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Mittwoch, 26. März 2014, 14:38 Uhr

Böses Erwachen

Schräge Geschichten am Morgen

Eigentlich ist Aufwachen etwas Schönes. Wir können da aber auch ganz andere Geschichten von erzählen. Komik und Kuriosität aus der Redaktion.

Jeder schläft gern. Gerade wenn der Tag so richtig anstrengend war und von dir alles mögliche gefordert hat. Die Energiereserven sind auf Niveau -1 runtergefahren und eine ganze Tafel Schokolade oder Bull helfen auch nicht mehr weiter. Super. Da gibt es nichts schöneres als die Vorstellung, sich in sein überbequemes Bett zu legen und mit erlöstem Siegerlächeln binnen Sekunden knallhart wegzupennen. Du wachst nach diesem nahrhaften Schlaf auf, bist fit wie ein Turnschuh und kannst weiter funktionieren. Soweit zum Alltäglichen.

Jetzt nehmen wir aber mal an, es sei Wochenende. Da sind die Umstände ganz anders als gehabt. Du besuchst Freunde in einer anderen Stadt, gehst ausgiebigst feiern oder machst irgendwas, das dich gleich so mitnimmt, dass du nachts davon träumen musst, um es zu
verarbeiten. Nicht selten wachst du völlig konfus und zerstreut auf und musst erstmal auf die normale Welt klarkommen. Und diese Momente sind sehr, sehr schräg. Keine Ahnung, wie wir auf dieses Thema gekommen sind, aber unsere schrägsten Aufwachmomente haben wir mal hier mal akkumuliert.

Lola (Moderatorin): Verkatert aufwachen ist ja grundsätzlich nie schön. Aber eines Morgens war ich Unbenannt
dann schon etwas schockiert. Nach einer langen Partynacht hatte ich wohl vergessen, mich abzuschminken und bin beim nach Hause Kommen gleich in's Bett gefallen. Der Blick in den Spiegel am nächsten Morgen war somit auch ziemlich überraschend. Da blickte mich doch tatsächlich ein ziemlich verwischter Clown an. Ich weiß noch, wie ich zu meinem Spiegelbild etwas missmutig meinte: Okay, das ist so ungefähr das Letzte, zu dem ich verkatert aufwachen möchte. Das Motto der Party war übrigens "Clown".

Julia (Moderatorin): Es ist die Geschichte einer Freundin (wirklich. WIRKLICH!), die ich hier erzählen darf,
solange ich keine Namen nenne. Sie ist nach dem Feiern mit einem Typen nach Hause gegangen. Am nächsten Morgen wacht sie auf. Ihr Blick fällt auf den Nachttisch. Dort steht: Ein Wasserglas mit einem Gebiss drin. Was denkst du jetzt in einem solchen Augenblick?!?!? Ohmeingottohmeingottohmeingott. Am Ende hat es sich als Gag entpuppt, der Typ hatte ein Fake-Gebiss extra für solche Situationen bereit gestellt.
Dennoch: Ich wette, das war ihr schlimmstes Aufwachen ever.

Birgit (Praktikantin): Zur Abwechslung habe ich mal eine komplett nüchterne Überraschung beim Aufwachen erlebt. Wir waren in Australien mit einem Van unterwegs, der hinten im „Schlafbereich“ keine Fenster hatte. Wie jeden Abend haben wir uns einen abgelegenen, leeren Parkplatz gesucht, wo wir noch schön unsere Wäsche aufgehängt haben und dann in den Van schlafen gingen. Am nächsten Morgen habe ich wie immer zuerst meine Zahnbürste rausgekramt und bin im Pyjama und Halbschlaf nach draußen getorkelt. Da wurde ich überrascht.
Und zwar von Unmengen von Menschen, die rund um unseren Van – und unsere Wäsche – ihre Lebensmittel einkauften. Wir standen plötzlich mitten in einem Wochenmarkt. Einige Meter weiter spielte eine Band, Kinder liefen tobend umher und der ganze Ort deckte sich mit Nahrung ein. Und ich mittendrin mit meiner Zahnbürste im Mund. Die netten Australier fanden das natürlich lustig und haben mir von allen Richtungen grinsend zugenickt. Nach einem kurzen Schockmoment haben wir aber die gute Seite daran erkannt: Das beste und frischeste Frühstück der ganzen Reise.

Sara (Praktikantin): Ein Freund von mir ist mal ernsthaft erkrankt. So richtig ernst. Wir wollten gar nicht wissen, wo das schlimmstenfalls hinführen soll. Nachdem er dann aber die Ergebnisse seines Artzes bekommen hatte und rauskam, dass die ganze Sache ein gutes Ende finden wird, mussten wir einfach einen darauf trinken. Wein gekauft und ab zu ihm in die Bude. Was mit einem feierlichen Anstoß begonnen hatte, endete in vier Flaschen Wein. Der Teppich bekam auch seine Ladung Salz ab. Irgendwann sind wir eingeschlafen, jeder warf sich eine Decke drüber und ist quasi komatös eingeschlafen. Wir wachten von einem komisch verbranntem Geruch auf und merkten, dass einer von uns beim Zudecken auch die Schreibtischlampe versehentlich zugedeckt hatte, statt sie auszuknipsen. Die stand aber auch so blöd neben dem Bett. Bis auf die durchgeschmorte Decke ist aber niemand zu Schaden gekommen.

Bildquelle: Flickr, "Bed #" von Alan Stanton unter CC-Lizenz