenkend die Räder in die richtige Position brachte.

Dass ich an der ersten Ampel falsch abgebogen bin und querstehend eine Einbahnstraße blockiert hab und nach weiteren drei Minuten endlich den Rückwärtsgang gefunden hab, soll an dieser Stelle nicht weiter erläutert werden, bitte. Während der Fahrt kratzte ich dann mit meinen genialen Smalltalk-Fähigkeiten die Kurve. „Soooo…, do you have a driving licenese? I bet your car is automatic…?“ Zum Abschied hat mir Radical Face übrigens gesagt, dass er hoffe, dass das klappt, mit dem länger da bleiben nach dem Internship. Hat geklappt.



Adrian | Produktion | dabei seit: Oktober 2012

"Als ich Mathias, unseren Musikredaktionsleiter, darum bat einen der beiden hinteren Schnittrechner neu zu starten erwähnte er noch auf dem Weg zum Serverraum, wie wichtig es denn sei, den richtigen Computer zu erwischen - baaaaam, natürlich hatte das nichts genützt: Blöderweise starteten wir nicht nur den falschen Rechner neu, wir beendeten auch gleichzeitig gekonnt ein wichtiges Interview von Max, welches er gerade über diesen (falschen) PC produzierte. Mathias schaute erst einmal unschuldig die Studiowände ab bis er die Situation wirklich erkannte - immerhin: Das Interview konnte gerettet werden, es wurde automatisch gespeichert. Den genervten Max mit seinem hochrotem Kopf werd' ich aber nie vergessen."



Anna | Moderatorin & Redaktion | dabei seit:anna"Meine liebsten Erinnerungen sind eigentlich alle Payoffs mit allen Hörern, weil jeder einzelne was schönes hatte. Und damals, als der Hörer von gegenüber zugehört hat und uns daraufhin drei Packungen Magnum  vorbeigebracht hat (war wohl ein sauheißer Sommertag und wir haben On Air geschwitzt).

Meine witzigste Erinnerung ist definitiv der Heiratsantrag á la  Keinohrhase bei Juli LIVE in der Sendung. Oh weia!

Meine peinlichste Erinnerung ist, dass ich in meiner zweiten Sendewoche mehr oder weniger unangekündigten Besuch von Redman hatte. Erst hieß es, er kommt! Dann, er kommt nicht, dann er kommt, dann er kommt nicht. Ich hatte also Schlabberlook an, ging On Air und plötzlich hieß es: Redman ist unterwegs ins Studio! Anstatt mir Gedanken über das unvorbereitete Interview zu machen dachte ich nur: Oh Gott, und ich sitze hier in meinem Batman Kapuzenpulli!! Und als wär das nicht peinlich genug ... "Hi Redman, I´m Batman", haha. Schlimm, schlimm, schlimm war das.

Das kann eigentlich nur getoppt werden durch unseren Blumentopf promo Rap - mit der Lola trink ich Cola und so. Haha, ich lache Tränen!"



Anna | Online-Redaktion| dabei seit: Mai 2012
annalindener2"4. Mai 2012: Nicht nur mein 3. Praktikumstag, sondern auch der Tag, an dem bereits klar war, dass ich nie mehr gehen werde. Wir saßen mit der Redaktion zum Mittagessen draußen am See und haben so ein bisschen gequatscht. Klar, die Neue will man erstmal kennenlernen, also kam auch irgendwann die Frage: "Was kannst'n du so?" Mir ist nicht wirklich was eingefallen, wollte die anderen aber auf jeden Fall beeindrucken. Also erzählte ich das, was ich immer erzähle, um Eindruck zu schinden: "Ich bin der einzige Mensch auf der Welt, der mit der Zunge seinen Ellbogen berühren kann." Peng, respektvolles Schweigen. Und dann: "Hey, verdammt, da müssen wir ein Bild von posten! Das gibt zillionen Likes!" Jep, gesagt, getan.

Das Foto hatte immerhin über 100 Likes und ziemlich viele schweinische Kommentare. Aber eines davon war sehr wichtig: "Die müsst ihr behalten!" Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich auch weitere Qualitäten habe, weswegen ich jetzt seit über anderthalb Jahren fest bei ego arbeite, aber die Ellbogen-Geschichte war definitiv ein Pluspunkt."



Aber ohne euch, liebe egos, wären wir nie dahin gekommen, wo wir jetzt sind.
WIR SAGEN DANKE FÜR 5 WUNDERBARE JAHRE!!