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Donnerstag, 22. August 2013, 00:00 Uhr

Wie der Papa!

Laut einer Studie verwandeln wir uns mit 32 in Mama und Papa

"So wie meine Eltern will ich  n i e m a l s  werden!". Wie oft haben wir diesen Satz gesagt. Jetzt gibt's eine Studie, die sagt: Wir werden doch so. Und zwar schon mit 32.

Wir lieben unsere Eltern, keine Frage. Aber manchmal haben sie eben doch gewisse Eigenarten an sich, bei denen wir jedes Mal zusammenzucken und uns innerlich schwören DAS wirst du niemals so machen. Sei es die Angewohnheit von Papa, jedesmal zu seufzen (oder ist es mehr ein Stöhnen?), wenn er sich hinsetzt. Oder Mama, wenn sie uns bei jedem Telefonat ausfragt, ob wir denn auch genügend Sport machen, heute schon Obst gegessen und uns um unseren Flüssigkeitsbedarf Gedanken gemacht haben.

Und jetzt haben wir es schwarz auf weiß. Wir können nicht anders. Irgendwann verwandeln wir uns in unsere Eltern. Nein - nicht irgendwann. Sondern mit 32 Jahren. Das behauptet zumindest diese Studie.
In diesem Alter fangen wir angeblich an, unsere Eltern zu imitieren. Wie sie sprechen. Wie sie sich bewegen. Wie sie sich verhalten.

Und es scheint tatsächlich zu stimmen. Wenn wir mal richtig drüber nachdenken... wir werden unseren Eltern immer ähnlicher.


Carola [Moderatorin]

Meine Mutter hat eine ziemlich nervige Angewohnheit. Immer wenn sie in meinem Auto mitfährt, und sie denkt, dass ich zu schnell fahre, krallt sie sich in den Griff an dem Beifahrersitz. Das macht mich wahnsinnig. Blöderweise ist mir die letzten Jahre immer häufiger aufgefallen, dass ich mir mittlerweile genau die gleiche Eigenart angewöhnt habe. Wie die Mutter. ...

Julia [Moderatorin]

Das klingt jetzt etwas Panne, aber ich habe wirklich das Gefühl, dass ich mich langsam in meinen OPA verwandele. Man merkt das vor allem, wenn wir zusammen Kaffee trinken. Denn wir beide haben die unerklärliche Angewohnheit, die Tasse nicht AUF den Unterteller, sondern immer nur daneben zu stellen. Meine Oma und meine Mutter schwitzen jedesmal Blut und Wasser um ihre schönen Tischdecken, aber so sehr ich auch versuche dran zu denken - die Tasse landet irgendwie trotzdem immer neben dem angedachten Platz. Viel witziger ist übrigens, dass meine Eltern auch viel von mir und meinem Bruder übernehmen. Wenn meine Mutter sich aufregt, rutscht ihr gelegentlich auch mal "so ein Bullshit" raus...

Manuela [Verkauf]

Meine Mama ist nicht verfroren und ich ebenso wenig. Trotzdem habe ich zu Schulzeiten den Spruch „Zieh dich warm an!“ mindestens einmal am Tag gehört. Pff. Unterhemden? Nie im Leben. Inzwischen habe ich sogar ein Schaffell-Nierenschoner im Schrank. Das verrate ich ihr aber nicht. Mein Papa ist ein echter Sparfuchs. So ein Knauser, so werde ich nie. Dachte ich. Inzwischen rechne ich im Kopf meine Kosten hier und da zusammen und freue mich, wenn ich am Monatsende noch ein bisschen für den Bausparvertrag übrig habe. Papa, inzwischen spar ich mehr als du!

Andreas Lang [Verkauf]

Mein Vater hat viele Rituale. Dazu gehört es, wie kann es bei einem großen Fußballfan anders sein, die Sportschau zu zelebrieren. Als Kind fand ich das furchtbar. Und langweilig. Ein bisschen Zeit ging ins Land und schwupps: Inzwischen schaue ich die Sportschau auch. Mit einem Bier in der Hand. Zum Wohl, Papa.

Ronja [Praktikantin]

Ich selbst war als Kind ein richtiger Wirbelwind. Aufräumen schätzte ich als absolut unnötig ein - schließlich benutze ich ja alles irgendwann mal wieder, was da so rumliegt. Nach dem Auszug in die erste eigene Wohnung werde ich inzwischen ganz die Mama. Ich stehe auf Ordnung, saubere Böden und frische Schnittblumen auf dem Tisch. Was gibt es Schöneres.

Nikola [Praktikantin]

Meine Mutter verwendet unglaublich viele Smileys in ihren SMS, sowie einen Haufen kryptische Abkürzungen, die ich nicht verstehe. Außerdem ruft sie ständig an. Und auch, wenn mich das nervt, merke ich: Ich mach es schon fast genauso. Meine Schwester beklagt sich immer häufiger darüber, dass ich ihr zu viele Voice-Mails hinterlasse. Und es geht weiter. „Iss doch noch was!“ – Wie ich diesen Satz gehasst habe. Niemals wollte ich Leute zum Essen überreden. Wenn ich jetzt Besuch bekomme, tische ich ordentlich auf. Und wenn meine Freunde mit dem Essen fertig sind, sage ich: „Iss doch noch was!“ und schäme mich ein bisschen dafür.

Habt auch ihr schon Eigenarten eurer Eltern an euch selbst entdeckt? Dann schreibt uns - entweder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder via Facebook!

Bildquelle: dr_tr | Flickr | CC-Lizenz