egoBlog
Astronaut_flickr
Mittwoch, 16. Dezember 2015, 15:19 Uhr

Wenn ich groß bin werde ich Astronaut

Die NASA sucht Personal für eine Mission zum Mars

Einmal zum Mars fliegen. In einem echten Raumschiff. In einem echten Raumanzug durch ein Spaceshuttle fliegen und wie Homer Simpson Chips im All essen. Was wäre das für ein Traum: Bei der NASA kann man sich jetzt für eine Marsmission bewerben.

Ich war meinem Kindheitstraum noch nie so nahe wie heute. Da habe ich nämlich gelesen, dass die US-Amerikanische Raumschifffahrtsbehörde Freiwillige für einen Flug zum Mars sucht. Und das auch noch nicht mal schlecht bezahlt. Umgerechnet 60.000 bis 130.000 Euro soll es jährlich geben. Okay, es gibt nur ein One-Way-Ticket (ob ich das Geld dann da oben wohl ausgeben kann?), aber hey ich lass alles stehen und liegen und werde Astronaut! (Moment mal...sollte es da nicht sogar mal die Fernsehshow Mars One geben? Was wurde eigentlich daraus?)

Warum ich so gerne Astronaut werden möchte ist eigentlich recht schnell erklärt. Irgendwie hat mich Hollywood da ein bisschen verblendet und jeder Film, der irgendetwas mit dem Weltraum zu tun hat, wurde von mir irgendwann einmal in Dauerrotation angeschaut. Außerdem würde ich wirklich gerne mal wissen, wie es ist schwerelos zu sein.



Qualifiziert bin ich glaube ich auch. Also so halbwegs auf jeden Fall. Zum einen arbeite ich hier jeden Tag mit halben Außerirdischen zusammen (ja, wir haben hier wirklich alle einen an der Klatsche), weshalb ich mit den kleinen Marsmenschen bestimmt gut umgehen kann. Motiviert und für jeden Spaß zu haben bin ich ja sowieso. Zudem habe ich an Silvester schon die eine oder andere Rakete in den Himmel geschossen, weshalb ich mit meinem Wissen bestimmt auch bei euch punkten kann.



Aber kommen wir mal zu den wahren Anforderungen, die die NASA an die Bewerber stellt… Marserfahrung ist zwar wünschenswert, aber kein Muss. Ich glaube bei diesem Kriterium darf man auch gerne angeben den Marsianer geschaut zu haben oder Marsimoto-Fan zu sein. Man muss auch noch mindestens 18 Jahre alt sein, da komme ich mir ja fast schon überqualifiziert vor mit meinen stolzen 25 Jahren Lebenserfahrung.

Ok, kommen wir dann mal zum etwas schwierigeren Teil. Tausend Flugstunden mit einem Jet sollen die Bewerber mindestens absolviert haben. Hmmm… Jetzt muss ich ganz schwer überlegen. Die eine oder andere Reise, war auf jedenfalls dabei, dazu noch das hin und nach Hause kommen, sowie die Warterei am Flughafen, plus der Flug zu euch. Mit ganz viel aufrunden lässt sich da bestimmt was drehen. Auch über den Studienabschluss müssen wir noch mal reden. Mit Ingenieurswissenschaften, Biologie, Physik, Informatik oder Mathematik kann ich leider nicht dienen, aber den Politikwissenschaften und der Soziologie sei Dank, kann ich gerne die USA als Diplomat im All repräsentieren. Dann kommen wir zur letzten Schwierigkeit. Ich bin leider kein Amerikanischer Staatsbürger und bis zum Bewerbungsschluss am 18. Februar 2016 weiß ich nicht ob daraus was wird. Aber vielleicht sind eure Behörden ja schneller als unsere.

Es gibt nur eine Sache, die mich wirklich vor einer Bewerbung abschreckt: Falls ihr mich wirklich auswählen solltet, gibt es noch ein zweijähriges Trainingsprogramm. Neben körperlichen Tests, bei denen ich wirklich nicht weiß, ob mein Bürostuhl erprobter Körper sie aushält, soll ich auch noch russisch lernen. Ok, das Lateinabitur habe ich ganz gut über die Bühne bekommen und Englisch geht auch noch, aber Russisch? Bis auf den Wodka ist mir glaube ich alles fremd an Russland. Und mit meinen Kampfkünsten sieht es bis auf den Grundwehrdienst bei der Bundeswehr auch schlecht aus.

Naja, wird schon irgendwie klappen, dass aus meinem Traumjob Astronaut noch etwas wird… Falls nicht, wir bei egoFM haben ja noch eine UFO-Redaktion, in die ich wechseln könnte. Oder ich gehe heute Abend einfach in den neuen Star Wars Film. Da sehe ich wenigstens wie es im Weltraum in Wirklichkeit abgeht.

Bildquelle: flickr / "Astronaut Terror Kitten" von Steve Snodgrass cc.by 2.0