egoBlog
annabanana
Freitag, 23. Januar 2015, 15:40 Uhr

Das Ding mit der Sprachnachricht

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Schnell noch der besten Freundin eine Voice-Mail schicken - geht immerhin schneller als tippen. Aber sind die Sprachnachrichten wirklich die feine englische Art?


Eigentlich ja praktisch: Man kann eine persönliche Nachricht hinterlassen, ohne auf Rückfragen antworten zu müssen. Denn man telefoniert ja nicht. In der egoFM-Redaktion sind die Lager gespalten: Die einen große Fans der schnellen Sprachnachricht, die anderen überzeugte Gegner. Wie haltet ihr es? Verschickt ihr Sprachnachrichten via WhatsApp & Co? An wen? Zu welchen Themen?

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Pro Sprachnachricht: Moderatorin Lola

WhatsApp, Facebook, SMS, mittlerweile unterhält man sich meist nur noch schriftlich mit seinen Freunden. Ist oftmals ja auch sehr praktisch. Aber gerade bei heißen Diskussionen gibt’s meiner Meinung nach da oftmals Probleme.

Sarkasmus wird oftmals nicht richtig verstanden, wenn nicht der richtige Tonfall mit dabei ist. Oder ein doofer Kommentar, der eigentlich nur spaßig gemeint war, wird komplett falsch verstanden. Da sind Sprachnachrichten doch etwas sinnvoller.

Außerdem muss ich nicht lange doof rumtippen, sondern nur das Knöpfchen drücken, und drauf los Brabbeln. Auch für Geburtstage und ähnliches finde ich das wesentlich schöner: ein gesungenes Happy Birthday is doch gleich viel netter, als eine Auflistung von Herzchen und Emojicons.


Contra Sprachnachricht: Moderatorin Anna

Gestern hab ichs schon wieder getan.
Eine Freundin hat angerufen, ich konnte nicht rangehen und anstatt zurückzurufen, schicke ich eine Voicenachricht via WhatsApp.

Und jedes Mal, wenn ich das tue, frage ich mich: Wieso rufe ich nicht einfach zurück? Stattdessen versuche ich mich neuerdings durchzumogeln mit so einer halbpersönlichen/persönlichen Sprachnachricht. Geht ja so fix: Knopf gedrückt halten, Handy an den Mund, losquatschen und ab dafür.

Hallo schlechtes Gewissen, mein ständiger Voicemessagebegleiter!

Natürlich, wenn ich gerade auf Weltreise bin und die Zeitverschiebung einen Anruf nicht zulässt, oder ich in der Unibibliothek sitze und „nur mal eben Bescheid sagen muss, dass es später wird“ … dann ist eine kurze Sprachnachricht super, weils schnell geht und man nicht rumtippen muss.

Aber im normalen Alltag, wenn man sich die Zeit nehmen könnte und sollte, Freunde und/oder Familie zurückzurufen … da ist dieses voicemessaging doch wirklich unnötig. Ich meine, mal ehrlich Leute: Wie oft telefonieren wir noch mit unseren LIesbsten? Wie oft tippen wir stattdessen sms oder whatsapp?

Ich finde, wir müssen wieder mehr reden statt schreiben – mehr anrufen statt smsen. Und wenn schon unpersönlich kommunizieren, dann meinetwegen smsen aber bitte nicht voicemessagen!!