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theunbreakablekimmyschmidt
Montag, 16. März 2015, 00:00 Uhr

The Unbreakable Kimmy Schmidt

Serientäter

In Sachen Serien würden wir jedesmal unsere Lola als Telefonjoker angeben - sie guckt alles. Also wirklich: ALLES. Auch The Unbreakable Kimmy Schmidt. Ob sich die Serie lohnt, lest ihr hier:

Es gibt im amerikanischen Serienjargon eine Redewendung: Jumping the shark. Die bezieht sich auf eine Folge der Serie Happy Days, wo Fonzie auf Wasserskiern über einen Hai springt. Sinnbildich beschreibt jumping the shark den Moment, an dem eine Serie den Zenith überschritten hat. Wenn eine Serie alles versucht, um irgendwie noch was Besonderes zu bringen, und dabei komplett vergisst, worum es ursprünglich einmal ging.

Dieses Sprichwort hatte ich bei The unbreakable Kimmy Schmidt ab der Hälfte etwa im Hinterkopf.

Seit einigen Wochen wird gefühlt vor jedes Youtube Video, dass ich mir angucke, die Werbung für die neue Netflix Serie geklatscht. Und auch diverse Internet Blogs sind voller positiver Kritiken. Also, auf zum Bingwatchen.



Das ist natürlich schon mal einer der großen Vorteile: man muss nich immer eine Woche warten, bis es eine neue Folge gibt. Die erste Staffel wird komplett auf Netflix zur Verfügung gestellt. Und dann ist auch noch Tina Fey die Schöpferin des Ganzen – da kann doch eigentlich gar nichts mehr schief gehen.
Ja und Nein.

Kommen wir aber erstmal zur Story. Kimmy Schmidt hat die letzten Jahre unfreiwillig unter der Erde verbracht. Ein Sektenguru (gespielt von Jon Hamm aus Mad Men) hat ihr und drei anderen Mädchen erzählt, die Apokalypse stehe bevor, und deswegen hat er sie in einen Bunker gesteckt.
Doch jetzt werden sie befreit, und Kimmy tritt ihren Weg an in die große weite Welt – nach New York. Sie zieht zu einem erfolglosen Sänger (der unschwer zu erkennen schwul ist), bekommt einen Job als Nanny bei einer versnobten New Yorkerin und stürzt sich in die Großstadt.

Die ersten Folgen fand ich noch ziemlich witzig. Gute Schauspieler (Kimmy Schmidt erinnert mich irgendwie an Rene Zellweger, vor den ganzen komischen Op`s), witzige One Liner und gerade seltsam genug, dass es noch erträglich ist. Das waren die ersten Folgen. Ich weiß gar nicht mehr, ab wann ich Kopfschüttelnd vor dem Rechner saß, ich glaub so in etwa ab der Hälfte der Staffel. Die Witze werden immer surrealer.

Ein Beispiel. (Vorsicht Spoiler!!!)

Kimmy kommt mit dem reichen Logan Beekmann zusammen. Zuerst ist das eigentlich eine ganz schöne Aschenputtel Storyline. In einer Folge telefoniert sie mit ihm, als er anscheinend auf einem Pferd sitzt. Als beide auflegen, fährt die Kamera zurück, und man erkennt, dass Logan nur auf einem Minipony sitzt.

Häh? Und dass soll lustig sein?

Ich will nicht die ganze Serie schlecht reden, es sind nämlich echt auch lustige Momente dabei. Immerhin hab ich mir die ganze erste Staffel reingezogen. Aber ich fand es schon sehr schade, dass The Unbreakable Kimmy Schmidt zuerst so gut beginnt, und dann rapide nachlässt. Was trotz allem postitiv zu berichten ist: Das Intro. Dafür haben sich die Macher nämlich die Jungs geschnappt, die hinter dem Bed Intruder Song stecken, und haben in diesem Stil einen Titelsong produziert. Man, seit einer Woche krieg ich den nich mehr ausm Ohr…



Bildquelle: Screenshot