egoBlog
vinylplayer_fabiopenna_fl
Mittwoch, 16. April 2014, 10:50 Uhr

Der letzte Song deines Lebens

Was würdest du hören wollen?

Stellt euch vor, ihr dürftet noch genau ein Lied hören in eurem Leben. EIN Lied. Das müsste etwas episches sein - klar. Aber auch nicht zu dramatisch. Was also würdet ihr hören?

Der letzte Titel eures Lebens. Der muss gut gewählt sein. Schrabbel-HipHop kommt nicht in Frage, ebenso wenig wie die 0-8-15 Indie-Band. Es müsste etwas sein, das gute Laune macht oder zumindest Zuversicht gibt. Groß. Imposant. Tragend.

EIN Lied. Ja, wir wissen genau, wie schrecklich das ist, sich für EIN Stück entscheiden zu müssen. Aber lassen wir uns mal darauf ein. Was also wäre euer letzter Track?

Schreibt uns - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder postet auf unsere Facebook-Seite.

Zur Inspiration gibt's hier die Titel aus der egoRedaktion
Max (Moderator)
Es gibt tonnenweise Titel, die ich für mein Leben gerne höre. Aber nur eine Hand voll daraus kann ich mir für mein Ableben vorstellen. Nach einiger Überlegung bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass mir wahrscheinlich jeder Text den Weg ins Jenseits kaputtsingen würde. Also muss es ein Titel ohne Gesang, Rap oder Ähnliches sein. Schließlich geht’s dabei um ein Gefühl, dass möglichst alle Facetten (des Daseins) zusammenfassen sollte. Ich hab mich für Isaac Hayes Titel „Hung up on my Baby“ entschieden.



Sandra (Moderatorin)
Wenn ich nur noch einen allerletzten Song in meinem Leben hören könnte, dann würde ich mich für Wonderwall entscheiden, aber moooment, nicht (!) von Oasis, sondern in der Coverversion von Ryan Adams. Ich finde seine Version so unglaublich dramatisch-schön, dass sie diesen tragischen Moment, in dem ich mich von der Musik trennen müsste, perfekt untermalen würde.



Anna (Redaktion)
Schwer. Eigentlich war mein Überalles-Song immer "Float On" von Modest Mouse. Simpel, begleitet mich aber schon seit so, so vielen Jahren. Oder nehme ich doch lieber was von Daft Punk? Nee. Das muss was mit Emotion pur sein, was Daft Punk definitiv mitbringen würde, aber ich denke da eher an etwas wie Dustin O'Hallorans "An Ending a Beginning". Der Titel würde auch recht gut passen. Und weil ich das Stück sowieso schon gefühlt 84.652.864.622 Mal gehört habe, könnte das tatsächlich etwas für die Ewigkeit sein. Ja, darin könnte ich mich gut einmummeln.


Dominik ( Moderator)
Auch wenn die Herren mittlerweile mehr oder weniger dem Mainstream verfallen sind - mit ihnen bin ich damals zur guten Musik außerhalb des Mainstreams gestoßen. Die alten und guten Tracks findet man heute immer noch in meinen persönlichen Playlisten. „Fix You“ lässt mich immer wieder in die gute alte Melancholie verfallen und wäre als letzter Song im Leben bestens dafür geeignet.


Magdalena (Praktikantin)
Der letzte Song ist ja schon was ganz besonderes - die Dramatik des Augenblicks sollte rüber kommen. Außerdem sollte er möglichst lang sein, damit wie im Film doch noch ein Wunder geschieht und das Schicksal abwendet. Auf jeden Fall sollte er meditativ sein, um den Geist schon mal auf das Bevorstehende einzustimmen und mindestens genauso wichtig ist, dass er einen lange begleitet hat. Da wiederum einen zu finden, den man nicht totgehört hat ist gar nicht so leicht. Prioritäten müssen gesetzt werden und dann, ja dann ist auf einmal klar welcher es sein muss. Für mich ist das Del Maritim von Kombinat 100.



Corbinian (Praktikant)
Ganz klar. The End von den Doors. Was soll man zu diesem Titel noch sagen? Wenn ich schon aus dem Leben trete, dann zumindest möglichst dramatisch. Außerdem dauert der Song relativ lange, so bleibt einem wenigstens Zeit sich mental vorzubereiten.




Julian (Musikredaktion)
Der Titel des Songs ist für mich etwas paradox. Er heißt zwar "Home I'll Never Be", trotzdem fühle ich mich bei kaum einem anderen Song zu Hause wie bei diesem. Es geht so etwas Zurückblickendes von ihm aus, etwas Reflektierendes und Klagendes, aber auch die Akzeptanz, dass das was passiert ist, schon gut so war. Ich finde, das ist ein schöner letzter Gedanke. "Seinen Frieden mit etwas machen" heißt ja die Redewendung. Bei diesem Lied verstehe ich sie. Der Song stammt ursprünglich von Jack Kerouac, meinem Lieblingsschrifsteller, aber Tom Waits' Version ist einfach atemberaubend.




Bildquelle: Vinyl Player | Fabio Penna | Fl unter cc-Lizenz