egoBlog
neighbours_thomasletholsen_flickr
Freitag, 13. Februar 2015, 14:22 Uhr

Nachbarn aus der Hölle

egoBlog

Sie sind laut, nerven, ärgern euch und kosten euch jede Menge nerven: Doofe Nachbarn. Davon gibt's mehr als gedacht und die schlimmsten wohnen neben unseren Moderatoren. Oder?!

► Anna (moderiert das Wochenende)

Ja, es stimmt. Wenn man Kinder hat, kann einen geräuschemäßig so schnell nix mehr umhauen. Solange es die eigenen Kinder sind, die dieses Geräusche machen. Oder befreundete Kinder. Oder Kinder, die man süß findet. Über uns wohnen allerdings Kinder, die a) nicht süß sind und b) dermaßen laute Geräusche machen dass ich kurz davor bin, im Internet nach einer Anleitung für (harmlose) Handgranaten zu suchen, die ich schmeißen kann.

Aber von vorne: Wir wohnen in einer Altbauwohnung in einem Haus, in dem es nur so vor Kindern wimmelt. Mit eigenem Kind ist das von Vorteil, weil man es mal praktisch zwischendurch beim Nachbarn parken kann. Nun sind Altbauwohnungen nicht wirklich isoliert, die Wände sind dünn wie Pappe und – wenn überhaupt – mit Stroh oder Sand gefüllt. Heißt: Man hört so gut wie alles, was die direkten Nachbarn treiben. Tagsüber kein Problem, da halten wir geräuschemäßig gut dagegen. Abends allerdings wird die Nachbarschaftsfreundschaft seit einiger Zeit enorm auf die Probe gestellt. Jeden ( J E D E N) Abend wird über uns geplärrt und zwar meistens, wenns ins Bett gehen soll, also gegen 20 Uhr. Alternativ wird auch gerne Klavier geübt. (Wie kann es sein, dass man nach über drei Monaten den Flowalzer noch immer nicht fehlerfrei spielen kann?) Oder Akkordeon. Oder lautstark gestritten. Und jeden (J E D E N) Abend sitze ich auf dem Sofa und bin kurz vorm Hochgehen. Und das ist das zweite Problem: Ich bin kurz davor, lasse es aber. Warum? Ich weiß es nicht. Weil ich nicht als die spießige Mutter dastehen will? Weil ich nicht hören will „Aber dein Kind plärrt jeden Morgen um 5, die hören wir auch!“, weil ich konfliktscheu bin? Davon abgesehen, dass das eigene Kind bei dem Pegel nicht einschlafen kann, geht’s mir einfach auf den S… äh Keks.
Oder reagiere ich über?


► Max (moderiert "Metropol")

Da bohrst du einmal kurz nach 22Uhr eine einzige Schraube in Wand (hat 2 Minuten gedauert), und schon gibt’s einen neuen Endboss einen Stock über dir.
Fun Fact: mein Nachbar ist die Wochen davor regelmäßig mit Skistiefeln (scheinbar) durch seine Bude gelaufen. Zumindest war er dermaßen laut, dass ich dachte: dann kann ich auch Bohren nach 22Uhr. Kurz darauf hatte ich einen platten Autoreifen. Ein Nagel war schuld. Ich dachte, das war bestimmt die Baustelle nebenan. Ist mir ja noch nie zuvor passiert. Also hab ich den Reifen gewechselt. Nach einer Woche WIEDER ein platter Reifen. Ich hatte schon einen Verdacht. Mit einem 2ten Nagel im Gummi hat sich der auch bestätigt. Beide Nägel waren übrigens identisch. Da war mir klar, dass ich einen Feind habe. Allerdings konnte ich es nicht beweisen. Da hab ich dem freundlichen alten Herren in der Wohnung über mir die 2 Nägel in seinen Briefkasten gelegt.
Einfach um zu zeigen, dass ich weiß, dass er’s weiß. Seitdem habe ich keine Nägel mehr in meinen Reifen...


► Sandra (moderiert die "42")

Meine Nachbarn standen schon mehrfach bei uns vor der Tür mit folgenden Worten: „Also, irgendjemand läuft hier barfuß!“ (Ähm, ja. Das muss ich im Mietvertrag überlesen haben, dass das verboten ist ) „Ja, also, das ist viel zu laut, man kann sich überhaupt nicht mehr konzentrieren. Ich bin schließlich Studentin und muss lernen“ (Das kenn ich sogar, nur habe ich damals meistens in der Uni-Bibliothek gelernt. Und jetzt bin ich die meiste Zeit nicht zu Hause, weil ich in der Arbeit bin). Ich hoffe, sie haben sich mittlerweile daran gewöhnt. Ich war nämlich wenig kooperationsbereit und bewege mich trotz mehrfacher Ermahnung weiterhin in meiner Wohnung fort, meist mit Socken, im Sommer sogar hin und wieder barfuß.


Wie steht es um eure Nachbarn? Habt ihr ähnliche Horrorgeschichten? Dann her damit! Per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder postet auf unsere Facebook-Seite!


Bildquelle: neighbours | Thomas Leth-Olsen | Flickr cc by 2.0