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Mittwoch, 13. Januar 2016, 05:00 Uhr

Marco bloggt: Ein Konzert von der Couch

Konzerte anschauen via Virtual Reality Brille

Ich bin eher ein gemütlicher Mensch, der gerne auf der Couch sitzt. Manchmal muss ich leider auch raus gehen, da so ein Konzerterlebnis ja auch was für sich hat. Durch die Virtual Reality Brille muss ich das vielleicht bald nicht mehr.

Wer von euch kennt das nicht: Der Arbeitstag oder gar die ganze Woche waren richtig stressig und man möchte nur noch auf die Couch, Pizza bestellen, Netflix anschalten und einfach mal die Seele baumeln lassen. Klingt wunderbar, ist aber leider utopisch. Immer wieder kommen die sozialen Kontakte oder auch der Freizeitspaß, der manchmal auch Arbeit ist, einem in die Quere.

Da lebt man schon im Digitalen Zeitalter und kann die sozialen Kontakte via Facebook, Instagram oder Skype relativ gut abhaken. Dinge wie ein Konzert allerdings oder einen Clubbesuch möchte man dann doch relativ hautnah erleben und schon gar nicht darauf verzichten. Da müssen wir auch mal ehrlich sein, so schön Fernsehübertagungen auch sind, an das echte Live-Feeling kommen sie einfach nicht ran.

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Bildquelle: flickr l "un domingo/sunday" von Jean-Paul P.G. cc. by 2.0

Die Universal Media Group und iHeart Radio versuchen nun dieses Dilemma zu beseitigen. Mit einer Virtual-Reality-Brille wollen diese beiden Unternehmen schon 2016 die ersten Konzerte in einer neuen Welt erscheinen lassen. Mit der Oculus Rift VR-Brille, die ab Juni auf den deutschen Markt kommen soll, wird bald ein komplett neues Live-Erlebnis möglich sein. Die Technik ist zwar nicht ganz so billig mit knapp 700 Euro und ein sehr guter PC ist für die virtuelle Wirklichkeit auch von Nöten, aber wenn man bedenkt, wie viel man sich an Ticket-Preisen sparen könnte, würde sich die Anschaffung für mich vielleicht doch rentieren.

Inwieweit sich die VR-Brille Eintagsfliege erweist - wie das in den 90ern schon mal der Fall war - bleibt natürlich abzuwarten.  Bis jetzt ist auch nur eine Konzertreihe in Los Angeles geplant, bei der aber noch keine Namen bekannt gegeben wurden.

Nichts desto trotz bietet eine solche Übertragung vor allem für Menschen die sich nicht so gut bewegen können oder gar Angst vor Menschenmassen haben, eine gute Möglichkeit ihre Lieblingsband live zu erleben. Ich selbst könnte dadurch auch meinem Faulheitsdrang nachgehen, in dem ich einfach auf dem Sofa sitzen bleibe, mir die Brille aufsetzt und ein fast-echtes Konzerterlebnis auf meiner Couch haben kann.

konzert flickr
Bildquelle: flickr l "Green Day 2010 Tour" von Daniel D'Auria l cc. by 2.0

Ich stelle mir das so vor. Ich muss vor dem Konzert keine vier Stunden warten, um in der ersten Reihe zu stehen. Wenn ich aufs Klo muss kann ich einfach auf Pause drücken und verpasse nicht meinen Lieblingssong, der immer genau dann kommt, wenn ich mich gerade erleichtere oder mir ein Bier hole, was den Teufelskreis wieder von neuem beginnen lässt. Dazu rempelt mich niemand an oder macht genau vor drei Millionen Selfies und klaut meinen Platz zum Tanzen. Das Leben könnte so schön sein.

Zum Schluss muss ich bei aller Liebe zu meiner Couch und den sozialen Netzwerken doch zugeben, wenn ich ein Konzert sehen will, dann will ich auch den Schweiß der Band riechen, dann brauche ich auch das Gefühl mich gegen 30.000 andere Menschen durchgesetzt zu haben, wenn ich in der ersten Reihe stehe. Ich möchte meinen Lieblingssong mit einem Bier in der Hand vom Klo herausrennend mitsingen, nur damit ich ein Selfie schießen kann, das meine fünf Instagram-Follower neidisch macht. Genau das macht doch ein Konzert aus, denn wenn ich auf der Couch durch eine VR-Brille ein Konzert sehe, erlebe ich nie im Leben das Gleiche wie vor Ort. Und schon gar nicht treffe ich auf Gleichgesinnte, die ich vielleicht sonst nie kennengelernt hätte (weil ich ihnen beim aus dem Klo Rennen versehentlich mein Bier drüber geschüttet habe).


Bildquelle: flick l „grandpa's couch“ von Rbys l cc. by 2.0

Wer von euch kennt das nicht: Der Arbeitstag oder gar die ganze Woche waren richtig stressig und man möchte nur noch auf die Couch, Pizza bestellen, Netflix anschalten und einfach mal die Seele baumeln lassen. Klingt wunderbar, ist aber leider utopisch. Immer wieder kommen die sozialen Kontakte oder auch der Freizeitspaß, der manchmal auch Arbeit ist, einem in die Quere.

Da lebt man schon im Digitalen Zeitalter und kann die sozialen Kontakte via Facebook, Instagram oder Skype relativ gut abhaken, aber vor allem Dinge wie ein Konzert oder der Clubbesuch möchte man relativ hautnah erleben und schon gar nicht darauf verzichten. Da müssen wir auch mal ehrlich sein, so schön Fernsehübertagungen auch sind, an das echte Live-Feeling kommen sie einfach nicht ran.

Die Universal Media Group und iHeart Radio versuchen nun dieses Dilemma zu beseitigen. Mit einer Virtual-Reality-Brille wollen diese beiden Unternehmen schon 2016 die ersten Konzerte in einer neuen Welt erscheinen lassen. Mit der Oculus Rift VR-Brille, die ab Juni auf den deutschen Markt kommen soll, wird es bald ein komplett neues Live-Erlebnis möglich sein. Die Technik ist zwar nicht ganz so billig mit knapp 700 Euro und ein sehr guter PC ist für die virtuelle Wirklichkeit auch von Nöten, aber wenn man bedenkt, wie viel man sich an Ticket-Preisen sparen könnte, würde sich die Anschaffung für mich vielleicht doch rentieren.

In wie weit sich die VR-Brille nicht so wie in den 90ern als Eintagsfliege erweist, bleibt natürlich abzuwarten. Bis jetzt ist auch nur eine iHeart Radio VR Concert Series in Los Angeles geplant, bei der aber noch keine Namen bekannt gegeben wurden.

Nichts desto trotz bietet eine solche Übertragung vor allem für Menschen die sich nicht so gut bewegen können oder gar Angst vor Menschenmassen haben. Ich selbst könnte dadurch auch meinem Faulheitsdrang nachgehen, in dem ich einfach auf dem Sofa sitzen bleibe, mir die Brille aufsetzte und ein fast-echtes Konzerterlebnis auf meiner Couch haben kann.

Ich stelle mir das so vor. Ich muss vor dem Konzert keine vier Stunden warten, um in der ersten Reihe zustehen. Wenn ich aufs Klo muss kann ich einfach auf Pause drücken und verpasse nicht meinen Lieblingssong, der immer genau dann kommt, wenn ich mich gerade erleichtere oder mir ein Bier hole, was den Teufelskreis wieder von neuem beginnen lässt. Dazu rempelt mich niemand an oder macht genau vor drei Millionen Selfies und klaut meinen Platz zum Tanzen. Das Leben könnte so schön sein.

Jetzt muss ich bei aller Liebe zu meiner Couch und den sozialen Netzwerken aber wenn ich Wanda sehe, dann will ich auch ihren Schweiß spielen, dann brauche ich auch das Gefühl mich gegen 30.000 andere Menschen durchgesetzt habe und jetzt in der ersten Reihe. Ich möchte meinen Lieblingssong mit einem Bier in der Hand vom Klo herausrennend mitsingen, nur damit ich ein Selfie schießen kann, dass meine fünf Instagram-Follower neidisch macht. Genau das macht doch ein Konzert aus, denn wenn ich auf der Couch durch eine VR-Brille ein Konzert sehe, erlebe ich nie im Leben das gleiche wie Live vor Ort.

 

Bildquelle: flick l „grandpa's couch“ von Rbys l cc. by 2.0