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Mittwoch, 14. Oktober 2015, 13:50 Uhr

Jack White vs. The Black Keys

Marco dröselt auf...

Es ist ja bekannt, dass Jack White und die Black Keys nicht unbedingt die besten Freunde sind. Wieder entflammt ist ihr Streit letzten Monat als sich Patrick Carney, der Schlagzeuger der Black Keys, und Jack White in einer New Yorker Bar begegneten.

"I've a lot more to do with Jay-Z than the Black Keys." (Jack White)
Die Wurzeln dieses Konflikts liegen wohl in diesem Zitat aus dem Jahre 2010. Seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte der Streit als ans Licht kam, dass der ehemalige Frontmann der White Stripes seine Kinder von ihrer bisherigen Schule nehmen wollte. Als Grund für den Schulwechsel nannte White, dass seine Kinder nicht zusammen mit den Kindern eines anderen Musikers auf der Schule sein sollten, der ihn abgezockt hätte. Der angesprochene Künstler was Dan Auerbach, Sänger und Gitarrist von The Black Keys.

The Black Keys wollten den, ihnen von White vorgelegten, Köder nicht so richtig schlucken. Sie sagten in einem Interview mit dem Rolling Stone, dass es nie gut sei, wenn Privates durch eine Scheidung an die Öffentlichkeit gelangt und er ihn auch nicht kenne. Die einzige kleine Spitze, die sich Auerbach nicht verkneifen konnte: Jack White höre sich wie ein Arschloch an.



"I wish the band the Black Keys all the success that they can get"

Im Mai 2014 wiederholte Jack White dann die Abkupferungsvorwürfe gegen die Black Keys. Er habe mit den White Stripes zwar nicht das Rad neu erfunden, aber den Weg für einen ganz bestimmten Sound geebnet, den The Black Keys jetzt ausschlachten. Die Entschuldigung folgte wenig später.

Den endgültigen Höhepunkt gab es nun vor genau einem Monat, als sich The Black Keys Schlagzeuger Patrick Carney und Jack White in der Bar Carbin Down Below zufällig begegneten. Die Schlägerei blieb zwar aus - zumindest gab es auf die Begegnung hin aber einen handfesten Tastenkrieg auf Twitter.

Carney beschuldigte White, dass er ihn eigentlich angeblich verprügeln wollte.

I've never met Jack White. Until last night. He came into a bar in Nyc I go to a lot with a few friends and tried to fight me. I don't fight and don't get fighting but he was mad!!!

Whites Antwort lies auch nicht lange auf sich warten:

Nobody touched you or ‘bullied’ you. You were asked a question you couldn’t answer so you walked away. So quit whining to the Internet and speak face to face like a human being. End of story.

Mimimimi...Eigentlich ist der ganze Beef relativ einfach aufzudröseln … Ein alteingesessener Platzhirsch sieht sein Revier bedroht und versucht seinen Platz nicht kampflos aufzugeben. Der Junghirsch wittert seine Chance sich zu profilieren und springt ein wenig auf den Zug auf. Was dann dabei herauskommt ist ein wenig Rumgezicke (man könnte es auch Bitch-Fight nennen). Vielleicht sollten sich beide einfach mal wieder ihrer Musik widmen oder gleich zur Aussöhnung eine Kollaboration anstreben. Ohne Schreien und Kratzen. Damit wäre dann allen Parteien geholfen - wahrscheinlich.

Eine witzige Geschichte am Rande muss man hier noch erwähnen. Dan Auerbach, Sänger der Black Keys, verarbeitet in seinem neuen Projekt The Arc, den Streit zwischen Drake und Meek Mill. Ein Streit um einen Ghostwriter, der aber nicht weniger unsinnig daherkommt. Womit die Frage offen bleibt, ob er nicht erst vor der eigenen Haustür kehren sollte?



Im Konflikt zwischen White und den Black Keys gibt es immerhin Fortschritte. Es gab ein Telefongespräch zwischen Schlagzeuger Carney und White, indem sie sich ausgesöhnt haben sollen. Aber wer weiß vielleicht ist es nur eine erneute kurze Pause vor dem nächsten Zickenkrieg…

Bildquelle: adweek.com / cat_fighting