egoBlog
bananas_philcampell_fl
Dienstag, 10. Juni 2014, 12:00 Uhr

egoBlog: Unsere ersten Praktika

Und wo wir heute sind

Bevor Otto Normal seine feste Stelle hat macht er vier bis fünf Praktika. Darunter kann auch ziemlicher Schmarrn sein, wie wir heute in der egoRedaktion festgestellt haben.

Lola (Moderation)
Mein erstes und einziges Praktikum war beim Radio, damals noch in Regensburg. Ausprobiert, für gut befunden und dabei geblieben. Nein, ernsthaft, ich hab da schon gemerkt, dass das genau der Job ist, den ich gerne machen will. Ein Jahr lang war ich Praktikantin, bis ich dann die Stelle für das Volontariat bekommen hab. Ich glaube die wussten einfach, dass sie mich nicht mehr los werden. Hat sich ja auch gelohnt.

Julia (Moderation/ Redaktion)

Mein erstes Praktikum hatte ich mit 15 Jahren bei einer Schneider-Meisterin gemacht. Ich wollte damals nach der Schule unbedingt Mode-Design studieren und habe mir fast alle Klamotten selbst genäht. Mein Traum war es, irgendwann mal meine eigenen Entwürfe auf den Laufsteg zu bringen. Allerdings ist mir im Praktikum sehr schnell klar geworden, dass dazu erstmal ein paar Jahre gehören, in denen man das Handwerk lernt: Statt eigene Entwürfe zu schneidern und sich Kollektionen auszudenken, näht man nur das, was sich die Kunden wünschen. Mit dem Mode-Design ist es nach diesem Praktikum also nichts geworden, aber dafür hat die Nähmaschine immer noch ihren festen Platz bei mir Zuhause.

Sandra (Moderation)

Mein erstes Praktikum war eigentlich ziemlich cool. Das habe ich damals in den Schulferien für drei Wochen bei einer Filmproduktionsfirma für einen deutschen Kinofilm gemacht. In erster Linie habe ich dabei telefonieren gelernt, weil das Produktionsbüro die Anlaufstelle für sämtliche Mitarbeiter vom Set war, die Flüge gebucht haben wollten oder doch nochmal irgendwelche Requistiten brauchten…Klar, den einen oder anderen Kaffee hab ich auf jeden Fall gekocht, aber insgesamt waren die alle super lieb, wie 'ne ganz große Familie in die ich für ein paar Wochen aufgenommen wurde. Mein Lieblingspart war, als ich jeden Abend ans Set fahren durfte und den Schauspielern, die ich sonst nur aus dem Fernsehen kannte, die Dispo (also, das wo drin steht, wer wann um wie viel uhr drehen muss, in die Maske muss usw.) für den nächsten Tag ausgeteilt hab.

Dominik (Moderator)

Mein erstes Praktikum habe ich noch in meiner Heimat im Chiemgau absolviert. Ich war denke ich ca. 16 Jahre alt, als ich zum ersten mal in die Arbeitswelt schnuppern durfte. Diese kannte ich bereits schon ein wenig. Mit purzelbäumerischen neun Jahren bekam ich nämlich durch eine Kindersendung schon erste Einblicke in die Radiowelt. Mit den besagten 16 Jahren wurde ich dann zum ersten mal richtig eingebunden. Bei Radio Chiemgau erlebte ich zum ersten mal wie es ist, acht Stunden oder auch länger unter Stress und Zeitdruck arbeiten zu müssen. Ein riesen Erfahrungswert. Denn die restliche Schulzeit genoss ich dann nochmal in vollen Zügen. 

Anna (Redaktion)
Ich habe mein erstes Praktikum in einem Surf-Shop-Schuppen gemacht und kann mich irgendwie nicht erinnern, was ich damals so machen musste. Alles was ich weiß ist, dass es ziemlich viel Wassereis gab, gute Musik lief und die Leute mega lässig waren. Da dachte ich mir: "Ja, das ist es. Das will ich später mal machen". Jetzt hocke ich in der Redaktion, schlürfe Wassereis, höre gute Musk und hänge mit lässigen Leuten ab. Hach, es ist so schön, wenn man seine Ziele erreicht.

Sebastian (Volontär)

Mein erstes Praktikum hatte ich in der 10. Klasse in einem Möbelhaus. Während meines Vorstellungsgesprächs meinte der Chef überzeugend: "Wir würden dich niemals nur ins Lager einteilen und Betten schleppen lassen!“ – daraufhin habe ich vier Wochen im Matratzenparadies verbracht. War furchtbar langweilig und stumpf. Zwischenzeitlich hab ich ein komplettes Regal im Domino-Stein-Effekt zerlegt, weil ich dachte, ich könnte zwölf Matratzen auf einmal festhalten. 

Die Papphüllen der Matratzen sind mir auch mal alle auf die Hauptstraße geflogen und haben einen Stau verursacht…Insgesamt kann ich also festhalten, dass das nicht ganz mein Berufsfeld war.

Julian (Volontär)
Eine Woche Sozialpraktikum in der achten Klasse, ein Reha-Center für Schlaganfall-Opfer. Klingt erstmal ziemlich düster, war aber eigentlich ganz in Ordnung. Weil ich am zweiten Tag Geburtstag hatte. Weil mir die alten Damen, für jedes Mal, wenn ich ihnen ihren Nachmittagskuchen (Marmor) gebracht habe, ein Zwei-Euro-Stück in die Hand gedrückt haben. Und wegen Schwester Violetta. Hach, Schwester Violetta. Und auch, wenn ich sie danach nie wieder sah, bin ich froh, dass das nicht das Richtige für mich war.

Lena (Praktikantin)
Als Vertreterin der Generation Praktikum bin ich natürlich auch schon an so einigen Kaffeemaschinen gestanden (von Kopierern ganz zu  schweigen). An mein erstes Praktikum erinnere ich mich trotzdem noch  ganz genau. Eine Woche war ich in der Volksbank Raiffeisenbank Filiale meiner Heimatstadt angestellt. Ich durfte Überweisungen entgegennehmen, die Kasse zählen und in fremde Konten hinein schauen – klingt spannend? War es nicht. Bereits am Mittwoch stand fest: in diesem Leben wird keine  Buchhalterin mehr aus mir.