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Montag, 27. Oktober 2014, 00:00 Uhr

Kürbis: Das große, runde Multitalent

#05 Dinge, die ihr nicht wusstet

Wer sind die liebenswerten Kolosse, die sich Herbst für Herbst in unseren Vorgärten tummeln, immer zwischen der Angst gegessen zu werden und der Hoffnung an Halloween selbst Angst zu verbreiten. Wir sagen's euch.

Die Tage sind kalt und neblig, die Bäume kahl und wir Menschen fallen in die erste Winterdepression seit der Schneeschmelze. Doch es gibt Lebewesen, die sich dann erst richtig wohlfühlen. Kürbisse. Jetzt ist es Zeit, einen Blick in ihre wabbelige Schale zu werfen.

So würden wir uns die Einleitung einer teuren BBC-Doku über die Kürbisse vorstellen. Und es ist ja wirklich komisch. Wir höhlen sie aus, wir kochen und verspeisen sie. Doch kennen wir sie? Verbergen sie in ihrem Innern womöglich ein dunkles Geheimnis? Steckt hinter der harten Schale ein weicher Kern? Oder tausende weiche Kerne?

Fünf Dinge, die ihr noch nicht über Kürbisse wusstet:

#01 In der Botanik zählen Kürbisse nicht zum Gemüse, sondern zur Familie der Beerenfrüchte, sind also die Geschwister von Tomaten, Johannis- und Stachelbeeren und somit das wohl größte Obst der Welt.

#02 Der heutige (amerikanische) Name Pumpkin stammt aus dem Cinderella-Märchen.

#03 Der Kürbis ist auch ein Sportgerät. Beim Punkin‘ Chunkin, der Kürbisweitwurfweltmeisterschaft in Delaware, müssen die Teilnehmer Geräte bauen, mit denen der Kürbis so weit wie möglich geschleudert werden muss. Der Weltrekord liegt bei 1,3 Kilometern.

#04 Es werden auch jährlich regionale und internationale Meisterschaften im Kürbiswiegen ausgetragen. Der schwerste deutsche Kürbis kommt in diesem Jahr aus Bayern (Illertissen). Mit 760 Kilogramm ist er aber immer noch knapp 70 Kilo leichter, als der schwerste jemals gewogene Kürbis.

#05 Die alte irische Legende von Jack O’Lantern handelt von Jack, dem in der Nacht vor Allenheiligen der Teufel erschienen ist. Jack verarscht den Teufel und darf deswegen seine Seele behalten. Jahre später wird ihm der Zugang zur Hölle verwehrt und er irrt alleine durch die kalte Welt, bis der Teufel Mitleid bekommt und ihm eine glühende Kohle schenkt. Jack steckt die Kohle in eine ausgehöhlte Rübe, und wandelt seitdem am Abend vor Allerheiligen alleine mit einer Laterne durch die Dunkelheit. Daher kommt der Brauch des Kürbisaushöhlens, die die Iren später mit nach Amerika nahmen.

Jetzt kann so ziemlich jeder Vierjährige eine hässliche Fratze in einen Kürbis schnitzen, das lernt man ja schon im Kindergarten. Dass daraus aber auch große Kunst entstehen kann, zeigt der Künstler Ray Villafane aus Phoenix. Bei ihm sehen die Kürbisse dann etwa ►► so aus.

Und ein paar witzige Technikspielchen kann man mit ihnen auch noch treiben:


... und sie haben schauspielerisches Talent und kranke Nahkampf-Skills: